Mittwoch, 3. Januar 2024

Und noch einmal....

 ... den Garter Yoke Cardigan, 

ein Geschenk für den kleinen A., Sohn eines Kollegen, ein Novemberkind. 

Auch A. soll es warm haben. 

Wie fast immer  habe ich  Austermann Merino 105 verwendet; dazu noch Schachenmayr Merino 120 (der beige Teil). Diesesmal habe ich nicht nur den Yoke im GarterStich (= rauhrechts) gestrickt, sondern die ganze Jacke.
Das "frisst" ein bisschen Wolle, und ich habe durchaus gezittert, ob die Wolle reicht. 
Die Jacke wiegt 115 g und fasst sich so weich und kuschlig an wie sie aussieht!


Montag, 1. Januar 2024

Mit einem Feuerwerk in Farben....

 ... eröffne ich mein Bloggerjahr 2024!

Mit einem Quilt! In allen denkbaren Rottönen - von rosa über koralle und pink zu tiefem violett!

100days-100blocks von Tula Pink. Das Buch hatte ich schon lange. Im Sommer gab es ein gemeinsames Nähen auf Instagram, das allerdings schon weitgehend beendet war, bis ich loslegte. 

Mit Resten in Koralle und Beiwerk fing es an, Reste von diesem Quilt, den ich im November 2021 verschenkt habe. 

Vieles wanderte hinein, viele Reste von Patchworkstoffen, aber auch eine schöne Mohnblüte aus einem Bettwäschenstoff Reste einer alten, selbstgenähten Bluse, die ich ausgeschnitten und aufbewahrt hatte,
so wie diese Mohnblüten. 

Einen Farbverlauf von orange zu violett, das war so ungefähr der Plan. Es wurde schlicht und einfach geometrisch gearbeitet. 

Blöcke aus Streifen, Quadrate, Dreiecken, Rechtecken.... 

Manches habe ich genau nachgearbeitet, manches improvisiert, ausgelassen oder mehrfach genäht.

Irgendwann waren die 100 Blöcke beieinander und der Gatte und ich legten sie auf dem großen Bett aus, traten zurück, schauten drüber, nahmen raus und legten rein. 

Dann steckte ich jeweils die Reihen zusammen, kennzeichnete sauber und legte auf einen Stapel.

Zusammengenäht und gebügelt war recht schnell; ebenso das Annähen einfarbiger Randstreifen und auch eines Streifen aus kleinsten Resten.

Der Quilt hatte ein schönes Maß von 180 auf 150 cm - und musste eigentlich "nur" noch gelegt und gequiltet werden. 

Eigentlich. Dann ging die Schule wieder so richtig los und die Nähmaschine schnurrte nur noch selten. 

Zum Glück.  Denn plötzlich kam eine Frohe Botschaft, etwas zum Freuen - 
die Ankündigung einer Winterhochzeit, am dritten Samstag im Advent.


Da Tochter und Schwiegersohn damals, im heißen August 2018, einen großen Quilt bekommen haben, sollen ja auch Sohn und Schwiegertochter nicht frieren, zumal sie nicht in milden Gefilden, sondern auf der Schwäbischen Alb wohnen, wo es nicht nur einen, sondern oft auch zwei Kittel kälter ist als unten im Tal.  Aber der Quilt war zu schmal für ein Doppelbett. Zum Glück war nur das TOP fertig. 
Die Länge ließ ich, wie sie war, in der Breite verlängerte ich deutlich auf 190 cm. 

Er passt, ließ sich mit großen Mühen passend in einer Schachtel verpacken, darf nun wärmen und ein Farbfeuerwerk in das winterliche Grau zaubern!


Mit diesem Farbenfeuerwerk in Rot, der Farbe des Lebens und der Kraft, wünsche ich allen, die hier lesen, 
ein Frohes und Gesegnetes Neues Jahr; Gesundheit und Zeit für das, was ihr gerne macht! 
... und uns und allen Menschen dieser Einen Erde Frieden! 

Sonntag, 31. Dezember 2023

Einen Zauberball....

 ... habe ich mir selbst gewickelt, aus vielen Resten - handgefärbt, selbstmusternd, einfarbig.  

Dazu habe ich die Enden in einer Schlaufe umeinander gelegt und dann die Fäden mit einer spitzen Nadel  jeweils ineinander gezogen und noch etwas verdreht. 



Das hat ganz gut funktioniert. Allerdings würde ich beim nächstenmal die Teilstücke deutlich kürzer wechseln. 

