Samstag, 25. April 2015

Neue Stuhlkissen ...


... waren lange schon fällig. Aber wie es so ist....
 Heute habe ich den etwas verregneten Nachmittag genutzt, geschnitten, genäht, gestapelt.
Ganz fix und einfach, mit Hotelverschluss und 40 auf 40 cm.
(Zur Erklärung: Hotelverschluss ist ohne Knöpfe oder Reißverschluss, sondern mit übereinandergelegten Enden, in die das Kissen eingeschoben wird).
Das Kissen oder der hintere Teil des Kissens muss dafür etwa 20-30 cm länger zugeschnitten werden.
Bei Gelegenheit fotografiere ich mal, wie ich das mache und zeige das dann!)

Auch eine Tischdecke hat es noch gereicht;
und Tulpen aus dem Garten.
Dazu die schöne, alte Melitta-Tasse.
Die Stoffe habe ich als große Abschnitte für sehr wenig Geld im Fabrikverkauf bekommen;
beide Farbrichtungen stammen aus der Serie "Weekends" (was ja passt!) von Erin McMorris; Free Spirit.

Ich freue mich sehr daran! Vorweggenommene Sonntagsfreude (mehr bei Barbara)

Montag, 20. April 2015

Mit Sonntagsfreude in die neue Woche...

.. tut gut.
Gestern war der Sonntag vom Guten Hirten - Misericordias Domini, der zweite Sonntag nach Ostern.
Er eröffnet die festlichen, klingenden Sonntage: Jubilate, Kantate, Rogate - Jubelt, Singt und Betet.
Schweres und Schwieriges muss nicht verschwiegen werden und hat seinen Platz.
Misericordias Domini -
dazu gehört der 23. Psalm.

Seit vielen Jahren begleitet mich eine französische Übersetzung dieses Psalms;
seit ich sie in der Kathedrale von Mende beim Blättern im Gesangbuch gefunden und auf einen
Handtaschenzettel geschrieben habe...

Le seigneur est mon berger,
je ne manque de rien.
Sur des prés d'herbe fraiche,
il me fait reposer.

Il me mène vers les eaux tranquilles
et me fait revivre;
il me conduit par le juste chemin
pour l'honneur de son nom.

Si je traverse les ravins de la mort,
je ne crains aucun mal,
car tu es avec moi,
ton baton me guide et me rassure.

Tu prépares la table pour moi
devant mes ennemis;
tu repands le parfum sur ma tete,
ma coupe est débordante.

Grace et bonheur m'accompagnent
tous les jours de la vie;
l'habiterai la maison du seigneur
pour la durée de mes jours.

Übersetzt (von mir):
Der Herr ist mein Hirte,
es fehlt mir an nichts.
Auf Wiesen mit frischem Gras
lässt er mich verweilen und Ruhe finden.


Er führt mich entlang ruhigen Wassers
das mich nach seinem Willen erfrischt;
er führt mich auf dem richtigen Weg,
dem Weg des Rechts und Gerechtigkeit
zur Ehre seines Namens.

Wenn ich die Schluchten des Todes durchquere,
fürchte ich das Böse nicht,
denn du bist bei mir,
dein Stab führt mich und macht mich festen Schrittes.

Du bereitest den Tisch für mich,
vor meinen Gegnern.
Du gießst duftendes Öl über mein Haupt,
mein Becher läuft über den Rand.

Gnade und Gutes begleiten mich
durch die Tage meines Lebens;
ich werde wohnen im Haus des Herrn
für die Dauer meiner Tage....
In diesem Sinne: Eine gute Woche.
Besonders grüße ich alle meine französisch sprechenden Leserinnen und Leser,
in Frankreich, Belgien, Luxemburg und dem Rest der großen weiten Welt.

Une bonne semaine et bonheurs à mes lecteurs, qui parle francais
en France, Belgique, Luxembourg et toutes les pays du monde.... 

Viele weitere Sonntagsfreuden finden sich hier.

Montag, 13. April 2015

Ins "Göppinger Allgäu", was heißt: ins Ottenbacher Tal ...

... zog es mich letzte Woche. Recht spontan, angeregt durch eine Wandertafel im Nachbarort, die
"Glaubenswege" beschreibt.
Auch ich bin Glaubenswege gegangen, im Ottenbacher Tal. Dort haben wir als junge Eheleute 3 Jahre
gewohnt und unser erstes Kind bekommen  Ich habe in der dortigen Evangelischen Kirchengemeinde den praktischen Teil meiner Ausbildung absolviert und abgeschlossen.
Menschliche Verbindungen bestehen noch heute. Immer wieder kehren wir gerne zurück.
Diesesmal habe ich allein eine Tour unternommen, bin früh los, noch in der Kälte.
Geparkt habe ich, wie immer, an unserem Evangelischen Gemeindehaus;
eingeweiht am Palmsonntag1987, mitten in der Diaspora, mit einem großen Festgottesdienst, einer feierlichen Einweihung und einer ganzen Festwoche mit vielen hervorragenden kulturellen und anderen Veranstaltungen
4 Pfarrer im Talar waren am Gottesdienst beteiligt: Prälat, Dekan, Gemeindepfarrer und ich als Letzte.
Für die kleine Diasporagemeinde war das eine durchaus wichtige Sache; nie werde ich die Bewegung
in manchen Gesichtern vergessen, als Prälat Aichelin aus Ulm, ein stattlicher Herr, auf dessen Brust das Prälatenkreuz gut aufliegen konnte, die "Grüße der ganzen Landeskirche" überbrachte.
Das ist nun bald 30 Jahre her; vieles ist geschehen, Schönes und Schmerzliches; manches ist geblieben,
manches hat sich verändert. So ist es, das Leben.
Wer einsam geht, hat Zeit den Weg zu genießen, die Sonne, die zunehmende Wärme, die Anstrengung beim Anstieg; die Freude, Bekannte ganz zufällig zu treffen;
Zeit, auch sich zu erinnern.
So bin ich hochgestiegen, über Kitzen und den Haldenhof,
durch die Kuhweide mit knapp 100 Kühen,
bis unter die Steilkante und die letzten Meter hoch zur Straße über das Rehgebirge.
Dort kann der Blick weit schweifen,
zur Reiterleskapelle und zum Kalten Feld, zum Messelberg und in die Donzdorfer Gegend,
zum Stuifen, dem einsamsten der Kaiserberge -
und natürlich auch zum Staufen, der schwäbischen Berge Schönstem!
Ohne Ablenkung sieht die Wandersfrau umso mehr....

