Freitag, 30. November 2012

Und noch mal zwei...

.... Mützen habe ich diese Woche gestrickt, die sich heute zusammen mit einigen anderen auf den Weg in die große weite Welt gemacht haben.
Ersteinmal Tweed: Rowan Felted Tweed, gedoppelt aus zwei Grautönen mit roten Streifen;
                             Nadeln Nr. 4,5 
                             Muster: Chunkeanie, allerdings glatt rechts statt glatt links.
                             Anschlag: 84 Maschen
und die zweite Mütze:
dasselbe Muster (nur statt 1re1li - 2 re 2li)
Garn: Designergarn in hellen Jeanstönen, ebenfalls gedoppelt, Nadeln Nr. 4, 57 g
schön weich, wie die unverzwirnten Garne so sind.

Dienstag, 27. November 2012

Bei uns im Wald haben die Vogelhäuser....

Hausnummern!
Damit die Post nicht verloren geht und jede Brieftaube schnell und effizient ihr Ziel finden,
wenn, ja, wenn richtig adressiert ist: Am Waldeck, Haus Nr. 9 ..... oder so........

Aber was ist das? Wo gehört sie denn hin? Die kleine Schnee-Eule? Aus dem Nest gefallen? Verirrt?
Sich die Hausnummer nicht gemerkt?
Aber so verschreckt schaut sie gar nicht aus; eher munter und fröhlich,

so als ob sie davon fliegen wollte. Schau, sie hebt schon die Flügel.

Sie will sich auf den Weg machen... Wohin? Wer weiß....
Auf den Weg machen.... ja, es wird Zeit, denn es dauert nicht mehr lang, dann kommt der Advent...
die Menschen fangen schon an ihre Häuser zu schmücken, Geschenke zu basteln, Gutsle zu backen....
Da verlässt die kleine Eule ihren Wald und macht sich auf den Weg... Wohin? Wer weiß -
vielleicht ist sie ja eine von jenen, die ihn begleiten dürfen , ihn persönlich, den Heiligen Nikolaus.
Denn auch er kommt bald. ....

Aber sie, die kleine bunte Schwester, sie bleibt bei mir. Denn sie ist eine Haus-Eule. Einfach so.
Damit ich nicht so alleine bin.

(und ganz klein die Daten:
Schnee-Eule: www.creadoo.de; 18 g Catania von Schachenmayr
Haus-Eule: owl in two ways via ravelry; 6fach Sockengarn)

Montag, 26. November 2012

Zwei Mützen...

... habe ich gestern noch schnell fotografiert, als die Sonne noch so schön wärmte - und die Mützen absolut überflüssig waren.
Zum einen ganz schlicht und einfach:
Pudelmütze aus grauen Sockenwollresten, doppelt genommen, 84 g,
inkl. Bommel.
Für die Zweite gilt: Tweed meets Glitzer.
Auch da habe ich tief in die Restekiste gegriffen:
1 Knäuel Cinque von Lana Grossa  (53 % SW, 47 % Acryl)
gedoppelt mit einer uralt Mohair-Glitzer-Wolle von Schachenmayer,
verstrickt mit Nadeln Nr. 3,5; insgesamt verbraucht: 61 g,
einfach glatt rechts und oben abgenommen; verziert mit eine Rose, gehäkelt aus dem Mohair-Garn.
Und die ist so schön, die behalt ich selber.

Samstag, 24. November 2012

Doppelter Regenbogen

Zwei Paar ganz unterschiedliche Socken in Regenbogenfarben kann ich heute zeigen.
Erst die  4fachen aus Lana Grossa Meilenweit, Magico II Rainbow,
64 g, Kleiner Zopf an der Außenseite;
ein mollig-weiches Verlaufsgarn; ich hoffe, es hält der Belastung von Socken stand.
Dann die 6fachen:
Sockenwolle aus dem Schwarzwald, gefärbt von Britt (Pandora),
beim Schwarzwaldtreffen gekauft, gewickelt, angestrickt. Das musste einfach sein.
Die Wolle ist ein bissle dünner als die übliche 6fach Wolle, so dass sie sich mit den 3,5mm Quadro
ganz wunderbar stricken ließ.
Die Färbung einfach schön und unterschiedlich und spannend bis zur allerletzten Masche.
Verbraucht habe ich 87 g; und an jedem Schaft finden sich zwei kleine, einfache Seitenzöpfe.
Damit wünsche ich allen, die hier so fleißig lesen ein schönen erholsamen Sonntag!

Mittwoch, 21. November 2012

Blau auf letztem Gold...

