Sonntag, 4. Dezember 2022

Vor einer Woche um diese Zeit...

 ... war die Sonne gerade tief am Horizont erschienen,

warf lange Schatten über das Feld


und spiegelte sich im See.

Die Wiesen waren mit Reif überzogen, 

das Filstal mit Nebel gefüllt;

aber oben, da war es hell....



Seit Montag sitzen wir fest; Nebeltrübe. 

Montag, 28. November 2022

Advent

 Schnell gehen musste sie dieses Jahr, die Adventsdekoration.
Viel gebraucht habe ich nicht. 

Die schöne große honigfarbene Kerze hatte ich schon vor 2 Wochen besorgt; dazu noch zwei kleinere Kerzen. Beim Morgenspaziergang am 1. Advent hatte ich keine Schere dabei; deshalb ging ich nachmittags nochmal los. Der Rest fand sich auf dem Dachboden und im Garten. 

Da stehen sie nun, die 3 Michelberg-Engel und halten Wacht. Engel sind Wächter und Boten; manchmal fein und zart, manchmal kräftig und stark in Gestalt und in Wort. Sie mahnen und warnen; sie stärken und schicken auf den Weg. Sie zeigen neue Wege, reichen Wasser und Brot und kräftige Worte. 

"Er wird der Friede sein!" 

"Frieden auf Erden bei den Menschen Seines Wohlgefallens".

Auch in diesem Jahr. Mahnung und Verheißung zugleich. Möge es doch wahr werden; das wofür die Engel stehen und wachen.

Eine gute, gesegnete Adventszeit wünsche ich Euch Allen. 







Sonntag, 20. November 2022

Einzeln

 ... haben mir die zwei Resteknäuel Sockenwolle (von denen hier nur der
absolut letzte Rest zu sehen ist) gar nicht gefallen. Sowohl die Uniwolle als auch die gemusterte Wolle war deutlich fader als auch dem Bild zu erkennen ist. 

Zusammen verstrickt gefallen sie mir nun doch; schön schlicht und harmonisch.
Außerdem brauchte ich am letzten Wochenende einfach mal ein schnelles, einfaches Projekt nach dem doch etwas langen und lang zu strickenden Schal, den ich noch gar nicht gezeigt habe...

Die Socken mit doppeltem Garn waren ratzfatz fertig, wiegen 129 g und lagern noch ein bisschen in der Dezember-Geschenke-Kiste... 

Montag, 14. November 2022

Noch etwas mehr Rot....

 .... als die Großmutter-Kind-Socken haben diese Handstulpen.

In ihnen steckt der Rest der Weihnachtsfärbung von Pandora66 sowie 17g
"Quito", ein hauchfeines Alpacagarn von der Wolllust, das ich vor vielen Jahren in einer Wundertüte als kleines Stränglein gefunden habe. 


Das Alpacagarn verleiht den Stulpen einen unglaublichen Flausch. Insgesamt hat das Garn gerade so gereicht, auch wenn ich die Stulpen an den Fingern gerne etwas länger gehabt hätte. Aber es ist, wie es ist - weich und zart - und ein noch schöneres Rot. 
Gestrickt habe ich nach der bei ravelry erhältlichen kostenlosen Anleitung "Duke City Mittens"

Dienstag, 1. November 2022

Am Sonntag....

 ... waren wir bei prächtigem Spätsommerwetter auf der Alb. Wie es sich an so einem Sonntag gehört. 


Bei den Pferden waren wir;  im Haupt-und Landesgestüt Marbach im Großen Lautertal. Das ist dort, wo die Queen eigentlich hinwollte, als sie auf Staatsbesuch in Baden-Württemberg war. Stattdessen chauffierte man sie ins Literaturarchiv nach Marbach am Neckar. "Where are the horses?" soll sie gefragt haben... 
Wir dagegen haben uns mit Tochter, Schwiegersohn und Enkel auf der Alb getroffen, damit auch der Enkel die Pferde kennenlernt. Ein erlebnisreicher Tag für ihn! Und schön gemütlich.
Dabei habe ich außer den Großmutter-Kind-Socken auch die restlichen Sockenpaare überreichen können; weiß und dunkelblau. Die weißen Socken waren eigentlich für die Taufe gedacht; aber weiß ist eben nicht weiß - und mit dem schönen Strampelanzug, den meine Tochter genäht hatte, weiß mit blau-roten-Booten  hat sich dieses Weiß gar nicht vertragen.
Die Blauen hätten prächtig gepasst, wurden aber nicht mehr fertig. 


Mit vielen, vielen gefalteten Booten war auch der Kirchsaal der Auferstehungskirche, in dem wir gefeiert haben, dekoriert. Und auch die 
Taufkerze. 

Montag, 31. Oktober 2022

Fall Cardigan...

