Montag, 30. August 2010

Ohne weiteres Ribbeln...




habe ich heute fehlerfrei und glücklich dieses kleine, feine Tuch vollendet:
Traveling Woman von Liz Abinante (via ravelry);
Muster A: 3 mal, dann Muster B
Drachenwolle: Seide-Bambus-Merino
83g, Nadeln Nr. 4 -
das sind die Daten!

 
Es passt zu den hoffentlich noch nicht letzten Rosen....
 
aber auch zu meinen schwer von Sturm und Regen gebeutelten Zwergastern...
und misst exakt:
 
anderthalb auf einen halben Meter....
Weil es zum Septemberbeginn verschenkt werden soll, braucht es eine schöne Verpackung.
Da kam mir diese Idee und Anleitung gerade recht:
eine Kuverttasche; genäht aus zwei mal 50 x 50 cm Stoff....


Ein bisschen variiert: kein Tunnel und kein Bänderzug, sondern klassisch gerade;
 geschlossen mit einen schlichten Knopf....
geöffnet und verziert mit einer Häkelrosette...
Das Tüchlein passt genau hinein;

dazu dann noch ein Gutschein für einen Ausflug auf meine Lieblingsburg...
und ich hoffe, das alles macht dann Freude!

Sonntag, 29. August 2010

Strickwerke gibt es heute keine...

... denn fertig wird diesen Monat wohl nichts mehr;
so viel wie in den letzten Tagen habe ich ganz sicher in den letzten 30 Jahren (zusammen!!!!)
nicht mehr "aufgezogen" (süddeutsch für : "geribbelt")!
- erst ein schnelles Häkelwerk; da wäre klar im Vorteil gewesen, wer die Anleitung richtig gelesen hätte...
aber sei es drum, als Meisterin im Häkeln würde ich mich ja auch nicht bezeichnen, nicht mal als Gesellin...
Dann der Pullover für mich,
bei Schachenmayer in der Restekiste, allerschönste Rowan-Einzelknäule und bei einer Farbe ein bisschen mehr;
Hefte gewälzt, Anleitungen gesucht, Ideen, überlegt, zusammengestellt;
und sogar: eine Maschenprobe gestrickt - ganz untypisch, bisher dachte ich, das sei nur was für Feiglinge;
ach wäre ich doch mutiger gewesen.
Also: Maschenprobe gestrickt, abgemessen an einem gut sitzenden Pullover...
munter losgestrickt, Rundnadeln, Muster.... die halbe Länge bis zum Armausschnitt -
mich durch die Nadel reingezwängt - es hing wie Sack, viel zu weit....; andersrum wäre es schlimmer gewesen... also:
aufgezogen bis zum Bund... neu gestrickt; Schultern zusammengenäht. Es passt -
welche Freude.
Dann der erste Ärmel - gestrickt, probiert, mit einem Schnitt verglichen;
reichen 43 cm Länge wirklich oder dürfen es einige Reihen mehr sein?
Leider habe ich mich für letzteres entschieden; die Armkugel dafür exakt nach Anleitung;
der Lohn: Sie ließ sich wunderbar in den Armausschnitt einstecken!
Aber dann: was ich schon befürchtet hatte - der Ärmel etwas eng, auf jeden Fall für meinen Geschmack.
Was ich nicht erwartet hatte: der Bund um 15 Reihen zu lang!
Umschlagen? Dann wäre die Bordüre verdeckt; und außerdem das Breitenproblem nicht gelöst.
Beschluss: Den zweiten Ärmel neu und breiter stricken, dann erst den ersten Ärmel aufziehen und neustricken.

Aber: Zur Erholung dazwischen ein kleines, feines, einfaches Tuch, das außerdem bis Dienstag fertigwerden sollte (und das, obwohl ich wirklich keine UFOS und keine WIPS habe und immer brav eines nach dem anderen stricke - das zeigt, wie groß die Not war!)
Gesagt, getan, es ging wunderbar, gestern abend;
Dreieckstuch, den glatten Teil der Traveling Woman; viele von euch kennen das Tuch,
wirklich ganz einfach.
Heute den ersten Mustersatz - da stimmt doch was nicht; das Tuch ist ungleich breit; nachgezählt,
Differenz von 10 Maschen, was nun gar nicht geht und nicht weggemogelt werden kann.
Wie es dazu gekommen ist, ist mir klar, braucht hier aber nicht mehr erörtert zu werden....
Aufgezogen - Auf Anfang -Neu Angeschlagen;
wieder aufgeholt; 6 Musterreihen, dann stelle ich fest: da ist ein Fehler drin!
Obwohl das Muster wirklich einfach ist!
Also: Wieder ein Stück (nur ein Stückdiesmal!) aufgezogen, neu gestrickt -
bis jetzt stimmt es!

Habe ich jetzt Stricken verlernt? Oder was ist los?

