Samstag, 9. August 2008

Das Vierzigste ...



Das 40. Sockenpaar dieses Jahres ist gestern abend fertig geworden,
ganz schnell und zwischendurch.
Keine Besonderheiten - und das ist auch mal schön.

Wolle: selbstgefärbt, mit Ostereierfarben und in den Osterferien
Muster: Rollrand, kleiner Bund 2re-2li, abgeschlossen mit 2 R glatt links,
ansonsten glattrechts,
wie seit einiger Zeit immer mit Herzchenferse
und wie schon lange Jahre immer mit Sternspitze.

Farben: kühle Blau-und Grüntöne mit einem bissle Gelb.
Und weil ich ihr (Entfärbe)verhalten testen will, werde ich sie selber tragen.
Größe: 39
Nadeln: Veilchenholznadeln Nr. 2,75mm
Gewicht: 64 g



Für die Kommentare zum letzten Eintrag danke ich herzlich.
Allen, die mitlesen, wünsche ich ein erholsames Wochenende.
Die Sonne bricht durch die Regenwolken, einem Spaziergang
steht nichts im Wege!
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Donnerstag, 7. August 2008

WALDSPAZIERGANG....



Gestern morgen habe ich mir schon früh um 8 Uhr einen Waldspaziergang gegönnt.
Neben vielen Bildern habe ich auch diesen Waldstrauß mitgebracht:
Weidenröschen vom Wegrand,
Blutweiderich aus einem feuchten Graben.

Weidenröschen sind die Blumen meiner bayerischen Großmutter.
Immer, wenn wir sie in den Sommerferien besuchten, stand ein Strauß dieser
schönen, durch ihre Einfachheit faszinierenden Blumen in ihrem Schlafzimmer.

Meine Großmutter war eine Waldfrau,
sie lebte am und vom Wald.
1906 geboren lebte sie in der Einöde direkt am Wald,
brachte 7 Kinder zur Welt und zog ein weiteres mit groß.
Alle wurden erwachsen, damals nicht selbstverständlich.
Einem nur schaute sie nach ins Grab.

Aus dem Wald holte sie manche Gabe,
mit dem Wald versorgte sie die große Familie:
Heidelbeeren, Himbeeren, Preiselbeeren,
Pilze, frisch zubereitet und getrocknet für den Winter,
Tannenzapfen sorgten für Kochwärme und eine warme Stube,
so manches Kraut gab Tee oder einen heilenden Auszug.
Oft versorgte sie meine Knie nach einem Sturz mit Arnika.
Ums Haus ein Kartoffeläckerchen, ein Gemüsegarten,
ein Apfel-und ein Zwetschgenbaum.
Kinder führten die Ziegen in die Auen, auf die Waldweiden.
Manches Zicklein hat sie als Osterbraten an Sommerfrischler bis nach Berlin versandt,
Heidelbeeren auch an der Annahmestelle im Dorf verkauft,
von wo sie dann auf Großstadtmärkte geliefert wurden.

Die Liebe zum Wald - auch ein Teil meiner Persönlichkeit!
So wie die schwäbischen Obstwiesen.


Auch Disteln gehören zum Wald,
deshalb habe ich sie gezielt betrachtet, fotografiert,
ausgewählt und zusammengestellt.



Disteln sind kein nutzloses Unkraut,
auch wenn sie uns im Garten manchmal ärgern,
auch wenn sie im Wald manchen Weg versperren.
Viele Sorten lassen sich finden, schauen wir nur genau genug hin.
Eine, die Kardendistel, wurde früher sogar genutzt,
um Schafwolle auszukämen, von Unkraut und Schmutz zu befreien.

Einen der herrlichen Sommertage dieser Woche habe ich lesend auf dem Balkon
verbracht,
ein Glücksgriff - endlich einmal wieder ein guter historischer Roman.

