Montag, 16. September 2019

Einblick....


in meine Nähwerkstatt.
In der letzten Ferienwoche habe ich immer wieder mal fleißig genäht - bzw. Stoffe zusammengesucht, geschnitten, gestärkt. Und manchmal morgens schon ganz früh genäht; manchmal auch abends ganz spät.
Ferienmodus eben.  Da wird schon was fertig.
Das ist der eine Teil. Wer hier schon länger liest, merkt vielleicht - so ähnlich war da schon mal was.
Richtig. Letztes Jahr der Community Sampler.
Es war noch so viel Stoff übrig. Und irgendwann und immer mal wieder tauchten im regionalen Fabrikverkauf  Stoffe genau der Serie auf, mit der ich begonnen hat: "Wanderer" von Joel Dewberry.
Da habe ich meinen Vorrat dann noch ein wenig aufgestockt und mit zusätzlichen Motiven ergänzt,
den gelben Stoffen zum Beispiel, die hier neben Türkis und Blau ganz schön glänzen. Der Quilt wird kräftiger im Ausdruck und in den Farben als es der CommunitySampler ist.
Die Motive sind zum Teil diejenigen des Community Sampler, zum Teil andere Anleitungen von Art Gallery oder Sharon Holland. Alle sind kostenlos. Manchmal ist die Anleitung etwas tricky zu suchen und zu finden,
oft unter den Videos.
Es macht riesig Spaß, wird sicher irgendwann fertig. Im Moment aber komme ich kaum an die Nähmaschine.
Schuljahresbeginn, Obsternte, Gartenernte und Anfang des Ab-und Aufräumens.... Es hat Gras und Unkraut ohne Ende; Sauerklee überall - gab es den eigentlich vor 10 Jahren auch schon?
Bevor ich dem heute früh aber zu Leibe rückte, setzte ich mich ein Stündchen an die Nähmaschine. Geschnitten war schon. Viele kleine HalfSquares wurden zusammengesetzt. Da kamen ganz schön Nähte zusammen. Immerhin, die Mitte stimmt. Und manches andere ließ sich korrigieren: Ring of Friends -
so heißt dieser Block.
Auch der RibbonStar
gefällt mir sehr gut, und der Squaredance und eigentlich alle. Ich hab ja auch die
Auswahl. Schon vor dem Nähen. Das finde ich schön.


Montag, 9. September 2019

Mit einem Blick in die Werkstatt....

... melde ich mich zurück.
Die letzte Ferienwoche war gut gefüllt mit zwei schönen Halbtagswanderungen in der Region, Arbeit in Haus, Garten und Obstwiesen, Schwimmen - und Patchwork.
Der Merry Bright, der Septemberblock für den 6Köpfe12Blöcke-Quilt ist fertig.
Verena von einfach-bunt hat ihn entworfen und wie immer vorzüglich erklärt.
So sieht das dann im Arbeitsprozess aus:
ein relativ kruschteliger Haufen kleiner Stoffteile
bekommt durch abgenähte Ecken eine neue Form...
 Unregelmäßigkeiten müssen auf Maß getrimmt (geschnitten) werden....
 und schließlich fügt sich alles sehr (oder mehr oder weniger) schön.
 Die kleinen Blöcke erfordern wie immer sehr viel Sorgfalt.
Bügeln ist sehr hilfreich. Auch diesesmal habe ich bei den feinen Stoffen wieder Sprühstärke verwendet,
was der Genauigkeit sehr gut getan hat. Perfekt ist noch nichts. Ich bin immer noch am Ausbau meiner
Fähigkeiten und werde das auch noch lange sein. Nicht ohne Grund nennt sich der Quilt: Skill Builder!
 Nun fehlen nur noch zwei große Blöcke und ein Satz kleiner(er) Blöcke.
Daher habe ich dem Vorlagenblatt der Designerinnen entsprechend alle vorhandenen Blöcke ausgelegt,
das ein und andere ausgetauscht, was vor allem mit der Farbe der verschiedenen Blöcke zu tun hatte.
Und - ich konnte nun schon Teile und sogar ein größeres Stück zusammennähen.
Nun hängt alles wieder gut geschützt auf zwei Rockbügeln im Schrank und wartet auf den
Oktoberblock.

