Donnerstag, 30. Mai 2019

An dieser Häkeldecke...

 (Achtung Markennennung eines Garns - unbeauftragte "Werbung"


.... habe ich lange gehäkelt. 
 900g Garn mit 3,5mm, das braucht auch häkelnderweise seine Zeit.
Begonnen habe ich diese Decke schon vor Jahren; ich meine, es war beim letzten Backnanger Wollfest, als ich die ersten Einzelteile im Zug nach Backnang häkelte.
Und wie es so ist, habe ich die Arbeit  immer wieder mal, zwischendurch, weggelegt, "vergessen"...
Beim großen Aufräumen in den Faschingsferien kamen sie mir wieder unter die Augen, die Tasche mit den fertigen Grannies und die Tüte mit dem Garn -
Alanda von Schachenmayr, so alt, dass es nicht mal bei ravelry in der Datenbank ist - in senfgelb, das ich sehr mag und so selten verstricke, weil es mir nicht steht.
Ich habe nun in der Mitte 12 Einzelteile (mit je 11 Reihen im Quadrat) zusammengenäht (3mal4), weil ich keine quadratische Decke wollte. Ganz zufrieden bin ich nicht, mindestens optisch erscheint mir die Decke etwas schmal.... Anschließend habe ich dann alles im selben Muster umhäkelt Reihe für Reihe; Runde um Runde. 50 Gramm haben am Ende für  knapp zwei Umrundungen gereicht. Ganz am Ende, da wurde es dann, wie so oft, sehr spannend... und ja, es hat gereicht. 25 cm Garn blieben übrig. Ich hatte schon überlegt, im Notfall noch die Fadenreste vom Vernähen der Einzelteile, die zum Teil recht lang waren, für die letzten Zentimeter der letzten Runde zu verwenden..
Nun, es hat  gereicht. Gerade so (und ich überlege immer noch, ob sich da doch nicht irgendwo 1 oder 2 Knäuel versteckt haben.. müsste es nicht 1 Kilo Garn sein?) Sei es drum. Es passt und passt auch hier, das senfgelb zum frischen Grün des Sommerjasmins
 und zum Moos im hohen Stamm des Walnussbaumes.

Falls doch noch Garn auftaucht - ja, dann knüpfe ich einfach an und häkele noch die eine und die andere Runde. Das ist der Vorteil des Häkelns. Kein Abketteln!

Sonntag, 26. Mai 2019

Was hier derartig strömt und braust....

... ist kein mächtiger und wilder Gebirgsfluss, sondern unsere gute, an sich brave Fils.
Aber auch sie kann sich wild gebärden, dann, wenn Wasser von oben in Mengen kommt, Regen auf der Alb und im Tal. Fotografiert habe ich das Hochwasser am vergangenen Mittwoch  in aller Frühe, als es auch um obwohl der Regen aufgehört hatte.
Ihr seht den Filswasserfall; ein kleiner Wasserfall im felsigen Bett der Fils; in Geislingen-Altenstadt, Die Brücke direkt hinter dem Michelberg-Gymnasium, das ist ein Ort, den ich zu jeder Jahreszeit sehr mag.

Auch nach dem Wasserfall und der Brücke zeigt die Fils  ihre Wucht und Macht. 
Meist füllt das Wasser die Breite des Flussbettes bei weitem nicht aus; die Kiesinseln sind nur selten vom Wasser überspült; am ausgespülten Ufer sind Baumwurzeln  hoch über dem Boden zu sehen.
Nun ist alles gut gefüllt und überfüllt, auch ein kleiner Seitenbach hatte sich gebildet.

PS: Wer gerne mal vergleichen will, wie "Hochwasser" sonst aussieht,
kann hier nachlesen. Auch das eine und andere über die Fils.

Samstag, 25. Mai 2019

Priscilla...

 Achtung Werbung - Nennen einer Anleitungsquelle, die kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

.. heißt der Mai-Block des 6Köpfe12Blöcke-Quiltalongs,
den Dorthe entworfen und mit einer sehr guten Anleitung versehen hat. 
Herzlichen Dank dafür! 
Nähen auf Papier - das schreckt mich immer ein bissle, ist aber letztlich ganz einfach (wenn es auch durchaus ordentlich Stoff verbraucht... Abfall und ein wenig für die Restekiste.

Prisicilla- mit diesem Namen erinnert das Maimuster an eine der allerersten Christen in einer der frühsten
christlichen Gemeinden. Sie war Gemeindeleiterin und Missionarin.
Warum Quiltmuster nach ihr benannt sind?
Da muss ich mich noch genauer informieren.