Nein, ich lese nicht nur höhere Literatur,
in meiner Freizeit stelle ich nicht die Ansprüche, die ich an Fachliteratur stelle.
Vieles, was von Literaturkritikern und Werbung angepriesen wird, entpuppt sich dann doch nur als Sammlung
von Worthülsen.
Literatur darf und soll für mich unterhaltsam, durchaus auch humorvoll, auch erotisch-spannend sein.
Aber fast alles, was gerade an historischer Literatur zu finden ist,
trägt die heimliche Überschrift "Sex and violence", und das - in dieser Kombination- ist nicht
mein Ding - vor allem reduziert es die Menschen des Mittelalters häufig allein darauf.
Das tut ihnen Unrecht.

Ganz anders folgendes Buch:
Sabrina Capitani, Der verborgene Brunnen

ein wunderbarer Roman, in dessen Mittelpunkt eine junge Frau steht,
die ganz ähnlich wie meine Großmutter ein Leben führt, das in die Natur eingebettet ist.
"Wasser", die Suche nach und Abhängigkeit von Wasser, zieht sich durch diesen Roman,
der im 10. Jhd in der Provence spielt. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz -
und alles geschrieben in wunderbar-erzählender Sprache.
Wer genau liest, findet die Disteln, auch die hilfreichen, schützenden Disteln wieder.





Ich habe aber nicht nur gelesen, sondern auch gestrickt:
Gestern fertig geworden sind diese Zopfsocken!

Wolle: Meline (Merino-Leinen-Gemisch) von der "Wollerey" in zartmeliertem Grau
Nadeln: Knitpicks 2,75
Gewicht: 79 g

Größe: 46

Muster: selbstentworfen,
ein ganz einfacher Dreierzopf, über 3 x 3 Maschen an der Außen-und Innenseite,
vorne und hinten sind die Passagen entsprechend eingeteilt,
aber nur mit rechten und linken Maschen gestrickt.
Am oberen Bild lässt es sich besser erkennen,
ein ganz einfaches, schlichtes Muster,
gut geeignet für Männersocken,
die einfach, aber nicht langweilig sein sollen.

Falls jemand Interesse hat, schreibe ich es gerne auf.

Außerdem danke ich für alle netten Kommentare zu meinen letzten Einträgen.


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Freitag, 1. August 2008

Nachgereicht... und Vorgezogen

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Gestrickt....

... wurde in den letzten Wochen nur wenig.
Selbst das Auspacken, Montieren und Ausprobieren meines neuen Werkzeuges: Haspel und Wollwickler
musste eine Woche warten.





Schon seit längerem lieb und wert sind mir meine Nadeln
und ihre Schachtel:
Sie war Beigabe zu meinen Nadeln aus "Elfenbeinholz", auch "Pink Ivory" genannt,
Luxus für Hand und Auge.
Außerdem wohnen - gelegentlich - wenn gerade keine Wolle auf den Nadeln liegt -
6 Nadeln aus Veilchenholz darin, auch das ein tropisches Holz zur Herstellung von Musikinstrumenten.
Beide Nadelspiele schätzen ich sehr,
außer fürs Verschränken von Zöpfen ohne Hilfsnadeln,
da kommen dann die deutlich spitzeren Knitpicks,
die mir sonst meist zu hart sind, zum Einsatz.


Ein kleines Werk, zwischengeschoben, ist gestern und heute entstanden:

Sneakers,
Größe 46,
aus 6 verschiedenen Resten,
in gedämpften Blau-Grau-Tönen,

die mich an die Wellen der Nordsee erinnern,
auch wenn die Muscheln am Strand der Toskana gesammelt wurden.




Die Socken erleichtern meinen Restekorb um 43 g.
Vor allem ist die ungeliebte Wolle von den Par5-Socks damit bis auf den letzten Zipfel verbraucht!
Die Socken werden hoffentlich dem Muschelsammler an kalten Abenden die Füße wärmen!

Und da es mir heute offensichtlich nicht gelingt, das Bild von den Socken richtig zu
platzieren, erscheinen sie einfach in einem Extra-Post!


SOMMER in unserer kleinen Stadt...

