Montag, 17. Februar 2020

Frühling!

... wird es hoffentlich bald. Ich sehne mich nach Wärme und Licht und feinem Duft.
Die Schneeglöckchen sind schon da, auch die ersten wilden Krokusse und sogar schon die verwilderten Primeln. So ist das, wenn frau zwei Wochen fast nicht raus kann, da sieht sie um so intensiver, was sich verändert hat.
Im Gewächshaus steht ein überwinterter Korb mit eingepflanzen Hyazinthen, kurz vor der Blüte und überundüber blühenden Schlüsselblumen. Die dürfen nun raus. Als erstes Zeichen des Frühlings.
An die Haustür.

Ich habe im Wohnzimmer wenig Wand und viel Glas.
An der einen schmalen Wand hing der Adventssternenquilt - bis Lichtmess.
Dann hab ich ihn endlich abgenommen - und ersetzt durch einen Frühlingsstern. 
Helle fröhliche Frühlingsstoffe aus einer Patchworkstoffpackung, die sich richtig gut vernähen liessen.
Wer  eine Anleitung sucht: Ich habe die Anleitung "fbcharmstar" von modafabrics verwendet, kostenlos auf der entsprechenden Homepage zu finden.
Schnell und einfach und die einzelnen Teile 1 Inch kleiner geschnitten als sie im Charmpack sind.
Gequiltet habe ich mit meiner schönen, nun auch nicht mehr ganz neuen Maschine - mit Obertransport, großem Stich und gutem Quiltfaden als Oberfaden. Erst um das Viereck herum. Dann habe ich die Sternspitzen in ihrer Kontur hervorgehoben. Das hat Spaß gemacht, ganz langsames Nähen und gefällt mir im Ergebnis gut.
Nun hängt er, der Frühlingsquilt - bis? Wir werden sehen.







Samstag, 15. Februar 2020

Jacke Morlaix

Nun ist sie fertig, die zweite braune Jacke dieses Winters.
Und ich bin sehr zufrieden.

Ich habe für Regina Moessner testgestrickt, die Jacke Morlaix in einer überarbeiteten Version, die zusätzlich weitere Größen enthält.
Mein Garn hat genau zur verlangten Maschenprobe gepasst und ich habe Größe L 2 gestrickt.
Insgesamt passt das sehr gut;
 
die Anleitungen von Regina sind ausführlich und Schritt für Schritt gut erklärt.
Der eingestrickte Ärmel gefällt mir sehr gut . Mal sehen, wie die Länge nach dem Waschen ist, evtl. stricke ich nochmal einige Zentimeter an.

Ich wollte die Jacke schon immer mal gerne stricken. Das Rippenmuster gefällt mir sehr gut, allerdings hatte ich Bedenken, ob das Garn nicht zu sehr zusammenzieht und das Ganze wie eine Wurst in der Pelle aussieht.
Allerdings, das Garn ist in sich kaum elastisch, ein uraltes Schätzchen mit einem relativ hohen Polyacrylanteil.
Als die Kollegin die Handarbeitsvorräte ihrer Mutter auflösen musste, hat sie mir dieses Garn geschenkt -
und ich kannte es gut, hatte ich mir doch in Studentinnenzeiten in Tübingen aus genau dieses Garn, allerdings in einem wunderbaren Rot einen Pullover gestickt - lochgemustert und mit U-Boot-Ausschnitt und ansonsten ohne jede Formgebung, wie das eben damals so war in der Mitte der Goldenen Strick-80er der letzten Jahrhunderts.
"Fantastique Flausch" (Wolle Rödel, vor 40 Jahren) nennt sich das Garn, 150 m auf 50 g und strickt sich schön mit Nadeln Nr. 4,5.

Verbraucht habe ich 360 g für Größe L 2. und die Rippen ziehen kaum zusammen.

Herzlichen Dank an Regina für ihr Vertrauen und die Möglichkeit des Teststrickens.

Reginas Designs gefallen mir sehr. Die Anleitung für die Maine habe ich gekauft; und auch das Annchen habe ich testgestrickt.
Allerdings - um es nicht zu vergessen, halte ich es hier fest.
Die Schulter sitzt nicht so wie sie soll und bei Reginas Modell sitzt. Ich habe mir das genau angeschaut.
Ihr Fotomodell hat eine absolut gerade Schulter; meine fällt dagegen ab und ist auch sehr schmal, was sich beim Kleidungskauf  oder auch beim Nähen von Shirts oft zeigt. 
Künftig werde ich daher oben eine Größe kleiner wählen und dann entsprechend auf die eigentliche  Größe
zunehmen. Das dürfte zu machen sein.

Aber jetzt, wäre mir doch langsam nach Frühling und auch nach Gesundwerden.
Immer noch kämpfe ich sehr, mit jedem Schritt und Tritt und war heute nach fast einer Woche das erstemal spazieren, kleinste Strecke, und ich fürchte schon, es nicht zurück zu schaffen.
Und kurz auf dem Balkon zum Fotoshooting.


