Montag, 26. Februar 2018

Eine 2. Pop-Up-Tasche...

... habe ich am Wochenende genäht; dabei geübt und ein bisschen modifiziert.
Ganz andere Farben, zurückhaltender, heller. Der feine Giraffenstoff, mit Vlieseline belegt,
bildet den Außenstoff;
ein schön gewebter Streifenstoff von Ikea, deutlich robuster und fester im Griff ist innen zu sehen.
Da der Außesnstoff eine Musterrichtung hat, konnte er nicht im Bruch zugeschnitten werden.
Auch den Innenstoff habe ich ohne Bruch geschnitten und vor dem Zusammennähen der beiden Stoffteile die Reißverschlüsse eingenäht, was ein sehr entspanntes und exaktes Absteppen der Reissverschlussnähte ermöglichte.

Soweit also alles gut.
Die beiden Nähte ermöglichen auch ein exaktes Stecken der Mitte, das sich beim Nachmessen noch bestätigte.
Zur Sicherheit setzte ich noch eine Jeansnadel ein, denn durch die Ummantelung des Reissverschlusses mit zurückgeschlagenem Streifen und die Stofffalten und die Vlieseline...
kam doch einiges zusammen.
Vielleicht versuche ich doch mal eine "Hebamme" zum Anheben des Nähfüßchens von hinten zu bekommen oder bastele selber.
Eine Nadel habe ich dann doch geschrottet und auf der einen Seite ist die Falte leider auch ein Stück weggerutscht. Alles auftrennen wollte ich dann doch nicht mehr und so habe ich es belassen - und auch die innen sichtbare Naht nicht ummantelt, sondern nur mit einem Zickzackstich ordentlich versäubert.
Die Tasche ist deutlich größer als die erste aus dem blaugrünen Stoff. Sie steht trotzdem gut. Ohne das Falten hat sie die hier sichtbare Größe; einfach zusammengefaltet ergäbe sich also ein Beutel, der z.B. auf Reisen gut gefaltet und in Kofferecken geknautscht werden könnte.
Bis auf die auseinandergezogene Spitze an der einen Seite bin ich also sehr zufrieden, habe den Reissverschlusszipper noch mit Bändchen und Sonne verziert -
denn heute strahlte die Sonne von früh bis spät von einem absolut wolkenlosen Himmel.
Ich war wieder mal im Schurwald und konnte immerhin anderthalb Stunden bei ganz ordentlichem Tempo gehen, wenn ich auch hinterher recht platt war. Immerhin, die Sonne
hat mir sehr gut getan. Der Wind war erträglich. Die Wege vereist. Spätwinter eben.

Sonntag, 25. Februar 2018

Frühlingsduft breitet sich aus...

... im warmen Wohnzimmer.
Zwei Glasvasen habe ich befüllt, mit Moos und Zweigen,
Magnolienzweigen und blauen Hyazinthen.

Die gefüllte weiße Amaryllis dagegen ist wohl die letzte ihrer Art in dieser Saison.
Sie hat übersommert und ich wusste nicht, welche Farbe sie haben wird.
Ein sehr schönes, helles Weiß erfreut mich.
Der weiße Weihnachtskaktus allerdings...
den habe ich vor zwei oder drei Jahren von einem Kollegen und Freund zum Geburtstag
bekommen. Auch er (der Kaktus) darf auf dem Balkon übersommern und hat sich dort und dann im warmen Raum über die Jahre prächtig entwickelt und hat noch in der Adventszeit meine weiße Fensterbank geziert. In reinem Weiß.
Dann wanderte er für ein Weilchen in ein kühles Zimmer aus, setzte nun schon wieder Blüten an - und siehe da, das Weiß ist nicht mehr Weiß, sondern Rosa!
Und die Blüten viel, viel größer.
Das sind die kleinen Wunder der Schöpfung. Wir werden sehen...

Samstag, 24. Februar 2018

Heute vor 10 Jahren....

... war es mild und warm. Wir waren im Schurwald wandern und haben die ersten Schlüsselblumen gesehen und fotografiert.
Am Nachmittag habe ich ein Stündchen in der Sonne auf dem Balkon gestrickt. Nutkin-Socken aus Designerwolle, damals der letzte Schrei....

Woher ich das so genau weiß?
Weil ich exakt am 23.2.2008 diesen Blog eröffnet habe.
Am 24.2. zeigte ich dann die ersten Socken ... und ja, ab da ging es los.
Vieles ist in diesen 10 Jahren geschehen, was nicht in diesem Blog, also in diesem Tagebuch steht.
Vieles habe ich erlebt, gewerkelt, nachgedacht, gekocht und gebacken, was hier beschrieben ist.
Zum Teilen nach außen, zum Erinnern nach innen.
Schön war es, immer wieder gerne lese ich nach.

