Sonntag, 7. Juli 2019

Am Samstag und am Sonntag....

... aber auch unter der Woche genieße ich es,
wenn Sommer ist und Himbeerzeit. Dann pflücke ich die Himbeeren in aller Frühe frühstücksfrisch im Garten. Am Wochenende darf es dann auch etwas üppiger sein, mit Quark, Banane und alsKrönung: Mandelscheibchen! Das war gestern - und nachher wieder!
Nachreichen möchte ich noch diesen Strauß - auch wenn es kein Sonntagsstrauß ist und war und auch wenn er mittlerweile schon verwelkt ist.
Vor knapp zwei Wochen, Montagabend viertel vor sechs, kam die erlösende und frohe Nachricht:
Meisterprüfung bestanden. Nach einem langen, anstrengenden  Dreivierteljahr Schule, nach viel Fleiß und Einsatz und Engagement nicht nur für sich, sondern auch für die Meisterklasse.
Da bin ich noch schnell in die örtliche Gärtnerei und habe kurz vor Ladenschluss diesen schönen Strauß bekommen. Drei elegante Rosen mit viel Frauenmantel, dem schönen Sommerkraut.
Am Abend konnte ich dem Herrn Meister persönlich gratulieren, ein bisschen feiern und den Strauß überreichen - mit dem er gar nicht gerechnet hat.
Master und Meister, klingt gar nicht so sehr verschieden. Den Strauß zum Masterabschluss habe ich letztes Jahr gezeigt. Wenn nur in unserem Land nicht nur das Studium verherrlicht, sondern auch die Ausbildungsberufe stärker anerkannt würden, bis hinein in die jeweiligen Abschlüsse... Da ist noch viel zu tun. Aber wir, wir freuen uns über beides. Sehr.

Auch dieser kleine Gartenstrauß gehört zur Woche.
Damit haben wir Abschied genommen von einem alten Freund, hochbetagt, nach einem erfüllten Leben. Ein sehr schöner Gottesdienst, wie er es sich gewünscht hat: Verkündigung. Osterbotschaft. Hoffnung.
Er sieht nun, was er geglaubt hat und ist uns darin voraus.

Sonntag, 30. Juni 2019

Ein Sommerkleid....

... das wollte ich schon so lange nähen...
aber irgendwas anderes war immer...
Da sind ja auch noch meine Waxprints aus Ghana und  der eine und andere schöne Stoff.
Immer wieder blättere ich in alten Schnittmusterheften, überlege, verwerfe.
Schnitte aus den Musterbögen herauskopieren, mochte ich noch nie.Da bin ich immer froh, wenn es erledigt ist  Die Kleberei der pdfs..., nun ja.
So habe ich mich in den Pfingstferien erst mal eingenäht,
mit einem ganz einfachen, ausgestellten Rock. Den Schnitt gab es als Fertigschnitt in einem uralten Heft. Den zeige ich demnächst.
Aber nun  das Kleid -
 
Basis ist das Kleid Nr. 4 von Rosa P. Ich hatte zwar schon gelesen, dass ihre Schnitte eher großzügig ausfallen, aber zur Vorsicht habe ich in XL zugeschnitten, 4 Nähte mit dem Heftstich runtergerattert und
schnell erkannt, dass das zu weit und auch im Schulterbereich zu groß ist.
So habe das Kleid  komplett auseinandergetrennt, den Schnitt verkleinert und angepasst,
von oben nach unten.Schulter verschmälert, dazu auch in der Höhe noch etwas weggenommen;
den Ausschnitt tiefer geschnitten; im Sommer mag ich es gerne etwas luftiger und trage auch sehr gerne Ketten -
so wie diese kleinen feinen Bernsteinsternchen, die perfekt zum Stoff passen.
Die Nahttaschen ließen sich problemlos einnähen. Vom Armansatz zu den Taschen habe ich Weite wegge-
nommen; den Ausschnitt sauber belegt, gewendet, auf der Nahtzugabe angenäht und sauber gebügelt.
Problematisch waren die Ärmel. Der Schnitt bietet einen langen und einen kurzen Ärmel - oder gar keinen,
so dass das Kleid im Armbereich einfach überschnitten ist.
 
