Donnerstag, 15. April 2021

Garding....

 Eigentlich habe ich so gut wie keine UFOs (Unfinished Objects).  Ganz selten setzt oder legt sich etwas fest.2016 hatte ich einen Pullover nach der Anleitung "Garding" von Jutta Buecker angestrickt und sogar in ravelry angelegt. Da geisterte er immer mal wieder durch die Projekte und mahnte mich...Das Rückenteil war fast fertig. Aber es lag und lag. Letzten Herbst überlegte ich, ob ich es aufribbeln sollte. Aber sie kamen wieder, die Musterpullover. Kurzer Rede langer Sinn: Der Garding ist fertig. Seit vorgestern Abend ist er vernäht. Reingeschlüpft und wohlgefühlt. Gestern habe ich ihn kurz in die Schule ausgeführt - denn, wie eine Schülerin gestern über ihre Sonntags-Kirchgangskleidung schrieb - man muss schöne Kleidungsstücke ja auch mal aus dem Haus tragen... wozu sie und ich leider wieder kaum Gelegenheit haben werden, denn aus dem Präsenzunterricht ab Montag wird es leider nix. Die Inzidenzwerte sind erschreckend hoch.

Der Pullover wird also zu Hause bleiben dürfen. Warm wie er ist, hoffe ich auch aus anderem Grund, ihn noch wenig tragen zu können... Zeit wäre es ja für Frühlingsjacken. Und so.

 
 Der Garding ist klassisch gestrickt, von unten, getrennt nach Vorder-und Rückenteil und zwei Ärmeln.
Eigentlich gefällt mir das gut! Ehrlich! Allen Stricktrends zum Trotz!
 Sehr schön finde ich den Halsausschnitt, ganz pur, ohne Blende, Rüsche oder Häkelkante. Es fehlt nichts und es braucht nichts.
 Der Ärmelanschlag ist äußerst raffiniert. 3re2li über zwei Reihen, dann wird das Ganze in der dritten Reihe im Uhrzeigersinn einfach um sich selber gedreht. Das bleibt locker und fest zugleich. 
 
Verbraucht habe ich 395 g Rowan Kid Classic -
 
vor dem Zusammennähen gespannt und ich hoffe sehr!!!!, dass der Pullover stabil bleibt und sich weder weitet noch längt noch schlabbert. Hoffentlich!

PS: Ein Ufo bleibt noch, und ein WIP (Work in Progress).  Erst mal das WIP, dann überlege ich weiter... 

Dienstag, 13. April 2021

Soulfood...

 ... oder wärmendes für Leib und Seele tut gut in diesen kalten Zeiten...Deshalb gab es heute eine schöne warme Suppe; oder ist es eher ein Eintopf?

Nach dem Unterricht habe ich einfach mal geschaut, was da ist und weg muss oder kann. Ich habe eine gute Vorratshaltung und auch genügend Platz dafür. Im letzten Jahr habe ich mir den Großeinkauf angewöhnt. 1mal in 3-4 Wochen. Im Keller lagert eingefrorenes und eingekochtes Obst und Gemüse. Fleisch koche ich meist in großen Stücken und friere dann einige Portionen ein.
Der Gatte kocht gelegentlich Siedfleisch und Knochen zu Brühe; ich selber mache Gemüsebrühpulver selber. Milch und Eier holen wir beim Bauern. Brot backe ich selber.  Vor Ostern habe ich seit langer Zeit mal wieder 6 Fertigpizzen gekauft; für den Notfall, wenn es schnell gehen muss. Und 2 Dosen Ravioli in Tomatensoße. Das habe ich schon ewig nicht mehr gegessen und hatte Lust drauf.
 
Nun aber zum heutigen Soulfood.
Frau und man nehme, was da ist. In diesem Fall:
Den schweren Gusseisentopf
etwas Öl, Margarine oder Butterschmalz
erhitze dies und brate in folgender Reihenfolge an:
2 Saitenwürstle, die weg mussten
1 Zwiebel
3 Kartoffeln
1 Zucchini 
1 Packung breite grüne Bohnen  (aus dem Gefrierschrank).
Das habe ich dann einfach ein bisschen zusammengeschoben und auf der freien Stelle 
zunächst Gewürze angeröstet: Kurkuma, Paprika, Curry, Safranfäden;
danach ebenso Tomatenmark; solange bis alles gut geduftet hat. Für die Nase und die Seele. 
Ein Duft des Wohlgefallens...
und noch ein bisschen Salz und Pfeffer und eine Prise Knoblauchpulver.
Zum Ablöschen habe ich das Spargelkochwasser vom Sonntag verwendet, das noch im Kühlschrank war. 
Wie der Duft, so das Essen - wohlschmeckend, warm und lecker.

 

Samstag, 10. April 2021

Der Brautstrauß...

 Eigentlich.... hätte ich ja am liebsten einen Wiesenstrauß als Brautstrauß gehabt. Kornblumen, Margeriten und so.  Freesien hätten mir auch gut gefallen, aber die gab es  Anfang Oktober noch nicht. Die Frau des bayerischen Vetters, die drei Wochen nach uns heirateten, die hatte dann schon einen wunderschönen Freesienstrauß, aber leider auch ein gruslig-nebliges eiskaltes Wetter. Doch im Wirtshaussaal knallte der Ofen, die Musik spielte und beim Tanzen wurde uns sowieso warm.

