Freitag, 21. August 2026

Dieser Himmel...

 ... über der Alb! So weit und offen - und die Wolken so nah!

Ausgespannt wie ein Tuch!

Gestern Abend beim Abendsegen in der Cäcilienkirche (unsere Abendgottesdienstreihe während der Sommerferien, seit 34 Jahren, als ich als junge Kurseelsorgerin auf Wangerooge diese Gottesdienstform kennen-und schätzen gelernt habe)  haben wir gemeinsam im Kreis sitzend Teile des 104 Psalmes gebetet. Des Wassers wegen, denn dieses Jahr suchen wir Texte zum Wasser aus.

In diesem Post allerdings stehen Wolken und Wind im Mittelpunkt. Der Himmel so nah und weit gespannt... man meint tatsächlich, auf der Alb sei man/frau dem Himmel näher.  

Beim Lesen habe ich dann beschlossen, diesen Post zu schreiben, diese Bilder zu zeigen. Der Wolken und dieses besonderen Lichtes wegen. 

Der 104. Psalm ist ein Psalm der Bilder. Ein langer Psalm.

Ich schreibe hier nur die ersten Verse, nach der Luther-Übersetzung 2017. 

"Lobe den HERRN, meine Seele!                              HERR, mein Gott, du bist sehr groß; in Hoheit und Pracht bist du gekleidet. 

2 Licht ist dein Kleid, das du anhast. Du breitest den Himmel aus wie ein Zelt; 

3 du baust deine Gemächer über den Wassern. Du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und kommst daher auf den Fittichen des Windes, 

4 der du machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern; 

5 der du das Erdreich gegründet hast auf festen Boden, dass es nicht wankt immer und ewiglich....

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern Momente, in denen ihr den warmen leichten Sommerwind spürt und Zeit haben, den Wolken nachzusehen...

..

 

Donnerstag, 20. August 2026

Auf der Südwestalb

 In diesem und den nächsten Post nehme ich euch mit auf die Südwestalb. Wir waren dort Anfang August,  auch um der Hitze im Tal zu entfliehen. 5 Grad weniger.



So schön die Wanderungen waren (früh raus, gegen Mittag wieder in die kühle Wohnung), so sehr hat uns doch erschreckt, wie die Natur leidet. Die Alb ist eine wasserarme Region. Die Böden der Alb sind wasserdurchlässig, entsprechend ausgebrannt sind Wiesen und Bäume. 

Sehr eindrücklich war dies bereits am ersten Tag, als wir auf das Tieringer Hörnle wanderten, direkt von unserer Wohnung aus über den Wald hoch auf die Hochfläche.

Das weite, offene Land fasziniert mich immer wieder. Ich mag diese Heiden, fast eben, und vorne dann der Trauf mit seinen Felsen und Steilhängen.


An vielen Felsen steht ein Bänkle und der Blick schweift weit hinaus in die Ebene, ins Tal, sofern es klar ist.

Wir sind dann am Trauf entlang weitergegangen, rüber Richtung Lochenpass und Lochenstein.

Am Lochenstein sind wir auf den Resten der alten Burgbefestigung bei größter Mittagshitze hoch - um  wieder auf einer schönen Hochebene und Heide  zu verschnaufen. Die Archäologen der Uni Tübingen graben dort seit vielen Jahren. Bronzeit. Eisenzeit. 

Aber vom Lochenstein habe ich leider keine Bilder. Wir haben dann zum Glück an der Bushaltestelle den stündlich fahrenden Bus noch erwischt, der uns dann schnell ins Tal nach Tieringen brachte. 

 

Hier nochmal ein Bild vom Tieringer Hörnle, fotografiert von einem anderen Vorsprung am Trauf gegenüber. Auf der Heide selber sind die Felsen oft kaum erkennbar, erst vom Gegenhang aus erkennt man ihre Größe. 

Mittwoch, 19. August 2026

Tallinn oder Mittelmeer...

 ... das ist hier die Frage! 

Tallinn mag ich sehr, die hier bunt gestalteten Türme bei Nacht 

und am Tag.

Schaut, wie die Fahnen und Fähnlein winken! Komm! 

Das Mittelmeer mag ich auch. 

In Tallinn war ich 3mal, am Mittelmeer - wenn ich mich recht erinnere - 4mal. 

Begeistert haben mich in Tallinn tatsächlich die Türme. Unter dem Label "Estland" findet sich hier das eine oder andere. 


"Tallinn" war eine der ersten Stoffserien, die ich mir gekauft habe. Von Jessica Swift entworfen. Ihr Stil gefällt mir immer noch sehr; auch die Tapferkeit, mit der sie ihre persönliches Schicksal annehmen konnte - und meinen "Tallinn"-Quilt liebe ich. Im Sommer mein Schlafquilt. 