Da ich ein bisschen im Flow war, bekam der Zauberball ganz schön Gewicht, so etwa 150 g. Es strickte sich im Herbst ganz bequem dahin - erstmal ein Sockenpaar für mich, 65 g leicht. 

Aus dem großen Rest habe ich Kindersocken angeschlagen, mit einem türkisen Rest für Bund und Ferse. Ich wusste ja, dass die Socken nicht identischen werden würden, aber erkennbar sein sollte, wer da zu wem gehört. 

Dieses Sockenpaar hat mich immer wieder begleitet, zu Terminen mit Wartezeit oder bei Fahrten mit der Bimmelbahn.

Nun sind die Socken fertig und dürfen bald wieder mit der Bimmelbahn fahren, rüber in die schöne Universitätsstadt am Neckar. Hoffentlich noch, bevor die Züge wieder stillstehen...

Da in diesem Jahr mit Sicherheit kein weiteres Sockenpaar fertig wird - es müsste ja erst angeschlagen werden - kann ich schon mal die Sockenbilanz ziehen:

Sockenbilanz 2023

6 Paar Kindersocken klein und etwas größer. Alle für den kleinen J. 


7 Paar Socken für Erwachsene: 
3mal 8fach, 3mal 4fach + 1 Paar Sneakers 
3mal 8fach -  Socken für den Herrn Handwerkermeister, die Sneakers sind ebenfalls für ihn. . 
Von den 4fachen Damensocken habe ich ein Paar verschenkt und trage zwei selbst.
Und wieder keine Socken für den Gatten. Er habe noch Vorräte, meinte er...

Damit verabschiede ich mich an dieser Stelle für das Jahr 2023 und wünsche allen, die hier lesen, einen guten Übergang ins Neue Jahr. 

Samstag, 30. Dezember 2023

Waikala - die Waschtasche

Mit dem Bloggen bin ich leider weit hinterher. Es rächt sich, wenn frau nicht dran bleibt, denn dann vergisst sie nicht nur das Eine, sondern auch das Andere.

Zum Beispiel:

Diese Waschtasche "Waikala" genannt. 
Da wurde nicht nur das Bloggen, sondern auch das vorangehende Fotografieren vergessen. Das habe ich heute nachgeholt.
Die Waschtasche gehört dem Gatten. Da dieser unmittelbar nach den Weihnachtsfestivitäten zu Renovierungstagen ins Freizeitheim auf die Alb entschwand und gestern zurückkehrte, fiel mir die Tasche ins Auge. 

Der Gatte ist persönlich sehr bescheiden und hält lange an dem fest, was ihm taugt. Auch an einer Waschtasche, vor vielen Jahren ein Werbegeschenk der örtlichen Bank.  Irgendwann begann sich das Material aufzulösen und er fragte an, ob ich ihm nicht eine solche Tasche nähen könne, am besten genauso wie die alte sei...
Nun - die Pekka gefällt mir optisch deutlich besser, aber wenn er schon mal so konkrete Wünsche hat...
Daher hielt ich mich an die Waikala bzw. an die kostenlose Anleitung von Hansedelli.
Stoffreste hatte ich von der im Januar genähten Wickeltasche; ebenso eine kleine Rolle Kunstleder, Reissverschlüsse und einen Magnetknopf, der die Kunstlederklappe verschließt. Unter der Kunstlederklappe ist ein Eingriff, der damit gut verschlossen wird. 
Nur die Schrägbänder musste ich noch besorgen; die Seitenteile nähte ich aus normalem, nicht wasserabweisenden Stoff.
Die Anleitung war hervorragend, detailliert und perfekt ausgearbeitet. So konnte ich mich Schritt für Schritt vorarbeiten. Nur das Einfassen mit dem Schrägband, das war so eine Sache und gelang leider nicht ganz so perfekt, wie ich das gerne gehabt hätte. 
Aber der Osterhase, der die Tasche ins Osternest legen sollte, meinte, das ginge schon; und der Gatte sowieso. Die Tasche war nun schon mit ihm am Meer, in den Bergen und nun auch auf der Alb! 

Und ich will mich in den kommenden Tagen wieder einarbeiten, ins Bloggen. 

Donnerstag, 23. November 2023

Novembergrau....

 ... macht das Fotografieren schwer. Aber es musste sein, denn die Jacke sollte verschenkt werden.


So etwa sieht das Braun tatsächlich aus. 