... heißt die Anleitung für diese schöne Kinderjacke. Unter diesem Namen ist sie in ravelry zu finden. Dort in dunkelgrün, schön herbstlich. Das Lochmuster wirkt fast wie ein Zopfmuster. Ganz anders hier:Ganz in weiß. Zur Taufe meines Enkels. Diese feierten wir vor zwei Wochen in unserer schönen Cäcilienkirche im Gemeindegottesdienst; gemeinsam mit einer weiteren Tauffamilie, mit Familie, Paten, Freunden und einer Taufzeugin, die zu diesem Anlass um die halbe Welt und über den Nordpol angeflogen kam. Zum Abtrocknen der Köpfchen hatte ich zwei schöne alte, von mir bestickte und noch nie benutzte Servietten mitgenommen. Sehr gefreut hat mich dann allerdings, dass die Mesnerin auch kleine Tücher auf dem Taufstein zu diesem Zweck aufgelegt hatte.  Eines habe ich gelassen, das andere noch schnell ausgetauscht. Und dann wurde fröhlich getauft...

Aber nun zur Jacke: Ein einfaches Lochmuster, eine angestrickte Blende, bei der ich mich x-mal verstrickt hatte und entsprechend ribbeln musste. 



Zusätzlich zum Muster auf der Vorderseite habe ich das Muster als Blende zwischen den Vorderteilen und dem Rückenteil eingestrickt; dazu die Mütze mit 1 Musterstreifen.

Verwendet habe ich Merino 105 von Austermann - und wie jedesmal nach dem Waschen gezittert, ob die Formstabilität nach dem Trocknen wieder da ist. War sie. So einigermaßen.

Nur an die langen Arme des Enkels muss ich mich erst noch gewöhnen.

 




Sonntag, 30. Oktober 2022

Nur wer strebt,....

 .... dem winken Sterne!Dieser Spruch stand innen über dem Ein-bzw. Ausgangsportal des alten Schloßgymnasiums im schönen Städtchen Kirchheim an der Teck.

Eine klassisch-schöne Schule, die allerdings Mitte der 70erJahre aus allen Nähten platzte, den geburtenstarken Jahrgängen ebenso geschuldet, wie der Tatsache, dass es nun selbstverständlicher wurde, ein Gymnasium zu besuchen, auch für Kinder aus Arbeiter-, Handwerker-und Bauernfamilien.

Dort bin ich 6 Jahre zur Schule gegangen, von der 5. bis zur 10. Klasse. Dann sind wir umgezogen, hinaus in die Jesinger Halde ins neue Schloß-gymnasium, modern, sehr geräumig, mit je mehreren Fachräumen, Bibliotheken, Schülerarbeitsräumen und sogar einem Sprachlabor und zwei Fahrstühlen. 
Nur undicht war es von oben, dem Flachdach geschuldet. Aber auch das gehörte dazu.

Der Name blieb. Das neue Schloßgymnasium heißt noch immer Schloßgymnasium, auch wenn es nicht mehr in der Nähe des Kirchheimer Schlosses zu finden ist, sondern draußen am Ostrand, in den Feldern.
Das alte Schloßgymnasium blieb eine Schule, die Alleenschule, eine Grund-und Hauptschule, die früher in der Stadtmitte war und dann eben einige hundert Meter weiter zog; weg von der Kastanienallee ins alte Schloßgymnasium. Dort ist sie noch heute, mit einem guten, modernen Konzept, hoher Schülerzahl, moderner Ausstattung und einem großen Anbau. 

Letzte Woche hielten wir ein Klassentreffen ab, zum 41. Abitursjubiläum.
Wer wollte, konnte davor das alte Schloßgymnasium besichtigen, was wir gerne getan haben. Vom Keller (Aufenthaltsräume, Klassenpartys, Bäckerverkauf) über die ehemaligen Fachräume und Klassenzimmer ging es empor. Den Sternen entgegen. Selbst das zu unseren Zeiten für uns absolut unzugängliche und unbesehbare Lehrerzimmer durften wir - erstmals - betreten.  Klassenzimmer weckten Erinnerungen, ans Abgefragtwerden vor der Geschichtstafel, an das Aufsagen der 3 Binomischen Formeln in Mathe, eine Unterrichtsstunde lang. Sie sitzen immer noch fest im Gedächtnis.
Der Zeichensaal - und schließlich sogar der Dachboden, auf dem wir zuvor noch nie waren. 

Und dann ging es zurück, wieder hinaus durch die Eingangstür - 
vielleicht mit der Frage, ob sie uns den winken, die Sterne....

Ganz profan, heute nicht mehr gültig, aber zur Erinnerung gerahmt und aufgehängt, kommt dieses Schild daher.

Oft haben wir es wohl nicht nötig gehabt, diese Mahnung - denn nur selten fing der Unterricht erst später an. Bei gutem Wetter trafen wir Mädchen, die alle von auswärts kamen, uns sowieso draußen auf dem hinteren Schulhof, an einem bestimmten Bänkchen. Das allerdings gibt es nicht mehr, den Schulhof auch nicht, denn er musste dem Neu-und Anbau weichen.
Deshalb - dich, liebes Bänkchen - dich habe ich doch vermisst!

Vor einer Woche um diese Zeit...

 ... war die Sonne gerade tief am Horizont erschienen, warf lange Schatten über das Feld und spiegelte sich im See. Die Wiesen waren mit Rei...