Ein bisschen Stoff blieb übrig; manche Kleinteile sind in dieses und jenes Projekt eingefügt - und eine Tallinn-Tasche durfte nicht fehlen. 

Auch der Mittelmeerstoff ist ein Lieblingsstoff, ebenfalls von Art Gallery, ich meine designt von Katharina Roccella. Da habe ich eine Boxy-Tasche genäht und verschenkt. Und leider den Stoff auch zum Teil verschnitten. Ein größeres Stück habe ich noch, evtl. für ein Wandbild. Aus zwei kleinen Stücken hat es noch ein kleines Täschchen gereicht. Immerhin. 

Das Mittelmeertäschchen bleibt bei mir, die Tallinn-Tasche darf reisen. 


 

Dienstag, 18. August 2026

2 Kissen und eine Tasche...

 ... habe ich nach unserer Reise genäht. So peu a peu!

 
Praktischer Weise hatte ich noch einen Geschenkgutschein für einen Einkauf im Stoff-Outlet auf der Zollernalb. "Hamburger Liebe".
(So heißt das Label, auch auf den Bildern erkennbar). Falls das als Werbung gilt, dann sei es so. Ich beschreibe und zeige den Stoff und was ich daraus gemacht habe, unaufgefordert, persönlich, unbezahlt. Also keine Werbung im eigentlichen Sinne. 

Zusammengefasst: Ich habe nur wenig gekauft. Mein Stofflager ist groß, Shirts und andere Kleidung nähe ich nur selten.  Aber - auf eine schöne und auch bunte Auswahl an Canvas - Stoffen habe ich mich gefreut.  Ein bisschen dies, ein bisschen das - für ein Täschchen oder so. 

Ganz unten im Regal lagen die Canvas-Stoffe. Eulen mag ich, habe aber lange überlegt, was ich tatsächlich daraus nähen kann/will. 30 cm - das gibt dann wohl auch eine kleine Tasche!

Nicht lange überlegt habe ich beim 60cm Stoffrest in Türkistönen. Das Projekt ergab sich von selbst - Sofakissen für das graue Sofa, ein schöner, sommerlicher Farbakzent! Blau! Türkis! 

Der Stoff ist fast komplett vernäht - 2 Sofakissen unterschiedlicher Größe und mit Reissverschluss auf der Rückseite. Und noch eine kleine Tasche. 

Damit die Tasche so werden konnte, wie ich wollte, musste ich allerdings beim kleineren Kissen ein bisschen tricksen und die fehlenden Zentimeter in der Breite separat (und andersrum) zuschneiden und seitlich annähen. Aber alles sieht gut aus und gefällt mir. 

 Nicht mit dem Stoff sparen konnte und wollte ich an der Tasche, denn - da war die Bordüre, die offensichtlich immer am Hamburger Liebe Canvas seitlich aufgedruckt ist, passend zu den Farben und Mustern und Themen des Stoffes.  

Die Randbordüre gefällt mir ausnehmend gut. Die Bordüre war der Stofflänge entsprechend 60 cm lang, der Stoff insgesamt schön breit, so dass ich noch ein bisschen vom eigentlichen Stoff zur Bordüre zugegeben habe und damit  letztlich eine durchaus schöne und nichrt gar zu kleine Tasche nähen konnte - für ein kleines Mitnahme-Strickzeug, ein Taschenbuch, für Notizbuch und Mäppchen - oder mein feines luftiges Sommerkleid. 

Letzteres verpacke ich, wenn es mit auf Reisen darf,  immer gefaltet in eine kleine Tasche. Auch auf der Reise auf die heiße Alb. 

Ich mag die netten Akzente auf der Bordüre,  die Labels, die Sprüche, die kleinen, feinen Zeichnungen. So wie dieses feine Blatt.

In Summa: 90 cm Stoff vom Ballen. Canvas. 

 Aber das war es noch nicht. Im Ladengeschäft ergab sich ein nettes Gespräch mit der Verkäuferin, ein bisschen Fachsimpeln hier und da und von mir aus die Bitte um Beratung ... Sie meinte dann, für einen Geschenkgutschein hätte sie auch noch was ganz Besonderes. Genau das habe ich dann auch in die große Papiertüte gepackt, zu den beiden kleinen Canvas-Stoffen. Das zeige ich aber erst in einigen Monaten, so Richtung Winter, Advent, Weihnachten. 

Die Verkäuferin bot mir dann noch eine schöne große Papiertüte an und packte meine 3 Schätzchen ein.Der Gatte meinte dann, ob ich wirklich so eine große Papiertüte für die kleine Stoffmenge brauchen würde? 