Und außerdem: Am Mittwoch spontan eine kleine Vormittagswanderung auf der Alb.
Viele, viele Motive für einen netten Bericht als Anregung für alle Wanderlustigen und Alb-Fans -
Aber: Frau hat vergessen, den Akku ihrer Kamera aufzuladen.
Seit Sonntag liegt er auf ihrem Schreibtisch, leer, völlig leer....leerer geht es nicht mehr...

und deshalb gibt es heute nur :
3 Bilder vom letzten Sonntag,
8 Uhr in der Früh, See, Wald, Blumen;
Sonne, Wärme -
wir erinnern uns dankbar....
war das der Sommer?





Ich verabschiede den August mit Erich Kästner:

Nun hebt das Jahr die Sense hoch
und mäht die Sommertage wie ein Bauer.
Wer sät, muss mähen.
Und wer mäht, muss säen.
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.

Stockrosen stehen hinterm Zaun
in ihren alten, brüchigseidnen Trachten.
Die Sonnenblumen, üppig, blond und braun,
mit Schleiern vorm Gesicht, schaun aus wie Frau'n,
die eine Reise in die Hauptstadt machten.

Wann reisten sie? Bei Tage kaum.
Stets leuchteten sie golden am Stakete.
Wann reisten sie? Vielleicht im Traum?
Nachts, als der Duft vom Lindenbaum
an ihnen abschiedssüß vorüberwehte?

In Büchern liest man groß und breit,
selbst das Unendliche sei nicht unendlich.
Man dreht und wendet Raum und Zeit,
Man ist gescheiter als gescheit, -
das Unverständliche bleibt unverständlich.

Ein Erntewagen schwankt durchs Feld.
Im Garten riecht's nach Minze und Kamille.
Man sieht die Hitze. Und man hört die Stille.
Wie klein ist heut die ganze Welt!
Wie groß und grenzenlos ist die Idylle...

Nichts bleibt, mein Herz. Bald sagt der Tag Gutnacht.
Sternschnuppen fallen dann, silbern und sacht,
ins Irgendwo, wie Tränen ohne Trauer.
Dann wünsche deinen Wunsch, doch gib gut acht!
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.


Damit verabschiede ich ganz langsam schon den August und erwarte den September.
Ich bedanke mich bei all den vielen Leserinnen und Lesern in diesem Monat, insbesondere bei allen, die kommentiert haben. Das freut mich immer sehr. Bekannte Orte tauchen auf im geographischen Verzeichnis der Besucher, immer wieder aber auch neue Städte und ferne Länder... Vertraute Leserinnen aus Österreich, der Schweiz, Frankreich, Tschechien, immer mal wieder: Haifa in Israel;
und manches mehr; ganz neu in dieser Woche: die Färoer Inseln. Schön, wie so weltweit ganz feine, leise Fäden gespannt werden; so fein wie die Spinnenfäden des Altweibersommers....

Montag, 23. August 2010

Ein wohlriechendes Nadelkissen...


dazu hat mich Ute inspiriert.
Und da sich heute morgen mindestens 7 gute Gründe fanden, mal wieder zu nähen, ist unter anderem dieses feine, kleine Nadelkissen entstanden.
Der Buchstabe stammt aus einem schönen Alphabeth (Anna 4/1992), aus dem ich schon mehrere Buchstaben verwendet habe., hier und hier.
Mindestens 1 Jahr wird dieses kleine Stichwerk schon fertig gestickt gelegen haben....
Gefüllt ist das Kissen statt mit Lavendel mit Waldmeister, den ich im Frühjahr getrocknet hatte. Allerdings habe ich, weil das Leinen doch "löchrig" ist, ein kleines Inlett genäht und gefüllt. Bei jedem Nadelstich erinnert sein Duft nun an den Frühling.
Auch eine Stück alte Spitze fand sich im Vorrat, genauso wie der passende kleine Knopf am unteren Rand und Stecknadeln sowieso. Der Buchstabe zeigt, wem das Nadelkissen gehört: mir selber!
Nadelkissen kann frau nie genug haben. Nur ein Nadelmäppchen fehlt mir noch. Das fände ich praktisch zum Mitnehmen auf eine Reise. Aber was nicht ist,.... Eine schöne Vorlage jedenfalls habe ich schon! Die Stick-und Nählust ist wieder geweckt!
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Freitag, 20. August 2010

Zwischendurch...


... und schnell verstrickt war mein Mohair-Seiden-Fundstück:
- 38g in zartestem Kid-Mohair mit Seide
- Nadeln Nr. 5
- Muster: Easy Lace Stole; Anschlag: 31 M
Und weil mir dieses zarte Gelb leider überhaupt nicht steht, packe ich es in die Schachtel für die Einsamen-Weihnachtsfeier;
in der Hoffnung, dass sich dann jemand darüber freut.
Ich arbeite gerade an einem größeren Projekt... dazu dann, wenn es fertig ist, mehr!
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Dienstag, 17. August 2010

Für kleine Bubenfüße....