Und - viele Bekanntschaften und Freundschaften sind über dieses Medium entstanden.
In der Nähe, in der Ferne. Punkte auf der Weltkarte verbinden sich mit Namen und Geschichten. Manche Menschen habe ich auch persönlich getroffen oder Grüße mit der "echten" Post getauscht. Ich habe Gesichter gesehen, sozusagen face to face.
ravelry kam später dazu, davor gab es die mailing-Listen...
Facebook nutze ich sehr, sehr ungern. Ich habe zwar ein Tablet, aber nach wie vor kein Smartphone und vermisse das eigentlich auch nicht. Weder Twitter noch Instagramm reizen mich, ich kommuniziere nicht über WhatsApp (und ja, ich weiß, ich bin der allerletzte Dinosaurier auf dieser Welt... und ja, ich spüre auch die Konsequenzen...) . Pinterest verwirrt und erschlägt mich mit seiner Fülle.
So bin ich dem Blog treu geblieben, nach außen (auch wenn die Kommentare sehr viel weniger geworden sind) und auch nach innen. Mein Tagebuch, in dem nicht alles steht, aber manches.
Kreativ, nachdenklich und ja, auch theologisch. Offen und eigenständig, aber auch positioniert.
Ich habe eine Meinung und Haltung, die ich zu ändern bereit bin, wenn Gründe der Vernunft oder des Gewissens dies bedingen; die ich  aber auch bereit bin zu vertreten, wenn diesselben Gründe angeführt werden können.

Auch das Kreative ist dem Wandel unterworfen. Ich hab so manches gemacht und manches probiert. Sticken, Nähen, Stricken - und ja Häkeln, ganz plötzlich kam das wieder auf. Ich hatte nicht mal mehr Häkelnadeln - und dann dieser Hype vor etwa 5 Jahren.
Im Moment reizen mich wieder Stoffe; Bekleidung, aber auch die feinen Stoffe für Patchwork und Quilten. Für Taschen und Beutel. Das fasziniert und fordert heraus.... und gerade bei Näh-Bloggerinnen, die viel zeigen, erklären und schreiben, lese ich im Moment sehr gerne.

Für alle Begegnung, Herausforderung, Bekanntschaften und Freundschaften, für alle Kontakte und Kommentare bin ich sehr, sehr dankbar.
Mit Wehmut denke ich an die Menschen, die von uns gegangen sind....



Was will ich heute nun zeigen?
Beim samstagnachmittäglichen Stubeputzen viel mein Blick auf diesen Quilt, der anderhalb Jahre  vor dem Beginn der Bloggerei entstanden ist.

Ich konnte damals nicht mehr stricken. Und auch kaum noch schreiben oder putzen oder Gurken hobeln oder so. Tafelanschriebe in der Schule gingen gar nicht mehr, Korrekturen nur noch mit weichem Bleistift und nur Note und Unterschrift in Rot mit fixiertem Stift. Die Bleistifte musste ich mir spitzen lassen.
Das war keine einfache Zeit. Ein Nerv im rechten Arm hatte sich verklemmt, warum auch immer. Supinator Logensyndrom ist der Fachbegriff. Nach vielen Monaten Schmieren und Spritzen folgte diese Diagnose, dann die OP, die zwar eine doofe Narbe hinterließ, aber ansonsten sehr gut verlief.
Ich hatte in diesem Jahr mit Patchwork begonnen, Stoffe gesammelt, Dinge ausprobiert - und ich erinnere mich, dass ich bald nach der OP, als der Gips ab war und alles einigermaßen schmerzfrei, zum Rollschneider griff und immer mal wieder ein Viertelstündchen Quadrate zuschnitt, größere und kleinere aus Rosenstoffen und anderen Blüten...
Das ist das Ergebnis. Ausgebleicht allerdings, sehr ausgebleicht. Aber das gehört wohl dazu,
denn er hängt an der Wand und bekommt immer mal wieder die Sonne, die unser Wohnzimmer so schön hell macht, ab.
Es sind feine Patchworkstoffe, die ich mir in Schorndorf im Patchworkladen am Bahnhof, den es leider nicht mehr gibt, zusammengekauft habe; aber auch etwas gröbere und einfachere Stoffe, aus denen z.B. auch Kinderkleidung entstanden war.
Aus diesem Stoff  auf dem folgenden Bild hatte ich einem der Kinder einen Rock genäht mit Jerseytop. Schön weiß.
Für den Quilt habe ich ihn mit Schwarztee gefärbt. Auch das Binding ist hieraus geschnitten.