Weil in Rückmeldungen zu Blogbeiträgen durchaus Interesse an anderen Themen als nur den kreativen
erkennbar ist, werde ich, sobald ich ein bisschen mehr Zeit und Luft habe, einen kleinen Artikel eben
zu dem schreiben, für das Priscilla und ihr Name steht, zu den Frauen in den frühen Gemeinden.
Der Block allerdings ist schon fertig. Die Details gingen sehr gut zu nähen. Alles passte und funktionierte
tadellos. Die Tücken allerdings zeigten sich am Ende. Beim Trimmen stellte sich raus, dass ein Teil etwas zu knapp in der nötigen Breite geworden ist. Das habe ich durch eine z.T. sehr schmale Naht ausgeglichen -
und die Spitzen passen auch nicht ganz exakt zusammen, trotz mehrere Versuche.
Allerdings - " das quiltet sich dann weg".

Die Farben? Passen zum Mai und seinem Flieder.... und zur Kirchenfarbe, auch wenn deren Violett deutlich kräftiger ist .... passen sie auch zu Prisicilla!

Dienstag, 21. Mai 2019

Die letzten 5 Äpfel...

... der diesjährigen Ernte, rote, sehr spät reifende und gut zu lagernde kleine Glockenäpfel.
Kaum runzlig und innen fest.
Sie haben mein Frühstück bereichert, die Äpfel, die Birnen, das Beerenobst.
Nun heißt es warten ...
auf das Geschenk des Reifen und Erntens...
Nicht alles liegt in unserer Hand.

Montag, 20. Mai 2019

Wird hier noch gestrickt?

 Markennennung und Verlinkung zur Anleitung - also: Achtung Werbung!

Ja, es wird, aber es gab nichts zu zeigen.
So ist das bei großen Strickstücken. Da braucht auch Frau Allerleisocken manchmal so ihre 4 Wochen,
zumal, wenn es auch sonst sehr viel zu tun gibt, im Haus und ums Haus herum, am Schreibtisch und außer Haus.
Dancing Girl - ich durfte den neuesten Entwurf von Jutta (HintermStein) in ihrer ravelry-Gruppe testen.
(Link folgt unten)

Da ich zuvor den von ihr entworfenen Summersquare fertiggestrickt hatte, bin ich den Testerinnen, die sofort begonnen hatten, etwas hinterhergehinkt; kannte aber Juttas Weise die Schulter zu gestalten schon.
Der Pullover kommt fast ohne Nähte aus, beginnt von oben, bei den weit überschnittenen Schultern.

Da der Rowan Felted Tweed laut Angabe und meiner Maschenprobe genau zu Juttas Vorschlag passte,
wollte ich  gerne Teile meiner großen Sammlung  dieses Garns verwenden und  hätte auch ausreichend Garn
1 Farbe für diesen Pullover gehabt, allerdings in unterschiedlichen Partien/Farbbädern. So musste ich mir etwas überlegen.
Der obere Teil ist aus 3 Knäueln derselben Partie gestrickt,
dann folgen je 1 Knäuel 1 Partie, abgegrenzt durch eine Knötchenreihe in Kontratfarbe, mosaikgestrickt.
Die feinen Farbunterschiede zwischen den Partien sind damit im Übergang überhaupt nicht erkennbar.

Die angestrickten Ärmel habe ich in einer weiteren Kontrastfarbe gestrickt und unten in den Bündchen mit der Hauptfarbe abgeschlossen.
360 g  wiegt das fertige Stück in Größe L ( weit und überschnitten,
der Rowan Felted Tweed hat eine sehr lange Läuflänge. 

Dancing Girls - die tauchen oben in der Schulter auf, als Mosaikeinstrickmuster, eine Technik, die ich
ganz neu ausprobiert habe und die mir gut gefällt.
Die Dancing Girls - die sind der Clou und die besondere Zierde dieses Pullovers,
zumal wenn er einfarbig gestrickt wird.
Ich danke Jutta sehr herzlich für diesen Entwurf und die Möglichkeit zum Test. Die Anleitung ist klar und gut verständlich und sehr ausführlich.
Ich verlinke sie daher hier gerne. 

Sonntag, 19. Mai 2019

Taubergießen - Teil 2: Schwanenweiß und grün


Ein Auenwald im Mai, Wolken, Sonne, Licht, Frühlingsgrün...
auch das findet sich im Taubergießen.
Wir sind weitergewandert, von den Orchideenwiesen geradeaus nach Westen, Richtung Rhein,
Richtung Frankreich.
Über einen kleinen Hochwasserdamm kommt man in den Auenwald. Im Sommer ist da wohl eine rechte Mückenplage, jetzt war die perfekte Jahreszeit zum  Gehen, Schauen, Fotografieren.



 Immer wieder überquerten wir die Wasserarme des Altrheins, sei es über eine Furt, 
sei es über Brücken.
Immer wieder der Blick aufs Wasser und seine Spiegelbilder;
aufs Wasser, wie es sich bewegt
und was sich auf ihm bewegt und seinen Weg sucht -  wie der einsame Schwan, der ins Bild schwamm und es schnell wieder verließ, dem anderen Wasserarm folgend....


