Dienstag, 27. Oktober 2020

Und schon sind sie weg...

 ... die allerletzten Sonnenstrahlen dieses Oktobertages und mit ihnen das Feuergold, in dem  die letzten bunten, schon fast braunen,  Blätter  erglühten.



Rotgold - unter der Decke der grauen Wolken hindurch.

 Es wird nun früh dunkel - Kerzerl-Zeit.

Montag, 12. Oktober 2020

Was ich noch zu zeigen hätte.... (Teil 2)

.... ist (wieder mal) ein Resteschal. 

Auch dieser Schal ist schon einige Zeit fertig. Die letzten Fäden sind vernäht, er kann weitergegeben werden, an die Kleiderkammer der Wohnsitzlosenhilfe; zusammen mit dicken, warmen Socken.   
Der Schal ist gestrickt auf langem Seil - Nadeln Nr. 5 - 260 Maschen.

Die Länge passt, sowohl doppelt genommen und eingesteckt oder um den Hals gewickelt.  

 Er wiegt 250 g und enthält einige kleinere und größere Reste etwa gleicher Stärke, aber unterschiedlichen Materials.

Am Samstag habe ich, sozusagen als Aufwärmübung nach dem Krankenlager, ein bisschen gekruschtelt und gekramt; überlegt, was ich so stricken will und könnte:

 

  • Die begonnene große Strickjacke für mich (Gentle Morning) zügig fertig stricken. Sie hat einen hohen Bund am Hals - das kann ich gut gebrauchen, beim Lüften während des Unterrichts... Immerhin. Die langen Reihen oben sind fertig; die Ärmelmaschen stillgelegt.     Es reiht sich und wäre schön, wenn ich sie im November tragen könnte.
  • Ein Geschenk für die kleine Tochter des netten Kollegen, die im Frühsommer zur Welt kam - das bewährte Jäckle - oder ein Hoodie? Oder ein Kleid? Verschiedene Materialien sind sortiert.
  • Diverse Reste für dicke Schals oder Mützen.

Das hab ich dann alles zusammen in einen Karton gepackt, damit ich es schnell zur Hand habe, wenn ich es brauche.     

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Aber nun sortiere und krustle ich noch für ein Stündchen am Schreibtisch und in Moodle, den virtuellen Schulhäusern und Klassenzimmer und korrigiere ein bisschen Hausaufgaben.

Noch sind es Hausaufgaben, der Übung wegen. Hoffentlich bleibt es dabei, bei den klassischen Hausaufgaben zur Übung und Festigung des Präsenzunterrichtes und wir müssen nicht ganz in die Moodleräume umziehen. Aber vorbereitet sind wir. Und das ist gut so. 

                          

Samstag, 10. Oktober 2020

Was ich noch zu zeigen hätte.... (Teil 1)

 ... ist dieses Babyset.

 

Gestrickt schon irgendwann im Frühjahr/Frühsommer.

1. Die Decke - 

einfach gerade aus rauhrechts nach bewährter Machart Schlicht und einfach. 

  

2. Die Jacke - 

auch hier habe ich meine bewährte eigenen Anleitung verwendet. Hat die eigentlich schon mal eine meiner Leserinnen oder Leser nachgestrickt?

Davon zu erfahren würde mich sehr freuen!



3. Aus dem allerletzten Rest noch eine Mütze!

Das Garn - stammt aus den Untiefen einer großen Schachenmayr-Reste-Kiste, Polyacryl, fein, dünn, flauschig.Ich habe es doppelt genommen und mit 4,5mm Nadeln (Decke) bzw 4 mm Nadeln (Jacke und Mütze) verstrickt und verbraucht bis auf das letzte "Schwänzle".

Verbrauch:

Decke 177 g

Jacke 88 g

Mütze 20 g  

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Das neue Blogger allerdings ist ... mindestens "gewöhnungsbedürftig"....

Zum guten Schluss aber - herzlichen Dank für die vielen Kommentare zum Quilt, mit der Bitte um Nachsicht, weil ich nicht geantwortet habe. Die letzte Woche habe ich leider weitgehend im Bett verbracht und bin immer noch nicht fit. Magenschleimhautentzündung oder so.... Ich mach nun langsam, sehr, trinke Kamillentee und suche Ruhe... Aber immerhin, wenn in der Seitenleiste in den verlinkten Blogs irgendwas zum Thema Kochen und so auftaucht, wird mir schon nicht mehr schlecht; bei Bildern rolle ich immer noch schnell weiter. Aber heute traue ich mich schon wieder ans Brotbacken. Den Sauerteig habe ich gestern abend zusammengerührt... Ein Fortschritt. Das hoffe ich wenigstens.