Das Binding zeige ich hier von vorne und von hinten;
maschinell mit einem Zierstich angenäht, dem Hexenstich.
Ansonsten habe ich sehr sparsam gequiltet, nur die Hauptlinien.
Im Jahr darauf, 200
7 muss es gewesen sein, habe ich eine große Decke genäht und gequiltet und verschenkt, in Blau, mit Sternen; leider ohne Bild, weil nie fotografiert. Im Archiv fand sich nichts. Aber seit 2008, Ende Februar, ist (fast) alles fein säuberlich dokumentiert.
Hier im Blog!
Und die Welt dreht sich weiter, verlässlich und Tag für Tag.

Mit herzlichen Grüßen und herzlichem Dank wünsche ich Euch Allen morgen einen guten und schönen Sonntag, wo immer ihr ihn auch erlebt und feiert!





Donnerstag, 22. Februar 2018

Die Pop-Up-Tasche ...

.... aus dem Taschenspieler Ebook Nr. 4 habe ich nun tatsächlich genäht.
Auf Farbenmix und die Taschenspielereien bin ich so eigentlich erst bei der Adventskalender-tasche 2016 gestoßen, die ich aber nicht mitgenäht habe. Nur bewundert, z.B. bei Martina.
Nach den tollen Erfahrungen mit dem  Adventskalender 2017 und der Strandläufertasche
war ich angefixt und habe mir das Taschenspielerebook 4 mit 10 Taschenanleitungen zu
Weihnachten geschenkt. Da ich aber sowohl in den Weihnachts-als auch in den Faschingsferien und auch drumrum krank war, habe ich mir neue Herausforderungen kaum zugetraut und lieber kraus rechts gestrickt......
Aber nun gibt es den Sew-A-Long bei Emma. Alle Woche kann 1 bestimmte Tasche des Ebooks verlinkt werden. Es macht Spaß, sich die Arbeiten Anderer anzusehen, die eine oder andere Erfahrung zu lesen oder einen Tipp zu bekommen. Oder, wie gesagt, einfach nur sehen und bewundern.
Ich werde sicher nicht jede Tasche (mit)nähen. Manches brauche ich wohl eher nicht, manches ist nicht mein Stil. Außerdem will ich gerne vorhandene Stoffe verwenden, so es irgend geht.

Die Pop-Up-Tasche war als anfängerleicht beschrieben.
Die Form gefällt mir sehr, feststehend, kastig, eine gute Größe und ein schön betonter langer Reißverschluss.
Ich liebe bunte Reissverschlüsse, vor allem, seit ich ohne große Probleme Zipper aufziehen kann....

Im letzten Post hatte ich ja schon die Reste vom Giraffenstoff gezeigt und überlegt, ihn für diese Tasche zu verwenden. Gestern dann war mir aber doch eher nach bunt und es fand sich ein frühlingsbunter, fröhlicher Stoffrest, der genau die richtige Größe hatte.
Dazu ein ebenso fröhlich-bunter Rest für das Innenleben sowie ein ähnlicher kleiner Rest zum Einfassen des Reißverschlusses. Letztere sind Reste von einem großen Sternenquilt, den ich kurz vor meiner Bloggerzeit (die sich, fällt mir gerade ein, in diesen Tagen, zum 10.mal jähren müsste...) genäht und verschenkt habe - und vermutlich nie fotografiert..... Leider.
Beide Stoffe sind keine amerikanischen oder britischen Patchworkstoffe. Sie sind etwas stabiler, etwas härter und liegen 140 cm breit. Ich arbeite immer noch sehr gerne mit diesen Stoffen.
Den Außenstoff habe ich zusätzlich  mit dünner Vlieseline verstärkt.
Der Innenstoff konnte nicht im Bruch geschnitten werden. Leider bin ich hier der Anleitung blind gefolgt und habe die Innenkante  vor der weiteren Verarbeitung zusammengenäht.

