Freitag, 10. November 2023

Den Garter Yoke Cardigan....

 ... stricke ich bekanntermaßen immer wieder gerne.

Die Anleitung ist - allerdings nur in einer Größe - kostenlos in ravelry zu finden und begeistert mich immer wieder ( "Achtung Werbung").

Überhaupt - rauhrechts - das mag ich einfach, weil es so füllig und kuschlig ist. Auch für kleine Menschen.



Bei diesem Modell habe ich nicht nur den Yoke/die Passe rauhrechts gestrickt, sondern die ganze Jacke. 
(Fast) einfarbig mit einem feinen, kleinen Akzent in rost/fuchsfarben, natürlich ein Rest vom Fuchspullover.

Ein ganz kleines Büblein wächst hoffentlich bald in die Jacke hinein und ist dann gut geschützt, wenn der Wind kalt von der Alb runter bläst...

Gestrickt habe ich mit Austermann 105, Nadeln 3,5mm und insgesamt 117g verbraucht. 

Donnerstag, 9. November 2023

Herbstferien: Vom Hohenstaufen zum Rechberg

Die erste Hälfte der Herbstferien war ich krank. Ordentlich verschnupft, aber kein dauerhafter Husten.Bewegung und frische Luft habe ich mich gefreut. Der Morgen war sonnig und mild. So starteten wir direkt von zu Hause mit dem Bus. Erst in die Kreisstadt, dann mit guter Verbindung hoch ins Dorf Hohenstaufen. Den Berg selbst ließen wir links liegen und machten uns auf den Höhenweg Richtung Rechberg; ein schmaler Grat namens Aasrücken, der letztlich das Filstal vom Remstal trennt und den letzten Rest der Schwäbischen Alb bildet. 

Für uns ist das ein Stück "Alte Heimat". Im Tal unter dem Aasrücken haben wir als junges Paar gewohnt. Ich habe dort meine Ausbildung abgeschlossen.Manchmal bin ich die Strecke vom Tal auf den Berg und wieder zurück dreimal am Tag gefahren, je nach Dienst und bei jedem Wetter. Auch die Orte nördlich des Grates unten im Tal, dazu einige der vielen Einzelgehöfte, gehörten zu meinem Bezirk. Einmal, im Winter, bin ich bei strahlendem Sonnenschein im Tal  losgefahren. Auf dem Aasrücken erwischte mich ein Schneesturm von Norden, drehte meinen Polo deutlich nach links und ließ mich erstmal stehen. Dann orientierte ich mich, stellte fest, dass ich immerhin mitten auf der Straße war und fuhr im Schritttempo und mit offenem Fenster schön langsam über die Höhe. Auf der anderen Seite hatte sich ein Polizeiwagen quer gestellt, um die Straße zu sperren. Aber da war ich  schon  aus dem Schlimmsten raus. . Im Dorf oben, an der Kirche, war der Spuk  schon fast vorbei. 10 Minuten später strahlte auch über dem Aasrücken wieder die Wintersonne und ließ den Schnee glitzern. Meine Spuren im Schnee allerdings waren auch bei der Rückfahrt noch gut zu sehen.  

Auch 35 Jahre später packte uns der Wind. Kein Schnee, kein Nordwind, sondern ein kalter! Wind von Süden! Sonne und Wärme war angesagt, wenigstens bis Mittag. Aber nun zog es sich bereits am Vormittag deutlich zu. 

Im Wald waren wir vor dem Wind  geschützt, auf steilerem Weg wurde uns warm. Den Rechberg hatten wir im Blick; wenn auch die Ruine gut versteckt war. 


Über einen der für die Schwäbische Alb typischen schmalen Fußwege traversierten wir den Hang schräg nach oben; eine scharfe Kehre und ein letzter kurzer Anstieg. Dann waren wir oben in der hervorragend ausgebauten und zugänglich gemachten Ruine Rechberg. Durch die Mauern und über Treppen ging es auf Aussichtsplattformen ganz nach oben. Sie boten uns weite Ausblicke über das Land, rüber zur Kette der Schwäbischen Alb und nach Norden auf den Schwäbischen Wald. 

Von der Ruine geht es auf einer kleinen, schmalen Straße hoch zur Wallfahrtskirche zur Schönen Maria auf dem  Rechberg; steil, aber gut zu gehen! Dort oben haben wir fast zu lange gebummelt, denn erste Regentropfen fielen und es wurde immer grauer. Wir sind daher nach Norden abgestiegen, wieder auf schmalen, laubbedeckten, teils ausgesetzten Pfaden durch den steilen Traufwald hinab, dann über Kuhweiden und Feldwege hinunter nach  Metlangen. In Metlangen hält der Bus nach Göppingen, der uns zurück ins Filstal brachte. Weil die Umsteigezeit in Göppingen doch recht knapp war, stiegen wir schon einen Station vorher aus, gingen schnellen Schrittes zum dortigen Bahnhof und erreichten dort den MEX (Metropolexpress) und an der nächsten Station glücklicherweise den Bus, der uns nach Hause brachte.  Auch bei der Heimfahrt ab Metlangen immer wieder Erinnerungen, "weißt doch noch..."?

Ein schöne Ferienwanderung mit allem, was dazu gehört. Geregnet hat es erst, als wir zuhause waren.

Mittwoch, 8. November 2023

Mit den Pilzen....

 ... ist das dieses Jahr so eine Sache - beziehungsweise keine! Ich erinnere mich an kein derart mageres Pilzjahr. Die Trockenheit im Sommer ist sicher ein Grund. Gegen Ende der Sommerferien habe ich an bekannter Stelle Rotfußröhrlinge entdeckt; klein, aufrechtstehend, scheinbar knackig. Der Blick von unten auf die Pilze zeigte ein anderes Bild: Völlig ausgedörrt, nur Haut und Luft. 