Lange war es ruhig, hier in meinem Blog.
Deshalb bedanke ich mich bei allen, die mich trotzdem immer wieder besucht haben!
Nein, ich war nicht in Urlaub,
ganz im Gegenteil.
"Vergraben" unter über 11 000 Schulbüchern habe ich gearbeitet, gearbeitet und nochmal
gearbeitet.
Aber auch hier gilt: "Nur wer mit Begeisterung bei der Sache ist, kann Großes vollbringen."

Seit vorgestern nun habe auch ich Sommerferien.
Ganz neu nehme ich die Welt mit allen Sinnen war,
den Sommer in seinen Facetten und seiner Schönheit.

Sommer in unserer kleinen Stadt...
Seit einigen Jahren darf sich die Gemeinde, zu der mein Dorf gehört, Stadt nennen.
Der Bahn entlang ist sie geprägt von großen Industrieanlagen,
am Fluß aber oft noch dörflich-ländlich.

Sommer in unserer kleinen Stadt ist deshalb für mich dann...
wenn ich Tag und Nacht das Geräusch der Mähdrescher höre:
Bauern nützen trockenes, gutes Wetter zur Ernte.
Bei Tag dann, am Abend vor allem fahren sie mit Traktor und Wagen hinab ins Tal,
dort am Rande der Stadt steht die Mühle, eine der letzten an unserem Fluß.
Wagen gefüllt mit goldenem Korn, Mehl, Brot zum Leben.

Sommer in unserer kleinen Stadt ist für mich...
flirrende Hitze wie gestern
tropfnasses Gras vom morgendlichen Gewitterregen wie heute...
Blutweiderich im Graben, suchende, summenden Bienen und Hummeln.

Dazu dieses Gedicht von Theodor Storm:
Nun ist es still um Hof und Scheuer,
Und in der Mühle ruht der Stein;
Der Birnenbaum mit blanken Blättern
Steht regungslos im Sonnenschein.

Die Bienen summen so verschlafen;
Und in der offnen Bodenluk,
Benebelt von dem Duft des Heues,
Im grauen Röcklein nickt der Puck.

Der Müller schnarcht und das Gesinde,
Und nur die Tochter wacht im Haus;
Die lachet still und zieht sich heimlich
Fürsichtig die Pantoffeln aus.

Sie geht und weckt den Müllerburschen,
Der kaum den schweren Augen traut:
"Nun küsse mich, verliebter Junge;
Doch sauber, sauber! Nicht zu laut."




Sommer in unserem Land ist für mich ....
verbunden mit Geruch und Geschmack von Sommeräpfeln.
Wenn die Klaräpfel reifen, immer heller an den Bäumen hängen,
am Morgen Rasen oder Wiese bedecken, ab Mitte Juli,
dann geht das Schuljahr zu Ende,
der Sommer zum Höhepunkt.

Für mich hat das Apfeljahr, die Apfelzeit Namen:
zuerst der Klarapfel, leicht verderblich, nicht bei allen beliebt,
säuerlich-frisch: für mich ein erster Höhepunkt.
Ein Baum von diesen Äpfeln ist fast zuviel. Schwäbische Obstbauern haben das klug gelöst:
Nur 1 bis 2 Äste werden auf einen Baum einer anderen Sorte aufgepropft. So behält der Segen sein Maß.
Ein Schüssel dieser Äpfel füllt mein Wohnzimmer mit Duft,
aber nur bis morgen,
denn dann werden sie zu Kuchen verarbeitet!

Zeitgleich der Rote Astrachan, haltbarer, würziger,
aber dieses Jahr (auf der anderen Wiese) dem Hagelgewitter zum Opfer gefallen.

Dann die gute schwäbische Lokalsorte: Jakob Fischer, riesengroß liegen sie oben in meinem Apfelkorb,
nur wenige hat der Baum dieses Jahr angesetzt.
Ein wunderbarer Apfel, kein besserer für Apfelmus.
Im Korb fast versteckt die kleinen Äpfel der Sorte "James Grieve".
Früher, als die Kinder klein waren, suchte ihnen der Opa die schönsten am Baum, brach sie, polierte sie voller
Sorgfalt und reichte sie den Kindern - Erinnerung, die bleibt und verbindet ...