Donnerstag, 13. Februar 2020

Wo soll ich anfangen?


... das frage ich mich, habe ich doch schon seit längerem nichts gepostet.
Nun, wo fang ich an.
Eigentlich gibt es im Moment einfach nur wenig zu zeigen und zu schreiben, hier auf dem Blog.
Der Januar ist zum einen einer der arbeitsreichsten Monate in der Schule: 2 Schulen, 12 Lehraufträge.
Da meine Unterrichtsgruppe in der Regel aus 2-3 Teilklassen zusammengesetzt ist, kann das
18 Halbjahreskonferenzen bedeuten. Alles ganz normal, gehört zum Beruf, kein Grund zum Klagen; Teil der Jahresarbeitszeit; akut allerdings sind die Tage dann eben voller als zu anderen Zeiten.
Für anderes bleibt eben weniger Zeit.

Auch im Kreativbereich. Zudem arbeite ich gerade an größeren Werke, einer großen Jacke, die ich vielleicht diese Tage endlich vollenden kann... am Zusammenfügen zweier Quilts, des Skillbuilders und des blauen Quilts, dessen Teile schon im Spätsommer entstanden sind;
außerdem den einen und anderen kleinen Patchworkblock, die ich auch nicht unbedingt alle zeigen will.
Dazu ein bisschen Vorbereitung für eine ehrenamtliche Aufgabe, Weltgebetstag der Frauen. 
Auch hier alles im grünen Bereich. 

Aber dann - ja dann, ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll.
Vor gut zwei Wochen wurde das Kollegium in einer zu einer außergewöhnlichen Zeit vom Regierungspräsidium selbst angesetzen Lehrerkonferenz darüber informiert, dass unser wohlfunktionierendes,
gut aufgestelltes und trotz G 9 - Gymnasium am Ort  und zum Teil schlechterer Verkehrsanbindung sehr beliebtes Gymnasium zum Schuljahresende aufgelöst wird.
Nein, nicht einfach so. Dahinter steckt ein riesiger Bauskandal, der unbeschreiblich ist und den ich auch nicht beschreiben will. Im Entwurf habe ich darüber zu schreiben begonnen und es wieder gelöscht. Ich will darüber nicht mehr reden und schreiben. Wenn es interessiert, bitte einfach googln: Michelberg-Gymnasium Geislingen. Bauskandal. Einsturzgefahr. Brandschutz. Schließung. ....
Da tun sich Abgründe auf.

Nun, die Botchaft war klar, aber wie genau das alles gehen sollte, das war gar nicht klar. Aber eben alternativlos.
Und dann brach er los, der Sturm. Noch am selben Abend. Über der Stadt und dem Umland.
Lehrer als Beamte müssen sich ihrer Loyalitätspflicht gegenüber dem Dienstherren sehr bewusst sein.
Das bin ich.
Eltern und Schüler aber sorgten für einen Wirbelsturm, den die 5Tälerstadt so noch nicht erlebt hat.
Demonstrationen, über 11000 Unterschriften, auf Papier und digital, alles, was es an Kontakten gab wurde genutzt oder gesucht. Eine Woche Ausnahmezustand. Wohlgemerkt, außerhalb des Unterrichts. Der Unterricht fand selbstverständlich wie gewohnt statt.
Auch dies lässt sich mit entsprechenden Schlagworten  recherieren.

In der Zwischenzeit gibt es Hoffnung; alle beteiligten Entscheidungsträger haben sich endlich zusammengesetzt und miteiander geredet. Sie suchen Lösungen. Wir haben eine Verlängerung um 1 Jahr, im Bestandsgebäude und mit 5klässlern.  Das ist ein sehr großer Teilerfolg, an dem am 30. Januar noch niemand geglaubt hat. Die Kultusministerium ist involviert. Das gibt Hoffnung.

Ich selber allerdings, ja, ich war leider nur mit dem Herzen dabei. Zuhause. Vom Bett aus. Eine zunächst harmlos scheinende Erkältung hat mich nun doch niedergestreckt.
Und so sehe ich den Wolken beim Ziehen und dem Schnee beim Fallen zu und lasse manchmal die Augen zufallen und schlafe mich mal so richtig aus.
Oder ich höre das Migy-Lied. Ihr findet es bei youtube "Ricky"  "Save the Migy"

Und Bilder?
Am Sonntag vor dem Sturm war ich ein kleines halbes Stündlein im Wald. Am kleinen Teich. So sieht das gerade aus.

Dienstag, 28. Januar 2020

Ein Dreieckstuch....

... habe ich schon lange nicht mehr gestrickt.
Außerdem wollte ich diese schöne Alpaca von der Drachenwolle, die ich schon lange in meiner Schatzkiste hüttete, auch gerne verstricken.
Reyna - heißt die einfache Anleitung, die kostenlos via ravelry erhältlich ist und die ich sehr gerne nenne und empfehle (Achtung: "Werbung"!)  98 g habe ich verbraucht, einige Reihen mehr gestrickt als in der Anleitung genannt, aber das geht unproblematisch. 
Das Tuch ist gewaschen, getrocknet, gespannt - und verschenkt. Es passt sehr gut zu einer dunkelvioletten Winterjacke! Das freut mich!