Blau in vielen Schattierungen....
Masche für Masche ein Genuss.
Ein Schal wie ich ihn mag, zum Stricken und zum Tragen:
Schlicht und einfach kraus rechts mit schnellen Zunahmen, so dass ein Bogen entsteht mit langen Zipfeln....
zum Abschluss werden alle Maschen verdoppelt und eine rippige Rüsche gestrickt. Ganz einfach.
Die Anleitung heißt TGV (wie der französische Schnellzug) und ist käuflich über ravelry erhältlich.
Das Garn, federleicht und weich:
Nordlys von Viking of Norway (Sockenwollqualität 75% Sw, 25% Nylon, Farbe 927),
gestrickt mit Nadeln Nr. 3,5mm; Verbrauch: 94 g.
Wunderbare Blautöne, die ich leider nicht erfassen konnte,
Nordisches Blau, vom Nordlicht abgeschaut (wie die Garnbezeichnung sagt), Mitbringsel aus Finnland.
Wenn an Weihnachten Nachschub kommt, werde ich auch noch eine Mütze stricken, vielleicht auch Stulpen.
Blau auf letztem Gold, Vorrat für die Augen....
beim Lesen der letzten Tage bin ich an einem Gedicht hängen geblieben, mit dem ich mich zugleich bedanken
will für die lieben Kommentare der letzten Tage, für die Glück-und Genesungswünsche. Es geht aufwärts, wenn auch hustend.

Aber nun das Gedicht, erinnernd an das letzte Gold, das nun trotz all der milden Wärme am Tag doch dem Winter weicht. So will es die Natur. So ist es recht.


SPÄT im JAHR

Habt Vorrat ihr genug, ihr meine Augen,
Für einen Winter, lang und weiß und grau?
Nehmt noch dies Asternrot, dies weiche Lila,
Dies späte Gelb, dies herbstlich klare Blau,

Und nehmt den Silberglanz der großen Flüge
Des Habichts und des Eichelhähers wahr,
Und auch den Birnbaum nehmt, ein goldnes Gleichnis
Des Überschwangs vom segensreichen Jahr.

Und endlich nehmt das Lächeln und die reine
Strahlung des schönen Menschenangesichts,
Und alle Nacht wird herrlich euch erleuchtet sein
Vom farbigen Widerschein geliebten Lichts.
(Albrecht Goes, Lichtschatten Du, 1978)


Montag, 19. November 2012

Die Staade Zeit....

kommt bald. "Staade Zeit", so nennt man im Bayerischen die Adventszeit, mindestens die älteren Leute tun dies noch, erinnernd, was diese Zeit früher war und so ganz eigentlich bedeutet. Eine Zeit der Ruhe und Stille, wenn die Arbeit auf dem Feld getan ist, das Holz geschichtet; der Hof winterfest gemacht. Draußen kehrt Ruhe ein, drinnen wird das eine oder andere aufgearbeitet. Die Häuser waren klein, das Leben bescheiden, Tage und Zeiten klar gegliedert. Staade Zeit meint aber auch ein innerliches Zur-Ruhe-Kommen,
ein inneres Vorbereiten auf das, was kommt. In der evangelischen Tradition ist dies aufgegriffen in dem Feiertag, der es uns nicht wert war, erhalten zu werden; die Alternative war klar: Pfingstmontag mit all den Events und Möglichkeiten oder Buß-und Bettag. Einer musste fallen.
Buße heißt Umkehr, heißt Neu-Orientieren. Das geht nur, wenn mann oder frau zuvor zur Ruhe finden, Zeit hat, sich Zeit nimmt.... Die Generationen vor uns haben uns das vorgelebt. Recht selbstverständlich.
Wir füllen die Adventszeit anders. Ganz anders. Jagen von Event zu Event und stöhnen und jammern...
Auch bei mir war in der letzten Woche "staade Zeit". Gezwungermaßen. Aufs Sofa und ins Bett gezwungen,
viel geschlafen, oder einfach nur geruht. Ohne dabei etwas zu tun. Alle Termine abgesagt, selbst die eigene Geburtstagsfeier. Nix. Gar nix. So ist es manchmal.
Gelesen. Ideen gesammelt (was ja manchmal auch zu viel ist) und sogar ein bisschen umgesetzt,
im Vorgriff auf die "staade Zeit".
Gesehen habe ich Schönes  in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift "MeinschönesLand".
Zum Glück hat Frau Allerleisocken, auch wenn sie im Krankenstand ist, doch einiges im Vorrat.
So zum Beispiel einen heißgeliebten Pullover des Gatten, dunkelgrau, von der Art und Qualität, wie es sie leider nur für Männer gibt. Aus richtiger, echter, unverfälschter und ungemischter Wolle.
Warum eigentlich finden sich die hochwertigen Materialien für Strickwaren nur in den Männerabteilungen, bei den Frauen dagegen Polyacryl und Baumwolle für den Winter...... ?
Der Pullover wurde so lange getragen, bis die Ellbogen und das drumrum hoffnungslos mürbe und nicht mehr stopfwürdig waren! Aber ich habe ihn aufbewahrt mit der Absicht des Ver-Filzens.
Das habe ich nun getan; wobei es noch mehr Löcher gab. Einfach in der Waschmaschine im Vollwaschprogramm, 95 Grad und ein paar Handtücher mit rein.