Doch es ging weiter - mit neuen Blöcken aus alten und zugefügten Stoffen.
 Vielleicht erkennt die eine oder andere noch die Stoffe aus dem CommunitySampler vom letzten Jahr.
Auch einige Anleitungen habe ich verwendet, andere zugefügt und werde mal sehen, wie dann alles so wird.

PS: Da ich dich anders nicht erreichen kann - ein herzlicher Gruß und ein herzliches Dankeschön an Regina in Oberösterreich. Über deinen Kommentar habe ich mich sehr gefreut, teile ich doch deine Gedanken zur narrativen Theologie und zur Bedeutung des Erzählens, nicht nur in der Theologie, sondern auch im Alltag.
Danke.

Freitag, 30. August 2019

Nebel...

schleicht ganz heimlich und unerwartet das Tal hoch,
obwohl es doch gestern gar nicht geregnet hat. Die Luft ist feucht und kühler als erwartet.
 Schaut, wie geheimnisvoll er einhüllt, was sonst klar vor Augen liegt. 

Ja, es wird Herbst.
Und ich starte jetzt in den Tag.

Mittwoch, 28. August 2019

Dreifach geflaggt...

... habe ich heute. Nicht, weil ein besonderer Tag wäre; weder Geburtstag noch Hochzeit oder irgendein Jubiläum. Ein ganz normaler Ferienalltag mit Arbeit zwischen Garten und Haus und dem täglichen Besuch im Schwimmbad.

Großputztage - müssen auch mal sein Und bei 30 Grad im Schatten bieten sich Ausflüge und Wanderungen nicht an. So habe ich gestern im Ex-Knabenzimmer mal den Schrank von oben abgeputzt - und fand eng zusammengerollt diese 3 Fahnen. Entstaubt und frisch gewaschen habe ich erst im Garten geflaggt und dann auf der Treppe. Wie es sich gehört - vor dem Haus. Denn im Garten sieht die Flaggen keiner.

Zu den Flaggen gehören Geschichten. Ich fang mal von hinten an, mit der Deutschlandfahne. Unverkennbar. Die haben wir wohl zur WM 2006 gekauft. Das Sommermärchen - viele werden sich erinnern. Die Kinder (Jugendliche) fuhren zum PublicViewing mit dem Bus in die Stadt; die Mutter holte sie dann nach Spielende irgendwo zwischen Innenstadt und Stadtrand ab. Meist an der Filsbrücke am Christophsbad. Denn der letzte Bus, der fuhr schon um 19 Uhr.
Und wie enttäuscht wir alle waren, als es dann doch nichts wurde mit dem Weltmeistertitel. Und dann auch noch verloren in den letzten Minuten und das gegen Italien.... (wenn ich mich recht erinnere).
Wie cool war dagegen dieses 4: 0 oder mehr gegen Argentinien. Ich erinnere mich gut. Samstagnachmittag. Brütend heiß, was klar war. Denn das ist immer so, wenn unsere Schule Abi-Ball feiert. Das 1:0 sah ich noch im heimatlichen Fernseher. Den Jubel zum 2:0 hörte ich im Bad, als ich mich bei Affenhitze in die Strümpfe quälte. Und fuhr dann los. Bereits im Tal unten stand es 3:0 und als ich den unterwegs wartenden Kollegen einsteigen ließ, konnte ich ihm schon das 4:0 vermelden. Zumindest meine ich mich entsprechend zu erinnern. Vielleicht war ja auch alles ganz anders...
Und ja, ja, ja, es war anders. Gegen Argentinien, das war eine andere WM. Wohl 2010. Denn 2006 war der Kollege, den ich zum Abiball chauffiert habe, noch gar nicht mein Kollege. Aber es war WM, Abiball, heiß und Argentinien verlor haushoch. Tempi passati.