Das mache ich nächstes Mal (das es bestimmt geben wird) nicht mehr, denn das Absteppen der zweiten Reissverschlussseite bei geschlossener Bodenkante beider Stoffe war  nicht ganz einfach. Alles ging gut, aber anders  vermutlich einfacher und vor allem mit präziserem Ergebnis. Das werde ich probieren. Für das exakte Falten der Tasche vor dem Abnähen der Seitenteile habe ich mir viel Zeit genommen und xmal nachgemessen und nachjustiert.
Überrascht war ich dann letztlich, innen noch eine sichtbare Naht zu haben, die versäubert werden muss. Ein breiter Stoffstreifen statt des etwas schmaleren Nahtbandes wäre die bessere Alternative. Aber das war es dann auch schon. Die Arbeit lag auf links, schmal und fein gefaltet.
Zum Auffalten der Tasche ist der Anleitung ein Video beigefügt, das ich leider am PC nicht öffnen konnte. Mit dem Tablet war es möglich - und siehe da, nach ein bisschen Gezupfe und Gerupfe steht die Tasche genauso da, wie ich es mir gewünscht habe:
Stabil und fest wie eine 1! Eine schöne Größe, z.B. als Kosmetiktasche für eine kurze Reise.
Sogar die Haarbürste passt rein. Oder als Projekttasche zum Mitnehmen eines kleinen Strickwerkes, oder, oder .....
Sie  lässt sich platzsparend  klein und schmal zusammenfalten, zum Mitnehmen, als Reservetasche für den Koffer oder die große Tasche. Variabel und schön. Und schnell auf-ge-popt. 
Zusammenfassend: Ich bin sehr zufrieden und schleiche immer wieder um die Tasche rum,
weil sie mir so gut gefällt.

Dienstag, 20. Februar 2018

Angefixt...

Ich hoffe nun doch sehr, dass dieser elende Grippevirus endlich auf Nimmerwiedersehen verschwindet und ich endlich, endlich wieder mal so richtig in Schwung komme, vor allem wieder mit ganzer Kraft der Arbeit nachgehen kann, vor allem der im Beruf.
Lust auf was Neues im Kreativenbereich hätte ich auch. Ich nehme es mal als gutes Zeichen.
Angefixt haben mich so manche Näh-und Stoffprojekte, die ich in den letzten Tagen auf diversen Blogs gesehen habe.
Ich hab ein bisschen überlegt, Schachteln durchgeschaut, sortiert und rausgekramt....

Auf jeden Fall ein bisschen Taschennähen, beim Taschenspieler4SewAlong. Nicht umsonst habe ich mir zu Weihnachten nach dem grandiosen Adventskalendernähprojekt "Strandläufer"
das Ebook geschenkt - und noch nix draus genäht.
Die Pop-Up-Tasche ist als erste dran.
Vielleicht aus diesem schönen Fundstück, der Rest vom Giraffenstoff, den ich vor zwei Jahren in Weimar gekauft habe.
Sehr, sehr reizt mich auch ein Quilt-Along, z.B. "6 Köpfe - 12 Blöcke".
Hier zeige ich ein Probestück, den Februarblock.
Keineswegs ein einfacher Logcabin. Wer genau hinschaut, sieht das eine geteilte Naht da sein muss. Bright Hopes nennt sich das Muster, das ich bisher nicht kannte.
Hier ist die Anfertigung dieses Block sehr genau beschrieben. Alles ging gut und passt. Nur die Fertigmaße stimmen nicht, was daran liegt, dass ich keinen inch-Nähfuß habe. Den müsste ich mir also noch besorgen, um den Quilt nähen zu können.
Vielleicht verwende ich das Probeblöckchen als Verzierung für eine Tasche. Mal sehen,
was dann weiter wird.
Da wären ja auch noch die vielen, vielen Anregungen und Projekte, die ich so ungefähr einmal in der Woche bei Martina bewundere....

Montag, 19. Februar 2018

Spätwinter im Wald und am See...

Ganz anders zeigten sich Wald und See gestern.
Der Blick nach oben zeigt den Wald wie ein gotisches Gewölbe,
Bäume wie Pfeiler, filigran und durchlässig.... und doch wie ein schützendes Dach.
Die Wege, zwischenzeitlich hart gefroren, nun wieder aufgetaut, matschig, kaum begehbar.
Das zarte Gelb der Weidenblüten wird markant in all dem Grau und Weiß und Dunkelbraun.
Die Bäume... nicht klar strukturiert, sondern behangen mit einem Mantel aus Schnee.
Der Himmel... grau und trüb, eine gedämpfte Atmosphäre.
Und dann der See... nebelgrau, Schnee, Rauhreif...

und schließlich dieses Traumpaar, ganz in Weiß; Weiß wie Schnee...
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.







Sonntag, 18. Februar 2018

Im Wald...