Dann: Herzen ausgeschnitten, immer doppelt. Groß und klein. Mit der Maschine zusammen genäht,
die kleineren flach belassen, die größeren mit Wollresten nicht zu dick gestopft und fertig zugenäht.
Das ging ganz schnell. Dann ging es ans Verzieren und Probieren.
Empfehlen würde ich doppelt genommene Sockenwolle, das wirkt plastischer. Ich hatte noch einen Rest rot-dunkelgrau melierte Wolle. Damit habe ich dann die Kanten mit Langettenstich umstochen, mit Vorstich nachgezeichnet, mit Schlingstich Blüten aufgestickt oder Sterne. Einfach so, wie es gerade kam.


Auch ein schöner Tischkorb war vorhanden, Äpfel sowieso, ebenso im Heizraum ein Karton mit Kieferzapfen aus dem Badischen. Die Tannenzapfen fanden sich im Wald hinterm Haus, wurden zwei Abende vorgetrocknet und den Rest dann im Korb.

Und die Kerzen sind Geschenke. Ganz neu. Und passen. Finde ich - sehr gut dazu!


Freitag, 16. November 2012

Häkeljacken....

... das gab es schon mal, irgendwann in meiner lange verflossenen Jugend....
Und heute - werden sie wieder getragen.
Auf ein Neues:
544 g Medio von Lana Grossa (fifty:fifty Schurwolle und Polyacryl),
würde ich sonst nicht nehmen, aber es war das Originalgarn in sehr schönem Farbverlauf; und da ich vor einigen Wochen eine Jacke gekauft hatte, die sich gut anfühlte .... und auch trägt.... und wärmt... und noch weniger Naturanteil hat, habe ich es riskiert, ausnahmsweise.;

gehäkelt mit Nadeln Nr. 6; dazu ein Knopf aus meiner Sammlung
Anleitung in der neuesten Filati Magazine 44, Modell 74 gesehen in einem Schaufenster in der nächsten Stadt.
Noch Schöner als diese Blautöne finde ich allerdings das Rotgold der Kirschblätter, das in den letzten Tagen zu Boden gefallen ist... mit Moos und Stein eine wunderbare Kulisse...

auch wenn er nun kahl ist... der Baum direkt vor meinem Wohnzimmerfenster....

Dienstag, 13. November 2012

Eigentlich wollte ich ja nur....

... Geschirr einräumen -
da sah ich es blitzen und funkeln, direkt vor dem Fenster im goldenen Laub des Apfelbaumes.
Rot - Schwarz - Weiß: der Buntspecht. Immer mal wieder.... und schnell wieder weg.
Aber er wird wiederkommen. Wir kennen uns gut, er und ich.

Montag, 12. November 2012

Bilder vom Schwarzwaldstricktreffen auf dem Hilsenhof...

... gibt es hier dieses Jahr leider keine. Das Wetter war grau, es regnete, im Haus dampfte es, Stimmengewirr, Gelächter, Wollberge, Schnaps, Likör und bestes Essen. Da blieb einfach keine Zeit zum Fotografieren. Mindestens für mich.
Ich bin diesesmal mit kleinem Wollgepäck und wenig Plänen angereist. Socken halt. Dafür passt die Zeit.
Wintergeburtstage und Weihnachten stehen vor der Tür.
1 Paar Socken vom Anfang bis zur Spitze - und was habe ich geschimpft über das gar nicht handgeschmeidige Garn, dünn, labrig, löchrig.
Immerhin, die Farben sind schön:
Regia, Kaffe-Fasset-Färbung, Gr. 42, 73 g
Herbstfarben - passend zum immer mehr verwitternden Tisch.


