Sonntag, 29. Juni 2014

Ich häkle meine Runden...

... und manchmal auch für Stunden....
schon den ganzen Monat lang (den Urlaub ausgenommen), immer mal wieder,
einfach vor mich hin.
Auch die Wolle für dieses Projekt entstammt dem  Wunder(tüten)karton aus dem Schachenmayrschen
Restverkauf, von dem ich einfach nicht lassen konnte
 - Sample Akkon, 80 % PA, 20 % Wolle - gar nicht so schlecht,
dazu ein braunes, namenloses Unigarn;
im Grannie einzeln verarbeitet, am Rand gedoppelt, da es schon deutlich dünner ist als das musternde Garn. Verhäkelt mit Nadeln Nr. 5.
Gewicht: 1100g

Und ich muss feststellen....
je weiter die Arbeit voranschritt, umso mehr gefiel mir die Decke.
Sie ist weich, kuschelig und sieht auch so aus.
 
Weil es heute draußen so schön "wedelt" (ohne Regen, den vertreibt das Gewedel ja wieder),
dreht sie nun ihre Runden in der Waschmaschine und darf nachher auf den Balkon,
um schön "durchgewedelt" vor sich hin zu trocknen...

Schön (vertrocknet) sind auch die Blüten meiner großen Hortensie vor der Haustür, an der ich mich über viele Wochen gefreut habe.
Gestern, vor dem angesagten Regen, habe ich die Blüten abgeschnitten. Sie dürfen nun noch ein
bisschen nachtrocknen und finden spätestens in der Herbstdekoration neue Verwendung....
 
Vertrocknet ist allerdings auch so manches andere, im Garten und auf der Wiese...
für die Kirschenernte dagegen war das Wetter perfekt...

das allein haben wir zu zweit am vorletzten Samstagvormittag vom Ochsenherzkirschenbaum
geerntet, der das erstemal voll getragen hat.

Und die Lilien blühen und blühen....
 

Mittwoch, 25. Juni 2014

Blümchen häkeln...

... habe ich heute mal ein bisschen ausprobiert...
einfach so und ganz verschieden....
 und morgen häkeln vielleicht die Kinder.... Sommerblümchen...
einfach so....

Sonntag, 22. Juni 2014

Estnisches Rosenwunder.....

Meine Kollegin Margit, Gemeindepfarrerin in Rakvere und Haljala im Norden Estlands
bekam diese Rose an Karfreitag von ihren Konfirmanden geschenkt.
 Von Karfreitag bis Trinitatis, bis zum Dreieinigkeitsfest oder Dreifaltigkeitsfest, das ist eine lange
Zeit, genau: 8 Wochen und 2 Tage.
Aber die Rose blüht und ist immer noch schön. An Trinitatis.
In der Mauritiuskirche in Haljala. Im Norden Estlands.
Wir sind eher zufällig des Weges gekommen, auf unserer (Halbrund)reise durch Estland. Selbst- organisiert, allein zu zweit, mit Mietwagen und Wanderschuhen. Die Kirche stand im Reiseführer - eine Wehrkirche - und lag auf dem Weg vom Norden in den Osten.
So hielten wir an, schlenderten um die Kirche herum. Es war Sonntag. Trinitatis und von innen war die Orgel zu hören. So betrat ich die Kirche und setzte mich in die mittlere Bank.
Der Gottesdienst war gerade zu Ende. Das Orgelspiel war der Schlusschoral.
 Eine sehr, sehr kleine Gemeinde. Das kennen wir auch. Kinder. Wenige Erwachsene. Knapp zwanzig mögen es gewesen sein.
Aber ein "Kirchenkaffee" war vorbereitet und wir wurden sofort sehr herzlich und freundlich begrüßt und dazu gebeten.
Der Tisch war gedeckt. Die Rose, die 8 Wochen und 2 Tage auf dem Altar gestanden hatte,
schmückte nun den Kaffeetisch.
Speckkuchen und ein Zimt-Hefe-Zopf vom allerfeinsten..... Und eine große Freundlichkeit. Eine deutsche Kollegin aus Hessen war zu Gast; bei einer Begegnungstagung deutscher und estnischer Pfarrer. So waren wir zu dritt, 3 Pfarrerinnen, das habe ihre Kirche auch noch nicht gesehen, meinte Margit. Sie sprach ausgezeichnet Deutsch, und wir kamen schnell ins kollegiale Fachgespräch. Wie es bei uns so sei, und wie bei ihr. Ich berichtete aus dem Alltag einer deutschen Schulpfarrerin, fasste Beobachtungen aus über 25 Jahren Dienstzeit zusammen.
Margit übersetzte, die kleine Gemeinde hörte interessiert zu. Und wir dann andersherum.
Eine unerwartete, eine herzliche Begegnung. Eine Brücke. Eine Tür, ein Raum im gemeinsamen Haus. Oiku-mene: Das Haus der Welt.  Kennenlernen. Im Fremden das Gemeinsame entdecken.,
So soll es sein. Unter Christen.
Es hat gut getan, diese Begegnung am Sonntag Trinitatis. Der Sonntag, der zeigt, dass Verschiedenheit, Unterschiedlichkeit, Vielfältigkeit Einheit nicht zerstört, sondern stiften kann -
weil sie aus der Liebe des Einen Gottes entspringt, der sich selbst entfaltet hinein in Vielfalt.
Heute nun ist schon der 1. Sonntag nach Trinitatis.
Wir sind wieder wohlbehalten zu Hause angelangt. Wieder im Gottesdienst, beide mit einem kleinen Vertretungsdienst. Das Gotteshaus hell und baulich in gutem Zustand, ganz anders als die Mauritiuskirche in Haljala. Aber auch bei uns, mitten in Württemberg,  ist die Gottesdienstgemeinde klein; nur wenige einer nach Zahlen großen Gemeinde besuchen den Gottesdienst. Margits Gemeinde hat 60 zahlende Mitglieder; 15 etwa besuchen jeden Sonntag den Gottesdienst. Prozentual viel höher als bei uns, und das in einem Land, das als nicht-religiös gilt.
Das gibt zu denken.
Trotzdem - auch heute war es schön. Vertraut. Voller Musik und Gesang. Ein Nebensitzer, mit dem es sich gut singen ließ.
Mit dem Segen und dem Frieden als Thema.
Und mit dem Trinitatislied 139 aus dem Evangelischen Gesangbuch.
Daraus zwei Verse:
Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben.
Mein Schöpfer, der mir hat mein Leib und Seel gegeben,
mein Vater, der mich schützt von Mutterleibe an,
der alle Augenblick viel Guts an mir getan.

Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben,
des Vaters werter Geist, den mir der Sohn gegeben,
der mir mein Herz erquickt, der mir gibt neue Kraft,
der mir in aller Not Rat , Trost und Hilfe schafft.
(Johann Olearius, 1665)
Zur Melodie erzähle ich eine andere Geschichte. Auch aus Estland. Irgendwann.
.... Und die Rosen in meinem Garten werden mich wohl immer wieder an diese Rose erinnern,
die blüht, von Karfreitag bis Trinitiatis und vielleicht auch noch heute.....

Euch Allen einen frohen Rest-Sonntag und eine gute Woche.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Freitags-Blumen-Strauß

... diesesmal schon vorbereitet und vor-fotografiert... ganz schlicht in einer runden niedrigen Glasvase, die vom Sofa aus den Blick von oben in die vielen Einzelblüten hinein möglich macht.
 
Nocheinmal  die Pfingstrosen, eine einzelne späte Knospe...
dazu eine gelbe Rose, Graham Thomas (von der ich die Blätter abgeknipst habe, weil die einfach nur furchtbar aussehen...)
und eine kleine "Wolke" aus cremefarbenem Holunder und strahlend weißem Mutterkraut.
Besonders der Holunder hat es mir angetan, weil er die anderen Farben so schön verbindet....
allerdings, er war nur einen halben Abend in der Vase, dann ist er rausmarschiert... so intensiv und kopfwehschwer war sein Duft....

Die Pfingstrosenzeit ist nun wohl bald vorbei, mal sehen, was so kommt im Garten
(und was überhaupt die Schnecken übriglassen...)
Euch Allen wünsche ich heute schon ein Frohes Pfingstfest!

Und wer noch mehr sommerliche Blumen sehen will, der gehe zum Holunderblütchen.... wie jeden Freitag.

Dienstag, 3. Juni 2014

Mit Häkelnadel Nr. 13...

.... habe ich in wenigen Stunden 975 g dieses Garns verhäkelt....





zu einem kleinen Bodenteppich, der vermutlich im Winter vor meinem Bett das Aufstehen etwas erleichtern wird....
 
Aber warum solch ein feines Netz zu so etwas Stabilem verhäkeln...
Nun ja, ich gestehe, manchmal kann ich Wundertüten (oder Wunderkartons) nicht widerstehen.
Manchmal. Für wenig Geld gibt es meist allerhand Gruscht.... aber meist auch einige schöne Stücke...
Perlen, Knöpfe, Wolle...und dann hat sich die Ausgabe in der Regel schon gelohnt.
Der Rest, nun ja, manches kann die Schule am Ort oder meine Textilwerkstatt brauchen;
wieder Anderes wird seltsamerweise irgendwann mal für irgendeine Idee genau das, was gebraucht wird.... und der Rest... wir werden sehen.

Dieses Garn nun so zu verarbeiten, wie es sein sollte, zu einem Schal, das wollte ich nicht.
Weder 1 Knäuel noch 10. Aber ausprobieren, ob und wie sich das häkeln ließ, das schon.
Kurzer Rede langer Sinn. Ich habe es probiert, drei kurze Reihen, das Ganze mit in den Wollwaschgang, alles war gut.
Es folgten 46 Luftmaschen, immer zwei Knäuel pro Farbe, 10 Minuten Zeit zum Häkeln pro Knäuel...
und schnell war das gute Stück fertig.
So wie die Flickenteppiche....

und ganz ehrlich, da draufzustehen, mit nackten Füßen - das ist Genuss und Wellness pur.
Eine "Bettvorlage" - das hatte ich in 25 Jahren kaltem Schlafzimmerparkett noch nicht... weil nie gewollt....
Also hat es sich gelohnt, der Wunderkarton, das Häkeln mit dicken Nadeln ( das durchaus Kraft
braucht)... und die wenige Zeit.
975 g an einem Tag verhäkelt... und nicht, dass ich sonst nichts getan hätte. Da war noch Haushalt und Garten und Wäsche und Abiturprüfen. Und so.....



Montag, 2. Juni 2014

Ein neues LAND....

taucht immer mal wieder in meiner Weltkarte (siehe Seitenleiste rechts) mit einem roten Punkt auf.
Das freut mich immer besonders.
Letzten Monat war es Nigeria, vor einiger Zeit Jordanien und Ghana, heute Namibia.
Deshalb grüße ich heute einfach mal so in die große, weite Welt.... die ja gleich in der Nähe anfängt...