Da ich beim Kleinerschneiden etwas viel Stoff weggenommen hatte, schien das Einschlagen und Absteppen schwierig. Daher setze ich den kurzen Ärmel auf einer Seite ein - gefiel weder mir noch dem Gatten; die nochmal deutlich verkürzte Version gefiel mir besser, dem Gatten immer noch nicht.
Einfassen mit Schrägband war zu wulstig - schließlich versuchte ich mich noch einmal mit akkurat eingebügeltem und sorgfältig gesteckten und gehefteten Einschlag - und siehe da, es funktioniert.
 
Der Saum war dann ein Klacks. Fertig war ein schönes weites Kleid, das ich aber doch etwas mehr auf Figur bringen wollte; zur Probe mit einem kleinen Gürtel. Heute früh nach dem Schwimmen habe ich dann das bereits seit Tagen wartende zugeschnittene Bindeband genäht, gewendet, abgesteppt, das Kleid angezogen, und siehe da, es passt, sitzt, ist luftig und trägt sich sehr gut. Auch bei 34 Grad!
Mit und ohne Hut, im Garten,
auf der Wiese..
 in diesem Sommer, der wohl ein richtiger Kleidersommer werden will.
Schön, dass es wieder Kleider getragen werden. In den letzten Jahren habe ich auch das eine und andere Kleid der kaum vorhandenen Sammlung zugefügt. Kleider gehen immer, selbst beim Heuen habe ich sie dieses Jahr schon getragen....
Genäht ist das Kleid aus einem Baumwollstoff von Free Spirit. Vergrößern zeigt, wie schön der Stoff ist.

Samstag, 15. Juni 2019

Nicht satt sehen...

... kann ich mich an diesem kleinen Strauß.
Deshalb steht er auch dort, wo gegessen, getrunken (gekühltes Sauerwasser mit einem Spritzer Holunderblütensirup) und gelebt wird - auf dem Esstisch.

Nur zum Fotografieren durfte er kurz aufs Klavier.
Abends hole ich ihn dann auf den Wohnzimmertisch, immer im Blick.

3 zartrosafarbene Pfingstrosen. Diese Pflanze habe ich vor vielen Jahren selber gepflanzt.
Alle anderen Pfingstrosen, sowohl die Bauernpfingstrosen als auch die kräftig rosafarben hatten die Schwiegereltern oder gar schon die Schwiegergroßeltern gepflanzt:
Heimatvertriebene aus dem heutigen Polen, die  sich Ende der 50er Jahre hier im kleinen schwäbischen Dorf mit viel Arbeit und Sparen  den kleine Wohlstand mit Haus und Garten und Acker vor dem Dorf, mit Hasen, Ziegen und Gemüse erarbeitet haben. Nicht ahnend unter welchem Verkehrslärm wir heute leiden, mit der offenen Front und dem schönen Garten zur Straße.
Alle, die kurz hinter dem Ortsschild meinen immer noch 70 (und mehr) fahren zu müssen, sollten doch mal drandenken, dass auch hier Menschen leben.
Der Verkehr verleidet mir den Garten, so schön er ist, von Jahr zu Jahr mehr.
Tempo 30 - auch auf den Ortsdurchfahrten! Ich wäre sofort dafür ( und das als eine, die seit vielen Jahren knapp 30 km einfache Strecke zur Arbeit pendelt, auch heute noch nicht nur ausgebaute Bundesstraße.)
Aber wie gesagt, liebe Bewohnerinnen und Bewohner, der ruhigen Wohngebiete - denkt beim Fahren auf den Ortsdurchfahrten auch mal an die, die da wohnen... )
Aber ich bin abgewichen und komme zurück zu dem, was den Garten schön macht - hier und heute den kleinen schnellgepflückten Strauß!
Diesen verlinke ich zu Helgas Freitagsblumen und mache mich nun auf zur samstäglichen Gartenarbeit.
Wild sieht der Garten  aus, einigen Ecken müssen wir heute kräftig auf den Leib rücken... Das Mutterkraut mit seinen feinen weißen Blüten wandert durch den Garten, mal hier in großem Stock, mal dort in kleinen Zweigen durch den Rhabarber lugend; es sät sich selber aus und kommt und geht. Der Garten darf ein bisschen "schaukeln".....