Umso schöner und strahlender und feiner... ach ich komme ins Schwärmen .... ist das, was sich in dieser Dose befindet.
Nein, keine Handcreme - sondern MASCHENMARKIERER.
Vor Jahren habe ich von Friederike eine feine Sammlung bekommen, die ich hoch in Ehren behalte und immer gerne benutze. Immer wieder stöbere ich in der Schachtel und wähle aus, welchen ich benutzen möchte. Mich selber am Basteln zu versuchen, das habe ich mir nicht zugetraut.
Aber jetzt - jetzt kann ich es - mit Gabys lieber Hilfe.
Und das ist das Ergebnis:

Der krönende Abschluss meiner kleinen feinen Reportage über das 3. Stricktreffen auf dem Hilsenhof.
Aber halt, drei Dinge fehlen noch:
1. Das Allerwichtigste: Der Dank an Eva und Doris für all das, was ohne sie nicht möglich wäre.
2. Die wunderbare Wolle, die Britt für uns gefärbt hat (davon später mehr)
und
3. Die Meldung, dass eine nach der anderen von uns über Halsweh und andere Gebrechen klagt.
Nur gut, dass wir erst heute krank geworden sind - und nicht schon am Freitag!!!!!

Freitag, 9. November 2012

Wolle aus dem Hohen Norden...

... habe ich natürlich auch mitgebracht; recht bescheiden allerdings, ist das häusliche Lager doch reichlich gefüllt. Und außerdem freue ich mich auf Britts schöne Wolle, die sie mit in den Schwarzwald bringt.
Der erste Knäuel ist verstrickt, ging ganz schnell... Nachrichten, Donnerstagskrimi... und noch ein bisschen mehr - und siehe da:
die Pudelmütze ist fertig. Genauso wie ich sie im Wollgeschäft in Turku gesehen (und die Maschen abgezählt)
habe:

Die Wolle ist ein "skandinavisches" Produkt (allerdings auch hier: "made in China")
Viking of Norway, "ODIN superwash"; wunderbar leuchten Farben, die an die Schattierungen des Nordlichtes erinnern.
LL. 150m/100g; reine Schurwolle superwash; gestrickt mit den Nadelspiel Nr. 5,5mm; 82 g.
Ein angenehmes Dochtgarn, recht gleichmäßig, keine Knoten, schön zum Stricken und vor allem schön einfach:

Ich habe 84 M angeschlagen, über 9inch Länge 2re2li Rippen gestrickt und dann abgenommen wie folgt:
1. Runde: 2re, 2lizusammen
fünfmal drüberstricken
2. Runde: 2rezsm, 1 li
dreimal drüberstricken
3. Runde: 2rezsm, 2li zsm
4. Runde. 2 re zsm;
den Rest auffädeln, zusammenziehen, vernähen. Tragbar mit und ohne Umschlag.



Donnerstag, 8. November 2012

Im Hohen Norden...

... in West-Finnland beim großen Kind; da war ich übers das verlängerte Allerheiligen-Wochenende.
Der viele Schnee, den es dort schon gegeben hatte, war zwar weg; mit ihm aber auch das letzte bunte Laub.
Das Land zeigte sich schon durchaus winterlich-karg und winterlich-grau; da oben im Hohen Norden.
Am Samstag hatten wir Glück. Der Wetterbericht kündigte keinen Regen an, vielleicht sogar Sonne und die Temperaturen im mäßigen Plusbereich. Ideal also, um rauszufahren. Mit dem Bus; denn der öffentliche Verkehr funktioniert dort sehr, sehr gut. Auch am Feiertag; denn Allerheiligen ist dort am 3.11. - und ganz offensichtlich sehr hoch geachtet, denn alle Läden bleiben zu ( anders als am Sonntag!).
Naantali - ein kleines Städtchen draußen am Rand des Schärengartens (... den ich gerne im Sommer besuchen würde...), im Sommer voller Touristen, jetzt still und leer;
... der Blick geht weit ...
....oder wird festgehalten von Schwänen, die ruhig ihre Bahnen ziehen. Entschleunigung!
Wie gut tut das! Wie nötig ist das! Und wie selten!
Am Montag dagegen, vor unserer Abreise, da sah es am Fluss in Turku so aus; nebelgrau:
Die Nächte sind schon lang, dort oben im Hohen Norden. So konnte ich auch ein bisschen stricken und häkeln....
die Socken blieben gleich dort, wo sie produziert wurden... denn die Tage werden wohl schon noch kalt und kälter...
Gr. 39, Regia 6fach Nautic in blau, 95 g, Nadeln Nr. 3,5
die Mütze durfte mit nach Hause und eine zweite kam dort dazu:
100 und 102 g Boston color, Nadel Nr. 7, feste Maschen, nach bewährter Anleitung.
Und morgen geht es schon weiter... in den Schwarzwald... zum Schwarzwaldtreffen....