Die  Verkäuferin und ich waren uns dann einig, ja, das brauche ich und zwar des schönen Aufdrucks wegen!

Und während ich diesen Post überarbeitet habe, fällt einn wunderbarer sanfter Regen, draußen auf Land, Wald und Flur und am Haus auf das Dachfenster meines Zimmers. Welch ein Segen! Not-wendig. Selbst im Wald sind die Tümpel fast ausgetrocknet.


 

Montag, 17. August 2026

Eine Reise in den Süden...

...haben wir tatsächlich gemacht, auch wenn die Reise recht kurz war und wir nur wenige Landkreise weiter zogen. Esslingen, Tübingen, Balingen. Auf die Südwestalb bzw. Zollernalb. Nach Tieringen. Davon berichte ich dann in einem der  nächsten Posts (demnächst) genauer.

Der großen Hitze am Anfang des Monats wollten wir entfliehen, ein paar Grad weniger waren es tatsächlich. Der Höhe gedankt! Immerhin 500 Höhenmeter höher als zuhause. 

Wir haben 3 schöne Wanderungen gemacht, früh los, mittags in die kühle Ferienwohnung  oder an den See. 

Nur einige Kilometer weiter und mindestens 100 Höhenmeter niedriger wohnen Freunde. Mit ihnen haben wir uns getroffen, gelacht, geredet, gut gegessen. Sie sind auf die Alb zurückgekehrt, wohnen nur noch halb so weit weg von uns wie früher - und reisen gerne. In den Süden. Mit einem Campingbus. Süden, die bald ansteht, habe ich den beiden diese Schürze geschenkt. Sie werden sie beide benutzen, haben sie gemeint.  

Den Stoff habe ich schon vor längerer Zeit gekauft. Und zwar tatsächlich mit der Absicht, daraus eine Küchenschürze für die Campingbusfreunde zu nähen. 

Den Schürzenschnitt habe ich mir vor vielen Jahren von einer gekauften Schürze abgezeichnet, auf schönes festes dickes Papier und immer wieder mal eine Schürze aus Canvas oder ähnlichem Stoff genäht. 

Da der Stoff 150 cm breit ist, dachte ich, dass er für zwei Schürzen reicht, aber es ist doch etwas knapp, weil der Druck nicht ganz gerade sitzt. Aber vielleicht - wenn ich sparsam einfalte oder evtl. einen farblich halbwegs passenden Stoff für die Schürzenbändel finde. Wir werden sehen.  

Oder ich folge Marions Anregung ... und nähe ganz entspannt Platzsets für den Gartentisch und die im Moment fast täglichen Gartenfrühstücke. 

Mittwoch, 12. August 2026

Montag, 27. Juli 2026

Pink!

 ...mag ich durchaus. Bereits im ausgehenden Winter, nach einer Halbjahreszeugniskonferenz, habe ich mir auf dem Rückweg von der Schule dieses schöne Sommerkleid gekauft.

Eine passende Strickjacke hatte ich nicht, einen Blazer auch nicht. Einige Monate später kaufte ich dann im Straßenausverkauf desselben Modehauses eine Jeansjacke. Eine solche wollte ich sowieso.  

Aber eine Strickjacke ersetzt das nicht.  1 Pfund absolut passende feine Baumwolle hatte ich noch im Vorrat. Auch vom Salbeigrün hatte ich mal ein Pfund derselben Baumwolle, aber davon waren nur noch Reste übrig. Ich hatte durchaus überlegt, etwas Zweifarbiges zu stricken, aber Uni gefiel mir dann doch besser. 

Außerdem war in der Landlust vom ? eine Strickjacke, die mir gut gefiel.

 

Da mein Garn recht dünn war-und ich den schnellen Erfolg suchte- nahm ich den Faden doppelt und rechnete um, mit dem Ergebnis, das das Garn wohl reichen würde. Knapp. Aber knapp reicht auch!

Die Länge gefällt mir gut, die (abgewandelten) Ärmel auch; ebenso die Variante "knopflos".  Ich bin rundum zufrieden und habe die Jacke nicht nur zum bunten Kleid schon oft getragen.  

Das Stricken allerdings zog und zog sich...über anderthalb Monate hinweg, so dass ich für den Monat Juni kein einziges fertiges Strickwerk in mein Büchlein eintragen konnte, nicht einmal Kindersocken.

Im Juli allerdings habe ich aus sehr schönem gegebenen Anlass ein Jäckchen angeschlagen. Weit bin ich noch nicht gekommen. Aber es wird grün. Mehrfarbig grün. So ist der Plan.   

Dieser Himmel...

 ... über der Alb! So weit und offen - und die Wolken so nah! Ausgespannt wie ein Tuch! Gestern Abend beim Abendsegen in der Cäcilienkirche ...