Schließlich gelangten wir über den Auwald zum Rhein. Drüben in Frankreich setzt sich der Auwald fort.
Und dann, ja dann, dann sahen wir  sie: gut 50 Schwäne. Ich habe sie gezählt.
Wir trauten uns vorsichtig gehend auf dem Uferweg weiter, beobachteten, fotografierten,
wie sie das schwammen, scheinbar wirr und doch geordnet,
stromaufwärts gegen die Strömung und den Wind,
suchend, fressend -
und dann ließen sie sich zurücktreiben. Einfach so. Mühelos...
um sich wieder so sammeln und das Wasserspiel erneut zu beginnen.... die Junggesellen...
Einen brütenden Schwan auf einem riesigen Nest, den oder die haben wir auch gesehen, durch das Schilf hindurch....
Erfüllt mit Bildern, den inneren und denen auf unseren Kameras gingen wir zurück zum Auto,
was auch gut war, denn mit mächtigen schwarzen Wolken näherten sich die angekündigten Gewitter von
Frankreich her. Die Vogesen, die wir am morgen bei klarster Sicht mit ihren Schneehauben bewunderten hatten,  waren verborgen. Es regnete, so dass wir dann zum gemütlichen Teil des Wochenendes übergehen konnten, mit Wolle und Nadeln auf dem Sofa, 2 ganz alte und miteinander älter gewordene Freundinnen.
Auch das ist ein Geschenk. 

Samstag, 18. Mai 2019

Im Taubergießen.... Teil 1: Traurig

.... war ich letzte Woche. Ich mag den Wald, ich mag die Wiesen, ich mag Wasser; gerne auch alles miteinander und in einer Wanderung. Moore und Auwälder mag ich ganz besonders, den Soomaa-Nationalpark in Estland zum Beispiel. Oder die Hochmoore im Bayerischen Wald.
Näher liegt das Taubergießen. Da wollte ich schon lange mal hin, auf einer meiner Frühlingswanderungen im Badischen. Letztes Wochenende war es dann so weit. Lange schon hatte ich mich darauf gefreut.
Das Taubergießen ist ein Naturschutzgebiet entlang des Oberrheines - Altrheinarme, eingebettet in Auwälder.
Das Taubergießen ist in den letzten 10 Tagen mindestens hier im Süden überregional in den Medien präsent.
Leider. Den dort, im absolut geschützten Gebiet, wurden ca. 3000 streng geschützte und äußerst seltene
Orchideen frevlerisch ausgegraben, gestohlen. Das ist ein Verbrechen und war wohl gut geplant und organisiert. So sieht das dann aus, aus der Nähe....
 Frau beginnt und zählt die Löcher, derf Blick geht konzentrisch kreisend weiter, zählt, 1,2,3,....10....100....
Stängel und Blüten sind zerfetzt und blieben liegen.
Es geht um die Knollen. Was mit ihnen geschieht? Orchideenschwarzmarkt? Potenzmittel für Fernost?
Ich kann das nicht beurteilen. Es braucht wohl mehr Schutz; es gelingt den zuständigen Behörden hoffentlich,
endlich eine Rangerstelle für dieses Gebiet zu schaffen und zu besetzen. Es braucht Sensibilität und Aufmerksamkeit bei denen, die dort unterwegs sind.
Ob es gelingt, endlich ein Umdenken in unserer Gesellschaft zu erreichen?
Die Natur und wir, denn wir sind nichts anderes als ein Teil der Natur, braucht das. Endlich und sofort.

Die andere Seite, das was uns große Freude gemacht hat, das zeige ich morgen. 

Freitag, 17. Mai 2019

Einen Wiesenstrauß...

... habe ich in diesen Tagen auf dem Tisch.
Margariten von der einen, Wiesensalbei von der anderen Wiese. Sie wachsen je in großen blauen Flecken
konzentriert oder wie ausgeschüttelt über die ganze Wiese. Dazu Wiesenkerbel und einige feine Glöckchen
und eine Wiesenskabiose.

Zwei große Büschel, locker zusammengestellt.
Mehr nicht. Das reicht.
 
Ich freue mich sehr an diesem Strauß und verlinke gerne bei Helgas Freitagsblumen.

Mittwoch, 1. Mai 2019

Der Mai....

Einen fröhlichen Mai wünsche ich Allen, die hier mitlesen.
Heute zeigt sich der Mai von seiner schönsten, wenn auch noch etwas kühlen Seite.

Und mit Maiglöckchen. Die mag ich sehr. Ihre feinen Kelche, das schöne, helle Weiß und den ganz besonderen Duft. Der gehört einfach zum Mai.
So wie der Duft des Flieders - und das Gedicht von Erich Kästner - Der Mai, der Mozart des Kalenders...