Donnerstag, 13. Juni 2019

Die Hälfte der Blöcke...

... für den Skillbuilder ist fertig.
Monat für Monat erscheint eine neue Anleitung, diesesmal von Katharina auf ihrem schönen Block
greenfietsen. Auch für die, die nicht mitnähen, lohnt sich das Anschauen ihrer schönen Anleitung und der feinen Stoffauswahl.
Die Farben habe ich etwas ungeschickt verteilt, ansonsten aber bin ich sehr zufrieden und konnte diesen Monat schon in den allerersten Tagen die Blöcke nähen.
Nun bin ich sehr gespannt auf den Juli. Dann startet die zweite Runde, wieder mit einem großen Block.
Für die Ferien hatte ich mir vorgenommen, den 2018-Quilt, den RowbyRow endlich mit Füllung und Rückwand zu versehen und zu quilten. Wenigstens einen Anfang würde ich gerne machen.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Ganz viel Gemüse...

... passt auf diesen Flammkuchen.
Das Rezept für den sehr dünnen Boden stammt von Micha, die mich mit ihrem Blog immer wieder inspiriert.
Für ein großes Blech habe ich den Belag etwas hochgerechnet und nun schon zweimal verwendet.
Das erstemal habe ich den Teig zwei Stunden im Kühlschrank gelagert; gestern nur etwa 1 Stunde in der zugedeckten Schüssel bei kühler Zimmertemperatur ruhen lassen.
Beides mal ließ er sich sehr gut und sehr dünn auswellen. Nach längerer Ruhezeit war er etwas härter und fester, gleichwohl aber sehr geschmeidig.

Der Teig wird zunächst dünn eingestrichen, Creme fraiche, Schmand, Frischkäse, Quark.... was auch immer oder was eben im Hause ist.
Das gilt auch für den Belag. So sah das beim ersten Versuch aus.
 Das letzte Stück, das dann schnittchenweise vom Holzbrett in der Küche vervespert wurde...
Belegt mit einem Rest eines festen Brie. Auch Hartkäse kann gut verwendet werden. Resteküche!
Gestern hätte ich gerne den einen oder anderen Waldpilz draufgehobelt. Im Wald allerdings fand sich noch nichts Essbares und auch sonst nicht viel. Auch wenn das Wetter passen würde.
Gerne hätte ich ja den einen und anderen Waldpilz draufgehobelt. Im Wald allerdings fand sich noch nichts Essbares und auch sonst noch nicht viel. Auch wenn das Wetter passen würde.

Im Hochbeet gab es Rucola und Zwiebelröhrchen; im Keller noch 1 Bund Grünspargel, der dringend
verarbeitet werden musste; zwei große Tomate in dünnen Scheiben. . Zum Drüberbröseln dann noch etwas Ziegenfeta mit Kräutern, Salz und Pfeffer - und der Clou - im letzten Sommer in Olivenöl eingelegte getrocknete Tomaten...
die geben dem Ganzen die besondere Würze und den besonderen Geschmack. Gut, dass ich noch zwei Gläser im Kühlschrank habe... eine Ahnung von Sommer in diesen feuchten und kühlen Pfingsttagen.... Morgen zeige ich dann Genähtes... und nütze heute den kühlen Regenferientag für Arbeit am Schreibtisch,
Abiturvorbereitung und so...