Dann die Fahne mit dem schönen Turm. Wangerooge.
1994, 1995, 1997 war ich dort Kurpredigerin. Die Familie mit dabei.
Sehr, sehr gerne waren wir dort mit den noch kleinen Kindern. Der Sohn noch nicht mal im Kindergarten und durfte dann doch schon mit der großen Schwester in den Kurkindergarten, wenn wir Eltern bei den Kur-anwendungen im Bad waren. Mit Schaudern erinnere ich mich nach all den Jahren immer noch  an ein viel zu heiß eingelassenes Wannenbad. Der Termin lag recht knapp nach dem Mittagessen, das der Gatte in der Ferienwohnung gekocht hatte.  Sehr, sehr leckere Spaghetti Bolognese; ich sehe sie heute noch glänzen und rieche den wunderbaren Duft. Und dazu hatte ich ein schönes Glas Jever getrunken. Ein kleines nur. Aber dann das heiße Bad. Das passte einfach nicht zusammen.
Dem Gatten ging es ähnlich. Recht elend beieinander waren wir froh, die Kinder gut aufgeräumt im Kurkindergarten zu wissen und uns noch ein Viertelstündchen im Ruheraum erholen zu können.
Ansonsten erinnere ich mich gerne an viele Dienste in der Kirchengemeinde; Sonntagsgottesdienste, Beerdigung, Goldene Hochzeit, Taufen, Seelsorgegespräche, Vorträge - und vor allem die Taizeandacht am späten Abend. Die habe ich mitgenommen in unsere hiesige Gemeinde. Der Abendsegen - wir gehen dieses Jahr damit ins zweite Vierteljahrhunderte. Unter dem Schlussstein der Heiligen Cäcilie, in unserer schönen alten Cäcilienkirche.
Und dann noch: Norderney. Auch daran erinnere ich mich gerne. An die Samstagabendandachten und die Begegnung mit der aus dem Schwäbischen, den Lutherischen Bergen stammenden Diakonisse, an die vielen Gespräche mit ihr, ihren trockenen Humor, ihre Lebensfreude, ihre Zugewandtheit zu den Kindern, die sie im Kinderkrankenhaus betreut hat. Kinder, die aufgrund gesundheitlicher Probleme, Haut und Atmung meist, oft nicht bei den Eltern in Städten mit schlechter Luft leben konnten und dauerhaft auf Norderney lebten; dort dann manchmal auch konfirmiert wurden.
Ich erinnere mich sehr gerne an die langen Sommertage und kurzen Nächte.
Und an einen denkwürdigen Friseurbesuch. Auf dem Rückweg von der morgendlichen Dienstbesprechung mit den Kollegen im Pfarramt kam ich an einem Friseursalon vorbei. Der Friseur stand vor der Tür und schaute in den Morgen. Kurz entschlossen fragte ich, ob denn ein Termin frei sei. Aber gerne. Er übergab mich seinem Mitarbeiter und ging wieder vor die Tür um nach Kunden Ausschau zu halten.
Sehr spontan beschloss ich, meine damals für meine Verhältnisse recht langen Haare kurz schneiden zu lassen. Mindestens so kurz, dass sie vom immer und überall wehenden Nordseewind nicht mehr ins Gesicht geblasen wurden. Denn das  nervte mich. Der Herr Friseur war entsetzt. Ob ich das denn wirklich wolle? Ja, ich wolle, so sagte ich. Da griff er zum Kamm und vor allem zur Bürste. Ich muss es einfach sagen - nie, weder vorher noch nachher, wurden meine Haare derart liebevoll gekämmt und gebürstet. Eer fragte noch einmal und auch zum dritten Mal. Ob ich das wirklich wolle? Ob ich mir das auch gut überlegt hätte? Hatte ich nicht, wollte ich aber. Endlich bürstete er ein letztes Mal, fasste die Haare noch einmal zusammen, legte die Bürste weg, griff zur Schere  - und schnitt fantastisch! Auch das muss gesagt werden. Beschwingt ging ich von dannen. Mit kurzen Haaren!