ein weites Feld;
ein großer mächtiger Baum, der alles dominiert und doch dem Gras die Sonne lässt...
Wege und Straßen, die rechts und links, nach Westen und nach Osten immer wieder schmal und steil
hinabführen,
zu Einzelgehöften, Weilern, Dörfern und Städten...
Naturerscheinungen....
und auch Glaubenszeugnissen am Wege. Kreuze, Wegekreuze.
Deshalb ist der Weg wohl auch ausgeschrieben als "Glaubenswege".
Da hätte ich allerdings doch gerne die eine oder andere kleine Informationstafel gesehen und gelesen;
denn hinter diesen Glaubenszeugnissen am Wege, seien es Kapellen, Kirchen, Kreuze oder Bilder
verbergen sich oft Geschichten, Erfahrungen, die Menschen gemacht haben, mit Gott und der Welt,
mit sich und anderen. Glauben ist für mich "verdichtete" Gotteserfahrung; das Christentum eine Religion, die auch von und mit Geschichten lebt. Die christliche Gemeinschaft ist von Anfang an eine Erzähl-
gemeinschaft. Und hier nun gab es leider nur einen Hinweis auf dem ganzen Weg - und der galt  einem Denkmal, das nur über eine nasse Wiese zu erreichen war. Der Rest - ich hätte gerne mehr erfahren.
Vielleicht steht es ja im Begleitbuch oder im Internet. Aber ich, ich war ja solo unterwegs, ohne Buch und ohne Internet. Über die Höhe und über die Linden-und Herbenhöfe wieder hinab ins Tal.
Nachtrag: Im Internet findet sich tatsächlich einiges an Information, auch zu diesem Kreuz.
Eine kleine!! Infotafel würde aber auch diejenigen informieren, die einfach unterwegs sind. Vielleicht ganz zufällig! Und würde  auch Erinnerungen bewahren... (Leider sind die touristischen Informationen im Artikel sehr veraltet; so gibt es z.B. den Märchengarten nicht mehr!)

Trotzdem, die Wanderung war schön! Sehr schön!
Das Ottenbacher Tal ist immer eine Reise wert; eine Wandertour sowieso!

Sonntag, 12. April 2015

Samstagabends.....

.... gehört es für mich zum Schönsten, durch den Garten zu gehen und Blumen zu schneiden....
Abschluss der Woche...
Vorfreude auf den Sonntag, den Beginn der neuen Woche.

Diesesmal:
Klein und fein, solange Primeln und Schlüsselblumen noch gepflückt werden könnnen,
dazu Gänseblümchen
 und erstes Wiesenschaumkraut.
Alles wird kurz und knapp geschnitten, eingefasst mit einer Manschette aus Blättern der überall wuchernden Akelei.
Klein und fein - eine Sonntagsfreude



Freitag, 10. April 2015

In der Wilhelma....

blühen die Magnolien. König Wilhelm I. von Württemberg ließ im vorletzten Jahrhundert einen Garten im maurischen Stil anlegen.
Diese schönen Wandarbeiten
 und die Gesamtanlage, auch so manche Außenansicht der Gewächshäuser am Hang zeigen dies noch heute.
Innerhalb der Mauern blühen geschützt viele Magnolien, kleine Stauden und große alte Bäume,
Sternmagnolien und Tulpenmagnolien, weiße Blüten, zartrosa, dunkelrot. Noch blüht nicht alles, die späten Sorten waren noch kahl, zumal es am Ostermontag deutlich kälter war, als ich es in Suttgart erwartet habe.


Geschützt in den Häusern gedeihen  Kakteen, Zitrusbäumchen, Kamelien und manches mehr.
 Die Kameliensammlung gehört zu den Wechselausstellungen, so wie die Fuchsien im Sommer.

Sehr voll war es, viele, viele Familien vor allem. Und wie gesagt, trüb, verhangen, kaum Sonne.
Immer wieder pfiff auch ein kalter Wind. Ein warmer Schal war Pflicht; neben den Pflanzen und Tiere
habe ich auch zahlreiche Mützen bewundert, mit denen Kinder und einige Erwachsene ausgestattet waren.
Diese habe ich selbstverständlich nicht fotografiert und zeige stattdessen die Mütze, die ich neulich ganz ganz schnell mit ganz dicker Nadel Nr. 10 aus exakt 100g dicker Wolle gehäkelt habe; die Wolle wieder mal ein Fundstück beim Stöbern in der großen Restekiste.

Ich hoffe darauf, dass der Frühling bleibt und die Mütze frühestens im November zum Einsatz kommt.

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