... strickt es sich mal schnell so zwischendurch...
Gr. 28, 33g, Rest einer Opal-Wolle aus der Serie "Harry Potter".
Fast ist zu befürchten, dass der kleine Bub sie auch bald braucht, zumal es auf der Alb, wo er wohnt,
immer "1 Kittel" kälter ist als bei uns unten im Tal.
Aber noch hoffe ich auf den Sommer. 3 meiner Zwergasterpflanzen habe ich im Juni gerettet, vor Schnecken und vor Asternwelke - indem ich sie auf den Balkon geholt habe!
Nun blühen sie auf! Eine meiner liebsten Sommerblumen, auch wenn sie schon den Spätsommer anzeigen!
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Montag, 16. August 2010

Zwischen Stuttgart und Ulm....

... liegt die Geislinger Steige; unten die Stadt mit der Talspinne aus 5 Tälern,
oben schon die Alb.
Am Fuß der Alb, fast oben, in einer wilden Klinge entspringt die Rohrach. Schnell fließt sie zu Tal, mündet schon nach wenigen Kilometern in die Fils, diese in den Necker, der in den Rhein und schließlich in die Nordsee.
Das Rohrachtal ist ein Feuchtgebiet und steht unter Naturschutz. Vieles gab es zu sehen, zu entdecken, zu
bestaunen, fast vor der Haustür.... Bahn, Straße, Fluß und rechts davon der sehr gut zu begehende,
barrierefreie Fußweg; gespickt mit einigen Lehrtafeln.
Wir entdeckten noch viel anderes:
Kleingärten, z.T. verlassen, überwuchert vom Gebüsch, zurückgeholt vom Wald; Reste einer alten Mauer,
eines alten Gartenweges im Steilhang....
Bald darauf der Rohrachweiher.....
Kleine Kostbarkeiten sieht, wer darauf achtet:
Eine der vielen Quellen am Fuße der karstigen Alb....
Danach gleich die Rohrach mit starkem Gefälle und flottem Lauf:
Feucht, vermoost, altes Holz, ideal für Pilze wie diese:
Bald schon die Schimmelmühle mit Mühlenladen und Café; danach die Steigmühle: idyllisch, aber ob da im
Winter auch nur ein Sonnenstrahl seinen Weg hinein findet?
Schon sind wir oben, überqueren Straße und Bahn; schauen vom Mühltalfelsen hinunter ins Tal:
Hoch über Fluß, Straße und Bahn geht es zurück; waldige, dunkle Talklingen lassen den Weg weit ausholen,
immer wieder; so geht es bis zum Ödenturm, hoch über der Stadt:
Dort oben bläst schon der erste Herbststurm, doch meine Jacke wärmt....:
ein letzter Blick hinab auf die Stadt und weiter hinunter ins Tal, Stuttgart zu.... Dann in steilen Serpentinen
hinunter; bei den ersten Häusern gehen wir wieder hoch, wieder über der Bahn, verlassene Kleingärten,
der Wald holt sich alles zurück;
eine alte Eisenbahnbrücke verkürzt den Weg:
führt uns über den Rorgensteig zurück zum Parkplatz.
Dreieinhalbstunden dürften es gewesen sein, unten fast flach; der Aufstieg mäßig, oben immer mal auf und ab;
breite Wege und schmale Pfade, alles gut begehbar.
Wir haben viel gesehen, entdeckt - ein Sonntag, ein Weg zum Erinnern....
Wer es nachwandern will:
Mit dem Auto nach Geislingen, auf der B 10 Richtung Ulm, gleich nach dem Ortsende und nach dem
Friedhof die 1. Möglichkeit rechts; der Naturlehrpfad ist ausgeschildert; Parkmöglichkeiten sind da.

Sonntag, 15. August 2010

Silbergrau und federleicht...

.... so zeigt sich nun mein 2. Harunituch.
Diesesmal anders gespannt, nur die Blattspitzen!
An der Mittelachse und Spitze stoßen die Blätter zusammen; mich erinnern sie an Pfingstrosenblätter....
Die Wolle, im vorletzten Post beschrieben, hat sich nach dem Wasserbad sehr bewährt, wunderbar weich und leicht. Gut, dass ich davon noch eine sehr große Menge habe, ein bisschen auch in dunkelblau.
Da hängen sie nun beide, der blaue (66g) und der graue...( nur 54 leichte Gramm!).

Einer wird verschenkt, einer bleibt bei mir. Lieber hätte ich den Grauen, aber Grau, das steht mir nicht -
also behalte ich wohl den Blauen.
Und was da an der Seite so gelb hervorblitzt? Davon bald mehr.

Die Arche Noah...

 ...immer wieder ein Klassiker in Büchern und auf Stoffen. Auf einer Stoffmesse habe ich mir einen Charm Pack gekauft, 42 kleine Stoffstücke...