Die Familiengeschichte aber, die immer noch erzählt wird und die zur Flagge gehört, das ist die Geschichte von der großen Silbermöwe und dem Eis.
Zum Glück kenne ich den schaurigen Teil  Geschichte nur vom Hörensagen. Denn ich habe es nicht so mit Vögeln und Möwen aller Art.
Wir waren am Strand und im Strandkorb. Die Kinder fragten, ob sie sich denn oben an der Promenade ein Eis kaufen  und vor allem, ob sie denn allein gehen dürften. Die Tochter ging schon in die 1. Klasse.Es war nicht weit, sie waren zuverlässig und recht selbständig. So erlaubten wir es ihr und dem 3 Jahre jüngeren Bruder, drückten ihnen das Geld in die Hand und sie trabten los. Wir schauten nach, bis sie auf der Promenade waren. Dann waren sie im Menschengewühl verschwunden.. Keine Angst, sie gingen nicht verloren. Nicht in die Irre. Sie bummelten auch nicht. Schluchzend kamen sie angerannt. Einer mit Eis, die andere ohne. Beide in Tränen und Schreck. Unter Tränen berichteten sie: Alles war zunächst gut gegangen. Das Geld hatte gepasst, das Bezahlen geklappt, das Eis ausgewickelt hatten sie zu schlecken begonnen. Da schoss eine riesige Silbermöwe vom Himmel, direkt auf meine beiden armen kleinen Kinder zu und riss einem der beiden das komplette aus der Waffel ragende Eisstück weg. Oder sogar noch mit Waffel?
Den Schrecken kann ich heute noch nachvollziehen.
Deshalb kauften wir am nächsten Tag die Fahne. Auf Vorschlag der Kinder. Zur Abwehr der Möwen,
als wedelnde Drohung es ja nicht noch einmal zu versuchen.Und im Ernstfall als Waffe. So gingen sie künftig weiterhin zum Eisstand auf der Promenade, die eine mit dem Geld in der Faust, der andere heftig die Fahne schwenkend. Auf dem Rückweg musste dann immer eine/r mit der Fahne wedeln, der schönen Norderney-Fahne, zur Warnung an alle Möwen und zum Schutz von Eis und Waffel und Mensch. Alles war gut und blieb gut. Aber die Geschichte gehört zu denen, die zum Mythos wurden. Mindestens in unserer Familie. Erzähltradition nennt man das. Ich muss mal meinen Schwiegersohn fragen, ob er diese Geschichte kennt.
Darum habe ich heute geflaggt. Der Erinnerung und der Geschichten wegen....

und grüße ganz besonders hinauf an die Küste; an die, die hier lesen; an der Ostsee, auf Rügen und anderen Inseln; speziell aber grüße ich, falls es welche gibt,  Leserinnen und Leser auf Norderney und Wangerooge; egal, ob sie dort zu Hause sind oder  urlauben.
Schreibt doch, falls es euch gibt,  bitte einen Kommentar. Das würde mich sehr freuen. ...

Montag, 26. August 2019

Knöpfe...

... hat nun auch das dritte Jäckchen.
Bunt diesesmal, grün, rost und weiß - ebenfalls aus Merino 105; 133 g
- und weiße Knöpfe.
Dazu aus Resten eine Mütze, Anschlag 80 Maschen, 32 g.
 





Sonntag, 25. August 2019

Das zweite Socken-Syndrom...

... kenne ich eigentlich gar nicht.
Aber bei diesem Socken wurde über Monate nicht mal der erste Socken fertig.

Kurz vor der Abnahme auf halber Spitze habe ich ihn eines Abends weggelegt und erst nach Monaten fertiggestrickt.
Der zweite Socken ging dann schnell.

60g, handgefärbte Wolle, dünnes Garn, schön gewildert.