Samstag, 3. Oktober 2020

Blau-Weiß

Mit diesem Quilt melde ich mich zurück, nach einer langen Pause; der September ist verstrichen ohne einen einzigen Post.
Im Oktober starte ich daher neu ins Bloggen und zeige den Quilt, den ich vor zwei Wochen schnell entschlossen begonnen und zügig vollendet habe.
Kein Mystery, kein Quiltalong, keine Reihen - nein - alles beieinander und nacheinander,
nach der neusten Anleitung von Sharon Holland - "Vista".
Patchwork, ganz grundständig, habe ich vor 2 Jahren mit Sharons sehr guten Anleitungen gelernt und geübt, unter anderem mit der Anleitung zum Community Quilt.
Da habe ich nun gerne ihre Anleitung zu diesem schönen Medaillon-Quilt gekauft und nachgearbeitet.
Da ich aber nur einen Satz FatQuarters zur Verfügung hatte, ging es doch nicht soo... ganz locker dahin. Die Gesamtmenge der Stoffteile hat zwar gereicht, aber eben nicht immer für die entsprechenden Teile. Ein Fat Quarter ist schnell verbraucht. Alles komplett zuschneiden und dann nähen - das ging also nicht. Ich habe mich daher von innen nach außen vorgearbeitet, Schritt für Schritt - und am Ende hat dann der Stoff gereicht und alles hat gepasst. Ich bin sehr zufrieden mit den blauten Blumen und ihrem Beiwerk. Den Hauptstoff allerdings, mit großen blauen Rosen, den habe ich aufbewahrt. Damit nähe ich einen passenden Kissenbezug.
Das fertige Quadrat wurde  - wie Sharon es immer wieder macht - mit Dreiecken auf den Kopf
gestellt - und mit schönen, schmalen Streifen ergänzt. Die mag ich ganz besonders.
Dem verrregneten Wochenende  sei Dank konnte ich in aller Ruhe quilten, sparsam, den Nähten nach - und selbst zum Schneiden und Zusammennähen des Binding reichte die Zeit noch.
Wie immer beim Quilten - das Schönste kommt zum Schluss - das Annähen der Einfassung,
natürlich von Hand!
Ganz zum Schluss gab es noch ein Signet auf der Rückseite (auf der ich stückeln musste, denn mein weißer Rückseitenstoff lag zwar schone 150 cm breit - aber der Quilt eben auch!
 
Mit Widmung. Eine Geburtstag und eine seit  37 Jahren bestehende Freundschaft 

PS: Die Freundin hat sich sehr gefreut. Aber der Quilt ist nochmal bei mir - dem Rat von Marion folgend, werde ich die weißen Teile noch etwas "nachquilten".


Sonntag, 30. August 2020

In ein "Paradiesgärtlein...." lade ich heute ein...

... keines mit "echten" Pflanzen und Tiere. Die sind "nur" gemalt, aber wie .....
Ich führe heute nach Effringen, an den Ostrand des Schwarzwaldes. Effringen gehört zum Städtchen Wildberg, hoch über dem Nagoldtal. Kurz danach auf der Hochfläche, da liegt Effringen - und mittendrin die Marienkirche.
 
Aus Effringen stammt meine Urgroßmutter Friederike. Vor vielen Jahren, als Studentin, bin ich einfach mal spontan von Tübingen aus in den Schwarzwald gefahren und habe dort in Effringen tatsächlich Verwandte gefunden und bin sehr gastfreundlich und sogleich zum sonntäglichen Mittagessen eingeladen worden; Braten, Spätzle und Kartoffelsalat. So war das. Damals.
Diesesmal war die Kirche unser Ziel, denn im Evangelischen Gemeindeblatt war ein Bericht darüber, der uns inspiriert und eingeladen hat.
So nehme ich euch mit, in die große, alte Marienkirche. Sie steht da wie eine Burg und kündet  vom Wohlstand des Dorfes in der Zeit, als die Kirche gebaut wurde.
 
Pfarrerin Sinner hat eine über Internet zugängliche Kirchenführung erstellt, die über die Homepage der Evangelischen Kirchengemeinde abrufbar ist.
 
Ein Audioguide mittels Smartphone; für mich ein absolutes Novum - und ich war und bin begeistert. Die Kopfhörer hatte ich eingepackt - und konnte genießen ohne andere zu stören.
Pfarrerin Sinner erzählt - über Entstehung und Geschichte und über den evangelischen Glauben, wie er sich in der Kirche zeigt und spiegelt. Immer wieder erklingt Orgelmusik, innerlich habe ich das eine oder andere bekannte Lied mitgesungen.
So wurde mir die halbe Stunde zur Andacht.