Montag, 27. Januar 2020

Nachzutragen wäre noch....

1. Der Adventskalender aus dem Jahr 2019 -
ein sehr schönes Stück, das mir viel Spaß und Freude gemacht hat.
Kein Lace, sondern Gansey - also viel Struktur,
Zöpfe und Rechts-Links.
Die Anleitung war erstens sehr gut gestaltet, Chart und Text, was ich mal so und mal so verwendet habe.
Außerdem war die je veröffentlichte Reihenzahl gerade richtig, um meist tatsächlich an einem Tag
gestrickt zu werden. 
Wenn es mal nicht geklappt hat, konnte ich gut "aufholen".
Da ich den Christbaum schon einen Tag vor Heiligabend geschmückt hatte und wir erst um 17.30 Uhr in den Gottesdienst gingen, konnte ich am Nachmittag ganz entspannt den letzten Teil 
stricken und die wenigen Fäden vernähen.
Gestrickt ist der Schal aus einer "alten" Schurwolle, die ich mal geschenkt bekommen habe,
ein sehr schönes, ganz leicht blaustichiges Rot. Ich mag den Schal in seiner Struktur sehr und trage ihn gerne. 
 Fotografieren allerdings ließ er sich gar nicht gut....



 
 2. Der Lonestar
Auch das Jahresprojekt des "Skillbuilder" ist nun in seinen 12 Einzelteilen fertig.
Dass ich ein derartig anspruchsvolles Teilstück im Dezember angesichts der Fülle der Korrekturen nicht in Angriff nehmen würde, war mir schon am Tag der Veröffentlichung klar.
So recht rangewagt habe ich mich auch nicht. Gut Ding will Weile haben. Manchmal.  Mitte Januar habe ich mir einen Näh-Sonntag gegönnt, nur durch die Biathlon-Übertragungen unterbrochen.
 Zusammengefasst: Einfach war es nicht, ging aber besser als befürchtet und nicht ganz so gut wie erhofft.
Das Trennmesser kam oft zum Einsatz und noch sind nicht alle Fädchen ausgezupft.
Ganz drin, die Mitte, die hätte ich gerne exakter gehabt. Je weiter das Werk fortschritt, umso schwieriger wurde es, alle Teile passgenau aneinander zu fügen. An manchen Kreuzungen, vor allem in der Mitte, liegt  viel Stoff. Zum guten Schluss passte trotz Rahmen das Teil nicht. Es war zu klein, warum auch immer. Da ich noch genügend Stoff hatte, schnitt ich breitere Streifen zu, trennte die schmalen ab und nähte noch einmal.
Mit dem letzten Licht fotografierte ich den Stern - und fügte ihn ein in das große, schöne Ganze.
Das zeige ich dann, wenn es fertig ist. Gelegt, zusammengefügt, gequiltet und mit Rand versehen. 

Mittwoch, 8. Januar 2020

Reihe für Reihe....

oder RowbyRow habe ich diesen Quilt nicht nur genäht, sondern auch gequiltet.
Mit Handnähten, Stich für Stich, gute 46 Meter lang.
Nur das Binding ist auf der Vorderseite mit der Maschine angenäht; den Abschluss hinten habe ich
sehr gemütlich und gerne von Hand angenäht. Wie viele andere Quilterinnen empfinde ich dies als schönen Abschluss einer langen Arbeit.
Wer hier länger liest, hat den Quilt werden sehen, Reihe für Reihe  und kennt auch das fertige Top.
Daher gibt es hier nur wenige Bilder vom fertigen Quilt, inklusive Rahmen und Binding.

Zu den Daten:
RowbyRowQuilt
6 Köpfe 12 Blöcke Jahresquilt 2018 (unter diesen Suchstichworten finden sich die Blogs der 6 Köpfe)

Maße: 225 cm Länge, 186 cm Breite
gefüttert mit einem relativ dicken Volumenvlies,
mit farblich zum Hintergrundstoff passenden Quiltgarn im Nahtschatten handgequiltet.
Das Binding wurde mit einem schön glänzenden Nähgarn in zum Rückseitenstoff passenden Farbton
ebenfalls von Hand angenäht.

Zum Schluss bleibt mir ein großer Dank an die 6 Frauen vom Team "6Köpfe12Blöcke" - für Idee, Entwurf,
Layout, Anleitung und Unterstützung. Sehr viele sind über sie zum Quilten gekommen und stolz auf fertige oder noch in Arbeit befindliche Werke. Die Anleitung war und ist auf den Blogs zu finden und kostenfrei für alle zugänglich. Dafür werbe ich - unaufgefordert - gerne..