Vor knapp zwei Wochen habe ich einen schönen Spaziergang im Wald gemacht; eine Stunde zum Fotografieren und Genießen.
Direkt danach fühlte ich mich elend und krank, Grippe, Komplikationen, bis heute fühle ich mich noch nicht fit und wohl.
Auch heute war ich im Wald und am See. Davon zeige ich Fotos, morgen oder heute abend.
Nun aber zu den Bildern, die ich schon längst zeigen wollte.
Ein Waldstück ganz in der Nähe, mit alten, großen, hohen Bäumen....
... und auch mit Bäumen, die Opfer der beiden großen Stürme im Januar wurden.
 Bei allem Erschrecken über die Macht der Natur, finde ich es doch faszinierend,
wie nun sichtbar wird, was bisher verborgen war...

 innendrin und hoch oben.


Freitag, 16. Februar 2018

Freitagsblumen....

Anlässlich einer Gratulation zum Studienabschluss wollte ich ein sehr eleganten Strauß.
Im örtlichen Blumenladen wurde ich wie immer fündig.

Eine rote Lilie, eine vanilleweiße Rose (ach, wie Eiskrem...),
nur ganz wenig Grün und ein langer stabiler rötlicher Zweig...

Genau so habe ich es mir vorgestellt.
(und mich einen halben Tag lang selber an diesem Anblick erfreut....)

Mittwoch, 14. Februar 2018

Schneeweißchen und Rosenrot

Im Märchenwald
der Gebrüder Grimm habe ich sie gefunden -
Schneeweißchen und Rosenrot (oder wenigstens das Sockenpaar, das von ihnen erzählt).
Wie an anderer Stelle schon berichtet, möchte ich dieses Jahr regelmäßig mitstricken in der ravelry-group "Auf Socken durch die Welt".
Ganz am Anfang war ich eifrig dabei, aber dann kam immer mal wieder irgendwas dazwischen.
Es ist eine schöne Gruppe mit guten Ideen und oft sehr interessanten Berichten über die Reiseziele, egal, ob frau mitstrickt oder nicht. Manches ist einfach lesenswert.
Immerhin, ich war in Kärnten dabei, in der Rhön und auf dem Mond, im Hochsauerland und...
den Rest, falls es einen gibt, muss ich nachschlagen.
Aber nun, das Märchenland der Brüder Grimm, das muss einfach sein, habe ich immerhin zwei Jahre meines Lebens in Nordhessen gelebt, studiert, gelesen (auch die Grimmschen Märchen)
und gestrickt (sogar Modellpullover für ein Marburger Wollgeschäft, das sich ganz in der Nähe der Elisabethkirche befand). Mittendrin also. Und einen Wollerödel gab es damals auch in Marburg noch, vom Steinweg hoch Richtung Altstadt. Irgendwo rechts. Beide Geschäfte habe ich wie nicht anders zu erwarten auf meiner Marburg-Revival-Tour im Sommer 2015 leider nicht mehr vorgefunden.
Aber zurück zu den Socken.
Schneeweißchen und Rosenrot - die schöne Geschichte von den beiden Schwestern, vom Bärenprinzen, von Furcht und ihrer Überwindung, von Fürsorge und Schutz und auch von Winterwind und Schnee, die um die Hütte brausen und wehen - und drinnen brennt das Feuer, gibt Licht und Wärme; Schutz und Behaglichkeit; Mut und Kraft auch gegen die Furcht.

Rot und Weiß, sie stehen  für die beiden Rosenbäumchen am Eingang zum Waldhaus der Familie. 1 rotes und 1 weißes!
Meine Idee war: Zwei Schwestern, ähnlich, aber nicht gleich.
Zwei Farben: rot und weiß
Und Rosen.
Auch die Socken sind nicht identisch. Sie sind ähnlich, aber unterscheidbar, weil farblich gegengleich aufgebaut. Bund, Schaft, Fuß und Spitze sind je anders. Nur die Fersen sind fast  gleich, da streifen die beiden Farben. Aber auch hier liegen die 15 Streifen je anders vom Farbbeginn her , das Herzchen bei der Herzchenferse ist also einmal rot und einmal weiß.Und die Rosen?
Dafür habe ich mich sehr gerne bei Hilda bedient, die vor vielen Jahren einmal das
Rosenzöpfchenmuster ihrer Großmutter notiert und veröffentlicht hat. Danke.
So sind die Socken so geworden wie sie sind -ähnlich, aber nicht gleich;
rot und weiß; Flächen und Ringel; ein bisschen Rosenromantik .....
Sie liegen im Schnee und haben die Sonne angelockt...
und vertreiben vielleicht auch endlich mal diesen Bärenhusten, der mich immer noch quält.
Immerhin, der Spaziergang im Wald tut mir gut.

PS: Die Anleitung für die Babyjacke ist meine eigene, sie findet sich in der Seitenleiste rechts unten unter "Anleitungen".