Die Bilder, die ich zeige, erkläre ich nur kurz. Wer mehr hören will, bediene sich doch des Audioguides.
 Wer nach oben blickt, sieht es - das Paradiesgärtlein, überall rankt es... Grün.
Grün - ist auch das Parament der Kanzel und des Altars. Im Kirchenjahr ist jetzt die Zeit der "grünen Sonntage", der Sonntage nach dem Dreieinigkeitsfest.
Die erste Hälfte des Kirchenjahres, das am 1. Advent beginnt, ist von den Christusfesten geprägt, es ist das Halbjahr des Herrn.
Nach Pfingsten beginnt die Zeit des Wachsen, die Zeit der Gemeinde, der Kirche. Christsein will gelebt werden, gepflanzt, gepflegt, begossen mit dem Regen der Liebe, gejätet mit Gnade und Barmherzigkeit, so dass Glaube und austeilende, fürsorgende  Gerechtigkeit wachsen kann, die jedem zukommen soll. Auch daran erinnen die grünen Paramente.
Ein kostbare Kanzel steht in der Effringer Kirche; eine der wenigen erhaltenen gotischen Kanzeln;
eine sehr schöne Steinmetzarbeit, die ich bewundert habe.
Der Aufgang von hinten ist schmal und eng. Da muss der Prediger oder die Predigerin achtsam und überlegt gehen - und geht zugleich unter einem Bild, das mahnt - zur rechten Predigt, unter der die Gemeinde nicht leiden muss. 
Pfarrerin Sinner erklärt dieses Bild sehr genau - und ja, eine Predigt ist Auftrag und Zumutung zugleich, denn im Menschenwort soll Gottes Wort hörbar werden. In den Worten der Bibel,
den Worten, in denen auch Menschen ihre Gotteserfahrung formuliert haben - und in der Auslegung, in der Menschen das heute tun. Der Glaube kommt aus der Predigt - so hat
Martin Luther es formuliert.
 Mit echten Rosen geschmückt...
 der uralte Taufstein, so tief, dass damals die Kindlein ganz eingetaucht werden konnten.
Hinter dem Altar, im Chorraum steht die Rokoko-Orgel, heiter, verspielt - und ungewöhnlich,
Nur noch wenige Orgeln stehen an dieser zentralen Stelle, wenn sie denn jemals dort standen.
Vor der Orgel - im Zentrum der Kirche und des Glaubens - Christus am Kreuz;
nicht mehr königlich-souverän wie in der Romanik, sondern mit ausgebreiteten Armen -
- der Heiland; unsere Zuflucht in Angst und Kummer und Sorge...
Und schließlich das Pfingstloch - einmal im Jahr wird es geöffnet - Symbol für Offenheit und Weite, für den frischen Wind, für den Heiligen Geist, der auch mal "lüftet" und neue Luft zum Atmen schenkt. Dem und der Einzelnen und der Kirche!
Also, wer mehr hören will, findet hier den Weg zum Audioguide.
Zum Schluss, ganz weltlich: Ein sehr gelungener kleiner Anbau zwängt sich zwischen alter Kirche und Mauer!  Barrierefreies WC; ein Raum, in dem auch mal eine kleine Besprechung gehalten werden kann; vielleicht ein Gespräch, Wasseranschluss und Spülbecken für die Mesnerin -
denn das Abendmahlsgeschirr muss ja anschließend auch gespült werden.
Und ein Raum, in den sich vielleicht auch eine  Mutter zum Stillen zurückziehen kann, wenn das Kind dazu Ruhe braucht.  Oder ein Vater, der das quengelnde Kind zum Schlafen trägt -. und trotzdem der Predigt noch zuhören kann. Eine Kirche für die Menschen, damals und heute!

Und zum guten Schluss bzw. Post Scriptum:
Sehr herzlichen Dank für die vielen Kommentare zum letzten Beitrag - zur Jacke, aber auch zur Blogmüdigkeit.
Von euch zu lesen hat mir gut getan. Danke!




Montag, 24. August 2020

Des Bloggens und des Strickens müde...

... war ich in den letzten Wochen und Monaten. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Irgendwann in den letzten Schulwochen wagte ich mich schließlich an eine feine, kleine Sommerjacke.
Ja, es ging noch, Masche für Masche; von oben nach unten -
 
275 g leicht, pfluderleicht,
mit Nadeln 3,5mm gestrickt; Sockenwollstärke, ein altes Drachenwollschätzchen aus Merino-Seide in dunklen -Lilatönen gefärbt. Bei den Knöpfen habe ich auf meine Schatzkisten zurückgegriffen - zwei helle Knöpfe und 3 dunkelgraue, mit der glatten Seite nach außen angenäht.
 - aber fotografieren gelingt mir im Moment nicht so recht; weder Farbe noch Struktur.

Das Jäckchen allerdings mag ich sehr! An den kühlen Sommerabenden, die nun kommen, oder am frühen Morgen....
Als Anleitung habe ich "Canelle" von rosa p. verwendet.

Montag, 3. August 2020

Die Erste der Saison....

Ja, die Amaryllis-Saison ist schon eröffnet. Ganz heimlich, still und leise hat eine Pflanze der letzten Saison vor sich hingetrieben; am Innenrand der Terrasse. 
Da habe ich sie schnell mit hochgenommen, auf den Balkon, geschützt vor Schnecken, denn die mögen die Amaryllen mindestens so sehr wie ich. Aber teilen will ich nicht.
Dunkel gefärbt war die Knospe; ich rechnete mit einer roten Blüte - 
aber dann: die schöne Picotée mit dem feinen dunkelroten Rand, die ich im letzten Herbst erstmals gesehen und gekauft habe.
Der Hitze haben sie gut standgehalten. 






Pink!

 ...mag ich durchaus.  Bereits im ausgehenden Winter, nach einer Halbjahreszeugniskonferenz, habe ich mir auf dem Rückweg von der Schule die...