Dienstag, 11. Juni 2019

Den Pfingststrauß ...

.... will ich gerne nachreichen.
Abraham Darby, die schöne englische Rose,
die in diesem milden Winter gut und buschig wie noch nie ausgetrieben hat,
dazu eine rote Bauernpfingstrose und zwei große Blüten der rosa  Pfingstrose, etwas Mutterkraut und
die blaue Krugvase, zu der ich gerne greife.

Donnerstag, 30. Mai 2019

An dieser Häkeldecke...

 (Achtung Markennennung eines Garns - unbeauftragte "Werbung"


.... habe ich lange gehäkelt. 
 900g Garn mit 3,5mm, das braucht auch häkelnderweise seine Zeit.
Begonnen habe ich diese Decke schon vor Jahren; ich meine, es war beim letzten Backnanger Wollfest, als ich die ersten Einzelteile im Zug nach Backnang häkelte.
Und wie es so ist, habe ich die Arbeit  immer wieder mal, zwischendurch, weggelegt, "vergessen"...
Beim großen Aufräumen in den Faschingsferien kamen sie mir wieder unter die Augen, die Tasche mit den fertigen Grannies und die Tüte mit dem Garn -
Alanda von Schachenmayr, so alt, dass es nicht mal bei ravelry in der Datenbank ist - in senfgelb, das ich sehr mag und so selten verstricke, weil es mir nicht steht.
Ich habe nun in der Mitte 12 Einzelteile (mit je 11 Reihen im Quadrat) zusammengenäht (3mal4), weil ich keine quadratische Decke wollte. Ganz zufrieden bin ich nicht, mindestens optisch erscheint mir die Decke etwas schmal.... Anschließend habe ich dann alles im selben Muster umhäkelt Reihe für Reihe; Runde um Runde. 50 Gramm haben am Ende für  knapp zwei Umrundungen gereicht. Ganz am Ende, da wurde es dann, wie so oft, sehr spannend... und ja, es hat gereicht. 25 cm Garn blieben übrig. Ich hatte schon überlegt, im Notfall noch die Fadenreste vom Vernähen der Einzelteile, die zum Teil recht lang waren, für die letzten Zentimeter der letzten Runde zu verwenden..
Nun, es hat  gereicht. Gerade so (und ich überlege immer noch, ob sich da doch nicht irgendwo 1 oder 2 Knäuel versteckt haben.. müsste es nicht 1 Kilo Garn sein?) Sei es drum. Es passt und passt auch hier, das senfgelb zum frischen Grün des Sommerjasmins
 und zum Moos im hohen Stamm des Walnussbaumes.

Falls doch noch Garn auftaucht - ja, dann knüpfe ich einfach an und häkele noch die eine und die andere Runde. Das ist der Vorteil des Häkelns. Kein Abketteln!

Sonntag, 26. Mai 2019

Was hier derartig strömt und braust....

... ist kein mächtiger und wilder Gebirgsfluss, sondern unsere gute, an sich brave Fils.
Aber auch sie kann sich wild gebärden, dann, wenn Wasser von oben in Mengen kommt, Regen auf der Alb und im Tal. Fotografiert habe ich das Hochwasser am vergangenen Mittwoch  in aller Frühe, als es auch um obwohl der Regen aufgehört hatte.
Ihr seht den Filswasserfall; ein kleiner Wasserfall im felsigen Bett der Fils; in Geislingen-Altenstadt, Die Brücke direkt hinter dem Michelberg-Gymnasium, das ist ein Ort, den ich zu jeder Jahreszeit sehr mag.

Auch nach dem Wasserfall und der Brücke zeigt die Fils  ihre Wucht und Macht. 
Meist füllt das Wasser die Breite des Flussbettes bei weitem nicht aus; die Kiesinseln sind nur selten vom Wasser überspült; am ausgespülten Ufer sind Baumwurzeln  hoch über dem Boden zu sehen.
Nun ist alles gut gefüllt und überfüllt, auch ein kleiner Seitenbach hatte sich gebildet.