Da es nun weder frische Wiesenblumen noch Freesien gab, wünschte ich mir rote Rosen. Dunkelrot. Jede Rose war einzeln ummantelt, was die Haltbarkeit und Stabilität verlängerte. Ich habe den Strauß auch nicht durch den Saal geworfen. Getrocknet hat er einen  Umzug überstanden und wurde einige Jahre immer mal wieder vom Staub befreit. Irgendwann ist er dann zerbröselt. Das ist der Lauf der Welt.
Warum ich mich daran erinnere?
Nun auf dem Bernina-Blog wurde ein neuer Quiltalong angekündigt, mit Andrea Kollath, eine der 6 Köpfe (mit den 12 Blöcken).  Andrea  will alte, selten genähte Blöcke vorstellen, modern interpretiert und so übers Jahr wieder 12 Blöcke nähen(lassen).
Das finde ich spannend und interessant. Skillbuilding, also die Erweiterung von Fähigkeiten, finde ich  immer gut, zumal ich im Moment  als Jahresprojekt einen technisch einfachen HST (Half StichTriangle)-Quilt nähe. Für den habe ich in den Ferien alle Quadrate fertig gestellt, da ich nur mit zwei Farben arbeite. So muss ich, wenn das neue Monatsmuster erscheint, nur noch legen und zusammenfügen. 
Da kommt mir das ZweitProjekt gerade recht: Frau kann sich dann ja immerhin auf etwas freuen;
ein Ziel haben. Das tut gut in Zeiten wie diesen.

Aber zurück zum Brautstrauß.
Bride's Bouquet - der Brautstrauß. Das ist das erste Muster, die erste Anleitung.
Y-Nähte sind die Herausforderung, die die Fähigkeiten erweitern und schulen kann.
Alles Nähere lässt sich hier nachlesen und nachnähen. 

Herausfordernd fand ich allerdings die Stoffwahl. Ein Brautstrauß - da hatte ich doch tatsächlich dunkelrote Rosen, ein sehr kleines Stoffstück, das gerade für 3 Rosen gereicht hat.
Dazu  ein passendes Stück in hellgrau mit ebensolchen Rosen. Es gefiel mir zunächst sehr gut. Schließlich noch  die Quadrate aus dem Rosenstoff vom ModernHST - Das war der Plan.
 
Ich habe geschnitten, gelegt, geschoben; erst mal die grauen Rosen rausgenommen und durch den Mandalastoff ersetzt - 
 
und schließlich grüne Quadrate - der Anschnitt eines gut gehüteten Stoffpaketes. Die Blätter für den Brautstrauß!
Mit Hilfe der sorgfältigen Anleitung und einiger Trennerei bin ich mit den Ypsilonnähten ganz zufrieden. 1 Rosenblatt ist etwas kurz geraten, warum auch immer.
So gefällt er mir gut, der Brautstrauß und erinnert tatsächlich an den Strauß, den ich damals hatte, vor bald 35 Jahren.

Montag, 5. April 2021

Ostersneakers...

 ... gab es natürlich dieses Jahr auch.

Ganz unspektakulär, wie immer (50g).

Am Karsamstag wurden sie fertig, gerade noch rechtzeitig.





Sonntag, 4. April 2021

FJKA- Das Finale

 Das Frühlingsjäckchen ist schon seit zwei Wochen fertig (eigentlich schon länger).


Aber die Blende war zu breit, die Knöpfe zu groß. Außerdem hatte ich auf der einen Seite viel zu viele Maschen aufgenommen. Am letzten Biathlonsonntag, bei gutem Licht, habe ich daher die Blende aufgedröselt, was nicht ganz einfach war. Hätte ich mehr Restgarn gehabt als ich hatte, hätte ich mutiger einfach abgeschnitten.

Angestrickt war die Blende dann schnell - und zu meiner Überraschung fand ich tatsächlich im Nähkasten statt in den Knopfkisten ausreichend Knöpfe, die meiner Meinung nach perfekt zur Jacke passen.

Die Jacke ist fein und leicht und sehr wärmend - letztend Montag habe ich sie erstmals ausgeführt.  

Sie wiegt 207g Gramm, doppelt genommenes KidSetaLace diverser Farben und Marken,
verstrickt mit Nadeln Nr. 5 

Ich freue mich sehr, das Jäckchen hier zeigen zu können und verlinke es zum FJKA des MMM - verbunden mit einem sehr herzlichen Dank an die Organisatorinnen und Frohen Osterwünschen an alle, die hier lesen. 

Mittwoch, 24. März 2021

Der große Quilt...

 ... ist  schon einige Zeit fertig.  DasTop lag lange, in den Faschingsferien habe ich den etwas unbeliebteren Arbeitsteil erledigt: Rückseite schneiden und nähen, Vlies ebenso und das Ganze stecken.

 

Mit Hilfe des großen Gartentisches und des abgeräumten Nähtisches hatte ich eine sehr ordentliche Fläche und konnte recht gut und zügig legen und fixieren. 

 Zum Stecken verwende ich nur Stecknadeln, keine Sicherheitsnadeln.

Gequiltet habe ich Viereck für Viereck, von innen nach außen.   

Die Patchworkquadrate habe ich bereits im Herbst 2019 genäht, auf Basis verschiedener freier  Anleitungen. Meine Vorliebe für Sterne ist wohl sichtbar.

Wieder, wie beim Community Sampler, wurden die Quadrate mit Hilfe der einfarbigen Quadrate schräggestellt. Der Quilt ist somit quadratisch, etwa 160 x 160 cm groß.

 Die verwendeten Stoffe sind aus der gleichen Serie wie beim Community Sampler; Wanderer von Joel Dewberry.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.