Samstag, 8. Februar 2014

Für eine Suppe aus roten Linsen....

... verkaufte einst Esau seinem Bruder Jakob das Recht des Erstgeborenen, das Erbrecht.
So steht es in der Bibel (Gen 25,1-34)
Verstehen kann ich Esau schon, auch wenn die Erpressung seines Bruders nicht zu billigen ist.
Da kommt ein Mann heim, müde von der Tagesarbeit auf dem Feld  - und sieht "das rote Ding da",
wie es blubbert, Wärme verheißt und riecht den Duft... und schätzt es hoch und alles andere gering;
isst das Linsengericht und Brot ... und steht auf und geht davon.....
 Solch ein Linsengericht gab es heute auch bei uns.
Einfach, schmackhaft, wärmend und gut.
"Ägyptische Linsensuppe" - so steht es im Vorbereitungsheft für den diesjährigen Weltgebetstag,
den ägyptische Christinnen vorbereitet haben.
Ich habe die Suppe nachgekocht, wie immer ein bisschen variiert ...
und bin sicher: Dieses Linsengericht gibt es noch öfter!
Ein Samstagsessen - schnell gekocht, wohlschmeckend und kräftigend;
für die, die samstags immer irgendwas zum Schaffen haben....

Aber nun das Rezept, nicht im Original, sondern in meiner Version:

Frau nehme:
ca. 100g rote Linsen,
3 große gelbe Rüben/Karotten, geschält und kleingeschnitten
1 große Kartoffel und 1 Zwiebel, ebenso geschält und kleingeschnitten
3 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer
Dies alles kommt in einen Topf und wird mit 4 Tassen Wasser aufgegossen.
Bloß keine Gemüsebrühe, außer sie wäre selbstgemacht.
Es wäre schade um den guten natürlichen Geschmack der Zutaten, würden sie vom Geschmack
der Fertigbrühe überlagert!!!

Ca. 10-15 Minuten sanft köcheln,
dann würzen mit:
Salz, Pfeffer, Chili, Cardamon, Kreuzkümmel, geriebener Zitronenschale oder Zitronensaft
und solange kochen, bis die Linsen zerfallen und die gelben Rüben einigermaßen weich sind.

Dann alles mixen.
1 kleiner Schuss Milch (oder Sahne), was halt da ist und gerade weg muss....
1 kleiner Schuss Olivenöl
Abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen.
Und ganz zum Schluss wenn vorhanden: 1 kleiner Schuss Kürbiskernöl mit seinem guten nussigen
Aroma!



Dazu Brot oder frische Brezeln!
Zum Nachtisch gab es Apfelmus. Aus der Gefriertruhe. Es schmeckt auch nach 1 Jahr Kälteschlaf noch ausgezeichnet, pur, nach Äpfeln. Ganz anders als das bäppig-süße aus so manchem Glas.

Gesegneten Appetit!

An dieser Stelle bedanke ich mich für die vielen Kommentare, auf die ich nicht einzeln geantwortet habe; zum Teil ist die direkte Antwort an eine mail-add nicht möglich - und zum anderen ist die Zeit gerade arg knapp. Auch gestrickt wird wenig. 1 Werk, das seine Zeit braucht.
Das wird wohl auch noch eine Weile so gehen, vielleicht schalte ich demnächst die Kommentarfunktion aus, denn es ist mir nicht recht, mich nicht bedanken für freundliche Kommentare bedanken zu können. 

Jetzt lege ich die Beine hoch und schaue Biathlon,
ganz klar, in der Hoffnung auf Gold... oder Silber .... oder wenigstens Bronze...
nein, nicht nur für Deutschland, sondern für unser kleines feines Städtle im Filstal....

Kommentare:

Allerlei-Handarbeit hat gesagt…

Wunderbar lesen sich die Zutaten für die Linsensupper, liebe Ingrid. Vielen Dank fürs Rezept. Linsen mögen wir sehr gerne und sie sind auch wirklich vielseitig verwendbar. Toll finde ich auch, daß es doch viele Linsensorten in verschiedenen Farben gibt, die auch unterschiedlich schmecken. Ich kann Dir nur zustimmen, selbstgemachtes Apfelmus ist das beste und ich friere auch ein. Es behält Geschmack und Aussehen und schmeckt wie frisch gekocht. Im gekauften ist viel zu viel Zucker und die breiige Konsistenz mögen wir auch nicht.

Viel Spaß beim Sport, ein schönes Wochenende und viele Grüße von Mia - die gerade wieder Socken mit Schwarzwaldzpöpfle-Muster auf den Nadeln hat.

Brigitte hat gesagt…

Abgesehen von der wirklich leckeren Linsensuppe mag ich auch deinen Hinweis auf den Weltgebetstag!

Auch in unserem Haus gibt es nur selbstgemachtes Apfelmus. Man braucht fast gar keinen Zucker, denn der Geschmack steht für sich selber.

Man muss sich auch im Leben immer die Zeit nehmen, die man eben benötigt. Da denke ich schon, dass du unser Verständnis voraussetzen kannst.

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Brigitte

Maike hat gesagt…

Hmmm, liebe Ingrid, das klingt lecker. Rote Linsen habe ich noch nie probiert, das wird auf jeden Fall jetzt nach geholt. Bei uns gibt's öfter mal braune Linsen. Ist da geschmacklich ein großer Unterschied? Dein Rezept wird ganz bestimmt nachgekocht, schreibe ich mir gleich mal auf.
Ich kaufe auch schon seit Jahren keinen Apfelmus mehr, sondern verarbeite nur noch meine „Elstars“ aus dem eigenen Garten. Obwohl die Sorte ja sehr sauer ist, füge ich keinen Zucker dazu. Natur pur und sowas von lecker. Allerdings koche ich ihn immer in Gläser ein. Komisch eigentlich, denn als meine Jungs noch Babys waren, habe ich das Apfelmus auch immer in kleine Nachtmittagsbreiportionen eingefroren. Das geht ja eigentlich viel schneller als die Gläsereinmachmethode. Wieso bin ich davon abgekommen * grübel*
Ups, das war jetzt aber ein langer Beitrag. Und wenn Du die Kommentarfunktion jetzt schon abgestellt hättest, hätte ich nicht meinen ganzen Kram loswerden können ;-))
Liebe Grüße,
Maike

Hilda hat gesagt…

Ich liebe Linsensuppe.... allerdings kenne ich dieses Version noch nicht. Muss ich ausprobieren. Herzlichen Dank für das Rezept liebe Ingrid.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und schicke Dir

liebe Grüße
Hilda

beerentoene hat gesagt…

lecker!! das erinnert mich, diese suppe auch mal wieder zu kochen ...lg colette

KB Design hat gesagt…

Danke für deine Rezeptversion, ich werde es bestimmt ausprobieren.
LG, Brigitte

tofu hat gesagt…

Also Erpressung war das ja nun wahrlich nicht. Aber Esaus Hunger auf Linsensuppe kann ich sehr gut verstehen :) Yummy!