PS: Wer gerne mal vergleichen will, wie "Hochwasser" sonst aussieht,
kann hier nachlesen. Auch das eine und andere über die Fils.

Samstag, 25. Mai 2019

Priscilla...

 Achtung Werbung - Nennen einer Anleitungsquelle, die kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

.. heißt der Mai-Block des 6Köpfe12Blöcke-Quiltalongs,
den Dorthe entworfen und mit einer sehr guten Anleitung versehen hat. 
Herzlichen Dank dafür! 
Nähen auf Papier - das schreckt mich immer ein bissle, ist aber letztlich ganz einfach (wenn es auch durchaus ordentlich Stoff verbraucht... Abfall und ein wenig für die Restekiste.

Prisicilla- mit diesem Namen erinnert das Maimuster an eine der allerersten Christen in einer der frühsten
christlichen Gemeinden. Sie war Gemeindeleiterin und Missionarin.
Warum Quiltmuster nach ihr benannt sind?
Da muss ich mich noch genauer informieren.

Weil in Rückmeldungen zu Blogbeiträgen durchaus Interesse an anderen Themen als nur den kreativen
erkennbar ist, werde ich, sobald ich ein bisschen mehr Zeit und Luft habe, einen kleinen Artikel eben
zu dem schreiben, für das Priscilla und ihr Name steht, zu den Frauen in den frühen Gemeinden.
Der Block allerdings ist schon fertig. Die Details gingen sehr gut zu nähen. Alles passte und funktionierte
tadellos. Die Tücken allerdings zeigten sich am Ende. Beim Trimmen stellte sich raus, dass ein Teil etwas zu knapp in der nötigen Breite geworden ist. Das habe ich durch eine z.T. sehr schmale Naht ausgeglichen -
und die Spitzen passen auch nicht ganz exakt zusammen, trotz mehrere Versuche.
Allerdings - " das quiltet sich dann weg".

Die Farben? Passen zum Mai und seinem Flieder.... und zur Kirchenfarbe, auch wenn deren Violett deutlich kräftiger ist .... passen sie auch zu Prisicilla!

Dienstag, 21. Mai 2019

Die letzten 5 Äpfel...

... der diesjährigen Ernte, rote, sehr spät reifende und gut zu lagernde kleine Glockenäpfel.
Kaum runzlig und innen fest.
Sie haben mein Frühstück bereichert, die Äpfel, die Birnen, das Beerenobst.
Nun heißt es warten ...
auf das Geschenk des Reifen und Erntens...
Nicht alles liegt in unserer Hand.

Montag, 20. Mai 2019

Wird hier noch gestrickt?

 Markennennung und Verlinkung zur Anleitung - also: Achtung Werbung!

Ja, es wird, aber es gab nichts zu zeigen.
So ist das bei großen Strickstücken. Da braucht auch Frau Allerleisocken manchmal so ihre 4 Wochen,
zumal, wenn es auch sonst sehr viel zu tun gibt, im Haus und ums Haus herum, am Schreibtisch und außer Haus.
Dancing Girl - ich durfte den neuesten Entwurf von Jutta (HintermStein) in ihrer ravelry-Gruppe testen.
(Link folgt unten)

Da ich zuvor den von ihr entworfenen Summersquare fertiggestrickt hatte, bin ich den Testerinnen, die sofort begonnen hatten, etwas hinterhergehinkt; kannte aber Juttas Weise die Schulter zu gestalten schon.
Der Pullover kommt fast ohne Nähte aus, beginnt von oben, bei den weit überschnittenen Schultern.