Trotz Regen tut sich nicht viel, aber immerhin ein gewisses Wachstum ist zu erkennen. Massenpilze, Stockpilze, die wir allerdings nicht kennen. 

Einige wenige Herbstrotfußröhrlinge haben wir entdeckt. Sauber, fast madenfrei, am Ende zwei Gabeln für jeden von uns. Immerhin!

Dienstag, 7. November 2023

Ein goldenes Blatt...

 ... ist auf diesen Pullover gefallen. Gerade als ich die Brunnenabdeckung als Unterlage zum Fotografieren verwendet habe.

Das Goldene Blatt - Goldener Herbst.

Den Pullover kann der kleine J. nun gut gebrauchen. Er ist 145 g leicht, eine feine, glatte, weiche Wolle. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich habe neulich mal die Schachtel mit Resten aller Art durchgeschaut, sortiert, überlegt und zusammengestellt. Gedämpfte Herbstfarben im Blocksatz;

ein schönes Halsbündchen. Da zwickt nichts beim An-oder Ausziehen.

Der Pullover ist als Raglan von oben gestrickt. Ich habe dieses Mal selbst gerechnet und sehr gehofft, dass der Pullover auch passt. 

Mit langen Ärmeln und langem Rücken. 

Er passt! 

Letzte Woche, in den Herbstferien, sind wir wieder mal mit der Bummelbahn in die schöne Universitätsstadt am Neckar gefahren. Den Pullover durfte der kleine J. kurz anprobieren. Er passt und nun sind auch alle Fäden vernäht. 

Gewicht: 145 g

Die Fahrt, vor allem die Rückfahrt aus der schönen Universitätsstadt ist immer spannend! Kommt der Zug? Kommt er nicht? Wann kommt er? Und - welche Gründe werden diesesmal durchgesagt, warum er nicht kommt - nicht weiter fahren darf - nicht abfahren darf... Diesesmal sind wir sogar früher als geplant abgefahren; denn wir haben noch den um ein knappes halbes Stündchen verspäteten  vorherigen Zug erwischt. Der aber zuckelte zwar munter los, fuhr dann aber statt auf das Ferngleis ganz links auf das Abstellgleis ganz rechts. Da stand er nun. Und wir mit ihm.

Irgendwann kam die Durchsage, die Strecke vor uns sei durch einen vorausfahrenden Zug blockiert. Das kennen wir schon. Schuld ist die Baustelle im übernächsten Bahnhof. Kaum war die Durchsage beendet, rauschte allerdings der blitzschnelle ICE auf dem Ferngleis an uns vorbei, von hinter uns kommend natürlich. Das finde ich nun zwar durchaus berechtigt, aber warum dann diese Durchsage? 

Schließlich bummelten auch wir langsam und gemütlich los. Mit der Bummelbahn; MEX = Metropolexpress genannt. Irgendwann habe ich das kleine Sockenstrickzeug aus dem Rucksack geholt. Gut, dass ich es dabei hat. Frau weiß ja nie...

Immerhin ließ uns der Anschlusszug am Umstiegsbahnhof nicht wie beim der letzten Fahrt an der Bahnsteigkante stehen und fuhr uns im realen Sinn direkt vor der Nase weg. Und auch den Bus vom Endbahnhof in unser Dorf, der in der Zwischenzeit sogar einmal pro Stunde fährt, erreichten wir noch!

Montag, 6. November 2023

Schäfchenzählen....

 ... am (nicht mehr ganz) frühen Morgen. 


Gestern, ungefähr zur gleichen Zeit, sah der Himmel so aus; durch den über Nacht völlig kahl gewordenen Nussbaum hindurch...



Samstag, 4. November 2023

4 kleine Füchse...

 ... beobachten die Welt - von einer kleinen Mütze aus.


Passend zum Fuchs-Pullover habe ich eine kleine Mütze gestrickt; nach der Anleitung "Maine" (ravelry, kostenlos) und dem Fuchs-Chart vom Pullover. 39g der Wollreste habe ich damit verbraucht. Auch hier waren lange Spannfäden einzuweben. 

Das Sticken von Augen und Nase ging nun flott von der Hand und gefällt mir sehr.

Leider ist die Mütze zu klein geraten. Die Füchse dürfen daher in den Winterschlaf, bis irgendwann ein kleines Köpfchen zu der Mütze passt.

Donnerstag, 2. November 2023

Bunt auf weiß...

... ist diese Jacke. 




Ich hatte noch einen ordentlichen Rest Garn in Weiß von der Taufjacke für den kleinen J; dazu kleine Reste einer ebenfalls im letzten Jahr auf Wunsch "in Bunt" gestrickten Jacke. Das hat gut gereicht. 
Verwendet habe ich die Anleitung  "Basic Baby Raglan Cardigan Sweater",
zu finden bei ravelry. Die Jacke strickte sich an einem sonnigen Sonntag
auf dem Balkon  "wie geschmiert".
Auch das Mützchen dazu war schnell fertig, gestrickt nach der bewährten Anleitung "Maine Hat", ebenfalls bei ravelry. 
Die Jacke wiegt 83 g, die Mütze 29 g; also deutlich leichter als die ebenfalls bewährten Jacken in rauhrechts bzw. garter stich. 

Babysocken, ganz klein...

... stricken sich gerne mal zwischendurch. Als kleines Mitnahmeprojekt im ÖPNV oder zwischendurch, wenn die Strickerin nicht so recht weiß, ...