Es folgen Goldparmänen, der gute, alte Mostapfelbaum, gepflanzt wohl schon von meinem Urgroßvater,
Graf Berlepsch, der alte, altersschwach,
der neue schon gepflanzt und gut im Saft.
Kardinal Bea legt allmählich schon seinen Purpurmantel um,
ledrig wie immer die Boskoop, von mir wenig geliebt,
spät dann Brettacher und mein Liebling: Jonathan.
So rundet sich das Apfeljahr... Vom Sommer weit in den Herbst.

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Dienstag, 15. Juli 2008

WAS LANGE WÄHRT...

 .... wird endlich was:
Verschenkt werden sollten sie schon letzte Woche,
aber zu viel anderes stellte sich zwischen mich und die Stricknadeln.

Stricknadeln? Welche denn?
Begonnen mit Veilchenholznadeln - aber irgendwie rutschte die gut abgelagerte Wolle nicht;
fortgeführt mit Elfenbeinholznadeln - auch da "klemmte" es bei jeder Masche;
Was blieb?
Die Knitpicks, die bei mir eigentlich dritte Wahl sind -
aber hier haben sie sich bewährt.
Endlich rutschte und flutschte es, es ging voran,
mühelos ließen sich die Zöpfe auch ohne Hilfsnadel kreuzen.

Diese Technik, wie auch das Muster verdanke ich Ingrid -
es sind etwas abgewandelt - nur am Schaft - die Par-5-Socken,
ein mühelos-leichtes Zopfmuster!
 

Da der Schaft eng ist, braucht es zum Fotografieren ein Modell -
schnell fotografiert, bevor das Modell sich in die Lüfte erhob und wegschwebte.
Man sieht, die Füße des Modells sind größer als die des Beschenkten,


 

hier nun die Daten:
Wolle: gut abgelagert, meliert in verschiedenen Blautönen,
vermutlich Max-Wolle
Muster: Par-5-Socks von Ingrid
Gewicht: exakt 70 g
Nadeln: siehe oben, alles 2,75
Es sind: Socken 37/2008

Und jetzt - habe ich etwa ganz besonders schönes auf den Nadeln: eine Leinen-Merino-Mischung - und wieder mit Zöpfen!
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Samstag, 12. Juli 2008

Award





Mit diesem Award hat Moni mich ausgezeichnet, letzte Woche schon - und ich habe mich
riesig darüber gefreut, besonders weil diese Auszeichnung nach einer anstrengenden
Arbeitswoche bei mir ankam. Vielen Dank, liebe Moni!

Zum Award gehört, ihn an 7 weitere Personen weiterzugeben.
Ich habe mich anders entschieden:
- Erstens bin ich jetzt schon über eine Woche in Verzug.
- Zweitens war ich in den letzten beiden Wochen beruflich so eingespannt, dass
nichts anderes ging, weder Garten noch Stricken. Nicht einmal die Socken, die ich
so gerne schon letzten Sonntag als Geburtstagsgeschenk verschenken wollte, sind
fertig.
- Ob das, was ich zu Natur und Texten plane, morgen zu verwirklichen ist, wird auch
von Sonne und Regen abhängen.
- Und das alles wird noch 1-2 Wochen so bleiben...
Grade deshalb freue ich mich so sehr, wenn ich abends kurz in meinen Blog schaue,
dass meine Besucherzahlen noch nicht im einstelligen Bereich sind -
und verleihe deshalb diesen Award an alle, die mich in den letzten Wochen und
künftigen Tagen besuch(t)en, obwohl nichts Neues zu entdecken war.

Ich hoffe, dass sich dies ganz schnell ändert und
verspreche auch bald die Bilder von meiner Nadel-Schachtel.

Euch allen ein erholsames Wochenende und einen guten Sonntag

Verlost...

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