Mittwoch, 29. April 2026

Heute früh um viertel vor 8....

 ... auf dem Weg zum Schloss Hohentübingen, das hoch über Fluss und Stadt thront, kam mir in einer engen Gasse eine Frau mit gezückter Kamera entgegen. Da drehte ich mich um und griff ebenfalls zur Kamera.

Aus der dunklen Gasse heraus die Türme des Rathauses der schönen Universitätsstadt am Neckar!

 Auf dem Markplatz vor dem Rathaus und drüben an der Stiftskirche waren schon Marktstände aufgebaut. Drei Äpfel und eine Banane, ein kurzes nettes Gespräch. Dann ging ich die steile Gasse hoch zum Studium im Schloss: Ur-und Frühgeschichte. Bronzezeit in Mitteleuropa; und später unten im Univiertel noch historische Landeskunde "Württemberg im Mittelalter". Dort war der Vorlesungsaal voll besetzt, auch viele GasthörerInnen, solche wie ich.  


Jetzt bin ich wieder zuhause. Müde, denn ich war seit 6 Uhr in der Frühe unterwegs. Und zugleich dankbar für die Möglichkeit, neues Wissen zu erwerben. Und dankbar, dass die Zugfahrt heute ordentlich und pünktlich verlief.

Aus GELB wird Rot...

und Blau und Grün und Gelb und Rot...und drin ein bisschen Lila. 

 

Immer länger wird die Reihe, immer schmaler der Streifen. Immer gleich bleibt die Zunahme an jedem Ende auf jeder Seite.  

Von der Fahrt im schönen durchgehenden Zug bis nach Wien. Von Wien nach Salzburg. Von Salzburg mit der DB und Deutschlandticket Richtung Heimat. Und ein bisschen abends im Hotel vor dem Fernseher.  So reiht sich Masche und Masche. 

Abgekettet habe ich  zwischen Augsburg und Ulm. Zwischen Ulm und dem Heimatbahnhof saßen wir einer jungen Strickerin gegenüber, die einen Sophie Scarf strickte. In sehr schönem Grün!

Die Fäden wurden zuhause vernäht. Es waren zum Glück nur sehr wenige.  Damit wäre ich fertig! 

 



 

Dienstag, 28. April 2026

Ein großes Sammelsurium...

 ... hat sich angehäuft: Bilder, Ordner, Strickwerke,Nähzeug und manches mehr. Sortieren, Ordnen, Bearbeiten und Hochladen kam zu kurz.

Jetzt aber... - bevor der April zu Ende ist - will ich doch noch schnell etwas aus dem großen Sammelsurium zeigen. 

Anfang April habe ich - was ich ab und an und durchaus gerne mache - meine Wollschachteln gelüftet, sortiert, gestaunt ob all der Schätze.

Ein einzelnes dickes handgewickeltes Knäuel fiel mir in die Hände; robustes Garn (leicht kratzig), aber schön. Und gelb. Mehr ließ sich zunächst nicht erkennen.

Ich war gespannt. Hab Nadeln rausgesucht und einfach begonnen. 

Rauh rechts und einfach gradeaus. 5 Maschen Anschlag, in jeder Reihe an jedem Ende die zweite bzw. zweitletzte Masche verdoppeln, dann eine abgehobene Randmasche stricken bzw. abheben.

Eine Reise stand nach Ostern an, ein längeres Stück mit dem Zug, ein kleines Mitnahmeprojekt. Nur 1 Knäuel und eine passende Nadelspitze ans Seil. Etwa 120 Gramm wog das Knäuel. Ich hoffte auf schöne Farben unter dem Gelb! 

Der große Rest nach dem "kleinen" Gelb wird sich schon fügen, dachte ich, strickte einige wenige Reihen an, verpackte das Ganze in einen  Projektbeutel und dann ins Handgepäck.

Den Rest..., den zeige ich dann morgen oder im Mai! 

Weil ich aber ein ganz kleines bisschen gespickelt habe, zeige ich schon hier, wie sich das helle Gelb ganz langsam färbt. Orange und Rot. Wie schön!

Sonntag, 29. März 2026

FUNDstück: Es kommt eine Zeit...

 Fundstück - gefunden beim Blättern in alten Ordner und Akten...
 