Da der Rowan Felted Tweed laut Angabe und meiner Maschenprobe genau zu Juttas Vorschlag passte,
wollte ich  gerne Teile meiner großen Sammlung  dieses Garns verwenden und  hätte auch ausreichend Garn
1 Farbe für diesen Pullover gehabt, allerdings in unterschiedlichen Partien/Farbbädern. So musste ich mir etwas überlegen.
Der obere Teil ist aus 3 Knäueln derselben Partie gestrickt,
dann folgen je 1 Knäuel 1 Partie, abgegrenzt durch eine Knötchenreihe in Kontratfarbe, mosaikgestrickt.
Die feinen Farbunterschiede zwischen den Partien sind damit im Übergang überhaupt nicht erkennbar.

Die angestrickten Ärmel habe ich in einer weiteren Kontrastfarbe gestrickt und unten in den Bündchen mit der Hauptfarbe abgeschlossen.
360 g  wiegt das fertige Stück in Größe L ( weit und überschnitten,
der Rowan Felted Tweed hat eine sehr lange Läuflänge. 

Dancing Girls - die tauchen oben in der Schulter auf, als Mosaikeinstrickmuster, eine Technik, die ich
ganz neu ausprobiert habe und die mir gut gefällt.
Die Dancing Girls - die sind der Clou und die besondere Zierde dieses Pullovers,
zumal wenn er einfarbig gestrickt wird.
Ich danke Jutta sehr herzlich für diesen Entwurf und die Möglichkeit zum Test. Die Anleitung ist klar und gut verständlich und sehr ausführlich.
Ich verlinke sie daher hier gerne. 

Sonntag, 19. Mai 2019

Taubergießen - Teil 2: Schwanenweiß und grün


Ein Auenwald im Mai, Wolken, Sonne, Licht, Frühlingsgrün...
auch das findet sich im Taubergießen.
Wir sind weitergewandert, von den Orchideenwiesen geradeaus nach Westen, Richtung Rhein,
Richtung Frankreich.
Über einen kleinen Hochwasserdamm kommt man in den Auenwald. Im Sommer ist da wohl eine rechte Mückenplage, jetzt war die perfekte Jahreszeit zum  Gehen, Schauen, Fotografieren.



 Immer wieder überquerten wir die Wasserarme des Altrheins, sei es über eine Furt, 
sei es über Brücken.
Immer wieder der Blick aufs Wasser und seine Spiegelbilder;
aufs Wasser, wie es sich bewegt
und was sich auf ihm bewegt und seinen Weg sucht -  wie der einsame Schwan, der ins Bild schwamm und es schnell wieder verließ, dem anderen Wasserarm folgend....


Schließlich gelangten wir über den Auwald zum Rhein. Drüben in Frankreich setzt sich der Auwald fort.
Und dann, ja dann, dann sahen wir  sie: gut 50 Schwäne. Ich habe sie gezählt.
Wir trauten uns vorsichtig gehend auf dem Uferweg weiter, beobachteten, fotografierten,
wie sie das schwammen, scheinbar wirr und doch geordnet,
stromaufwärts gegen die Strömung und den Wind,
suchend, fressend -
und dann ließen sie sich zurücktreiben. Einfach so. Mühelos...
um sich wieder so sammeln und das Wasserspiel erneut zu beginnen.... die Junggesellen...
Einen brütenden Schwan auf einem riesigen Nest, den oder die haben wir auch gesehen, durch das Schilf hindurch....
Erfüllt mit Bildern, den inneren und denen auf unseren Kameras gingen wir zurück zum Auto,
was auch gut war, denn mit mächtigen schwarzen Wolken näherten sich die angekündigten Gewitter von
Frankreich her. Die Vogesen, die wir am morgen bei klarster Sicht mit ihren Schneehauben bewunderten hatten,  waren verborgen. Es regnete, so dass wir dann zum gemütlichen Teil des Wochenendes übergehen konnten, mit Wolle und Nadeln auf dem Sofa, 2 ganz alte und miteinander älter gewordene Freundinnen.
Auch das ist ein Geschenk.