... und so im Garten bei Novembergrau


Wieder der Garter Yoke; wieder das ganze Jäckchen in raurechts.
Ich kann mich da einfach nicht satt sehen, so weich, so mollig.
Einen Knäuel musste ich zukaufen. Eigentlich wollte ich das schöne dunkelgrau-beige, aber die gleiche Partienummer gab es nicht mehr. Daher habe ich einen Knäuel der hellen Melange gekauft und einfach drauf losgestrickt.
 Mir gefällt das Ergebnis sehr gut; den werdenden Eltern hoffentlich auch. 

Dienstag, 21. November 2023

Sie fließt und gießt...

 ... die Fils oder filisa, wie sie in alten Zeiten genannt wurde. 


Die Flussforscher erforschen nicht nur das Gewässer, sondern auch seinen Namen.

filisa .... von "filis", der Fels? Das würde passen, denn die Fils kommt aus dem karstigen Fels der Schwäbischen Alb, am Filsursprung bei Wiesen-steig.

Über Felsen fließt und gießt sie ihre Wasser über diesen Wasserfall, knapp oberhalb des Michelberg-Gymnasiums in Geislingen.

"fließen" und "gießen" - das wäre die zweite Erklärung für den Namen der
Filisa oder Fils.

Dann wäre da noch der Filwisgawe, der nach der Fils benannte Filsgau.
In Filwis steckt felwa - und das bedeutet "Weide" oder zwar der Weidenbaum. 
Hinter dem Wasserfall, über den die Fils  strömt und fließt und sich ergießt, da stehen viele hohe Weidenbäume -
auch am Rande der Schulwiese, die zum Michelberg-Gymnasium gehört, 
ein Ort, an dem Schüler und Schülerinnen Natur erfahren, bebauen und wertschätzen lernen. Ein Ort, der auch Ausflugsziel für Kita-Kinder der benachbarten Kindergärten ist. Noch. Denn das Michelberg-Gymnasium soll weichen von diesem Ort. Pfusch am Bau. Geldmangel. Ein geplantes Ende.

Dabei passt es doch so zu diesem Ort. Am Rande der Stadt. Im Grünen. 
An der Filisa. Draußen strömt und fließt und gießt der Fluss.
Drinnen bewegen sich Menschen, strömt der Geist, fließt die Bildung, auch die Herzensbildung. Panta rhei. Alles fließt. Nur noch wenige Jahre an diesem Ort. Dann ist es weg. Das Migy.




Im Psalm 1 heißt es von Menschen, die das Gute suchen, sie seien wie 
Bäume, gepflanzt an Wasserbächen.
Daran denke ich oft, wenn ich hinter der Schule unterwegs bin... auf der Brücke, auf den Wegen. 

Heute strömt sie mächtig, fast zornig, die Filisa. Über die Felsen ergießen sich ihre Wasser mit Macht und großem Lärm in die Tiefe. 




Alle Erklärungen zur Fils und ihrem Namen sind folgendem Buch entnommen: 
Die Fils - Fluss-Landschaft-Menschen, S. 12f; verfasst von H. Petershagen

Schwarz-Weiß...

 ...ist nicht unbedingt mein Farbschema.

Aber beim Krusteln in einer Restekiste fand ich exakt 3 Knäuel RedHeart Niki, weich, flauschig, 80% Polyacryl und 20 % Wolle, 2 Knäuel in weiß und 1 Knäuel in schwarz.


Den Gingersnap wollte ich gerne mal wieder stricken. Die Anleitung gibt es - nur in 1 Größe -kostenlos bei raverly. Mit 5er Nadeln ist schnell gestrickt und jegliche Art von Resten können verarbeitet werden. Das Original ist mit 3 Farben gestrickt, es gehen aber auch bunte Streifen oder eben nur zwei Farben: Schwarz und weiß.

Der Gingersnap wird von unten gestrickt; die Blende ist schon mit drin - also bitte beachten - auch die Knopflöcher müssen mit eingestrickt werden!

"Unterwegs" hatte ich befürchtet, das Garn könne nicht reichen, aber es hat; auch wenn ich bei den schwarzen Streifen ein bisschen tricksen musste.

Ich mag die kleine Jacke sehr, auch wenn das Garn sich natürlich des hohen Polyacrylanteils wegen etwas "stumpfer" anfühlt. 

Verlost...

 ... Liebe 3 Teilnehmerinnen der Verlosung - bitte meldet euch direkt bei mir.  Meine Mail-Adresse findet ihr im Impressum des Blogs rechts ...