"Es kommt eine Zeit
da wird man den Sommer Gottes kommen sehen
Die Waffenhändler machen bankrott
die Autos füllen die Schrotthalden
und wir pflanzen jede einen Baum 
 Es kommt eine Zeit
da haben alle genug zu tun
und bauen die Gärten chemiefrei wieder auf
in den Arbeitsämtern wirst du
ältere Leute summen und pfeifen hören 
Es kommt eine Zeit
da werden wir viel zu lachen haben
und Gott wenig zum Weinen
die Engel spielen Klarinette
und die Frösche quaken die halbe Nacht 
Und weil wir nicht wissen
wann sie beginnt
helfen wir schon jetzt
allen Engeln und Fröschen
beim Lobe Gottes." 
 
 
Unterschrieben mit himmelhellblauer Tinte von der Verfasserin: 
Dorothee Sölle (1929-2003)
 
 Allen, die hier noch mitlesen wünsche ich einen gesegneten Palmsonntag!
 

Freitag, 27. Februar 2026

Frühling

 7 Uhr. Die Erde rollt dem Tag entgegen. Noch ist der  Morgen kalt und klar.  

 Dunkelschwärze weicht im Nordosten dem aufziehenden Blau.  

Zaghaft wird sichtbar: Rot, Orange, Gelb;  oft verschluckt von Nebelgrau und Nebelgrau.

 

Viele Tage und Wochen. 

Tauben und Raben treiben ein wildes Wesen in den großen Bäumen an Kirche, Friedhof und Park.

Ihre Spuren ver(un)zieren den Boden. Weißgefleckt.  Natur mit eigenem Recht. 

Nun gilt das alte Gesetz:  Tag für Tag wird sie länger, die helle Zeit. Frisch und neu - die Erde rollt dem Tag entgegen. 

Punkt 7 höre ich das Morgenläuten der mächtigen Glocken von Oberhofen.  

Und hinter den Bäumen - da leuchtet mein Ziel. 

 

 

Donnerstag, 29. Januar 2026

Einen Mini-Shawl...

 ... aus Mohairresten habe ich gestrickt. Ebenfalls zwischen den Jahren.

 

Das letzte fertiggestellte Projekt im Alten Jahr 2025! Und nein, es ist nicht der berühmte Minishawl von Petite Knit, der alle Blogs und Instagram-Accounts stürmt, sondern der gute alte Baktus. Das Garn ist eine Sammlung von Resten, die mir mal eine Kollegin geschenkt hat - und die ausnehmend gut zu meiner neuen Winterjacke passen. Die ist dick, warm, hat eine große und stabil angesetzte Kapuze und reicht weit über die Knie.  


Das ist gut so, denn an meinen beiden Schultagen verlasse ich das Haus um 6.20 Uhr, gehe zum Bus, vom Bus ein Viertelstündchen zur Schule. An einem Tag der Woche fahre ich mit der Bummelbahn und zwei Umstiegen ins die schöne Universitätsstadt.  Meist ist der jeweilige Anschlusszug am Umsteigebahnhof verspätet, manchmal fällt er auch aus. Warm angezogen spaziere ich dann gemählich den Bahnsteig hin und her und berechne Primzahlen. Irgendwo knapp unter 300 bin ich schon angekommen... 

... und stopfe mir den Halsausschnitt des Mantels gut aus. Mit dem kleinen Schal, der hier fein im Winde weht... 

Mittwoch, 28. Januar 2026

Die letzten Socken des Alten Jahres...

 sind "Christmas Socks", also eine weihnachtliche Färbung aus dem Hause Lana Grossa. Die kaufe ich  immer mal wieder gerne, eben weil sie meist schöne Farbkombinationen aufweist. Ich greife immer zu grün und rot. 

So passen die Socken auch zur alten Leinendecke. Richtig gutes, schweres Leinen, Kreuzstich. Vor vielen Jahren hat mir  die nun  schon lange verstorbene Nachbarin  diese Decke geschenkt. Einfach so und weil sie wusste, dass ich dieses Geschenk wertschätzen würde.

 

Das tue ich, lege sie Jahr für Jahr auf - und freue mich. Weihnachtsfreude der besonderen Art! 

 

Heute früh um viertel vor 8....

 ... auf dem Weg zum Schloss Hohentübingen, das hoch über Fluss und Stadt thront, kam mir in einer engen Gasse eine Frau mit gezückter Kamer...