Sonntag, 14. April 2013

Von Hirten und Herden....

... soll heute abend die Rede sein.
Passend zum heutigen Sonntag, dem Sonntag Misericordias Domini oder auch
dem Sonntag vom Guten Hirten.
Passend zu vielen inneren und äußeren Bildern meiner Reise.
Das Bild des Wanderschäfers ist mir sehr wohl vertraut. Schäfer sind auf und unter der Alb immer noch präsent, auch bei uns im Dorf ist eine große Schafhalterei; Schäfer und ihre Herden weiden immer mal wieder hinter dem Haus, überqueren Straßen, der Verkehr hält an. Auf der Alb halten sie die Wacholderheiden kurz und schützen sie so vor Verbuschung und Verwaldung. Ein Stück Kultur, auch bei uns.
Deutlich präsenter und doch ganz anders sind Hirten und Herden in Jordanien.
Das Land ist karg; Autobahnen und gute Straßen führen schnurgerade durch eine nahezu leblos scheinende Wüste; weder Mensch noch Tier noch grünes Gras ist irgendwo zu sehen; und plötzlich wie aus dem Nichts sind sie da -
Schafe, Ziegen, Esel,
 Hirte, Hirtin oder Hütekind,  - sammeln sich um spärliches Grün.
Klein sind die Herden. Mehr geht wohl nicht. Für mehr Tiere würde das Futter nicht reichen.


Hirten und Herden sind auch bestimmende Bilder der Bibel.
Viele Texte des Alten und des Neuen Testamentes reden von Hirten und Herden. In manchen dieser Texten finde ich wieder, was ich nun selber sehen durfte; auch wenn möglicherweise damals das Land unter dem Berg Nebo, das Land rechts und links des Jordans fruchtbarer und grüner war als heute.

Abraham und sein Neffe Lot mussten sich trennen, weil das Wasser nicht reichte ... für die Herden der beiden, die sich vermehrten. Ein Wohlstand, den das Land nicht tragen konnte. So kam es zur Trennung,
ohne Feindschaft.
Mose floh in die Wüste, in die Steppe, stand an der Wasserstelle einer Hirtin bei, die ihre Ziegen tränkte...
und blieb bei ihr. Vom Prinzen zum Hirten. Eines Tages - so heißt es in Exodus 3 - trieb er die Herde seines Schwiegervaters hinaus über die Steppe .... und begegnete Gott... und kehrte zurück mit einem neuen Auftrag...

Und schließlich .... haben die Menschen eine Sprache gefunden, für das, was sie verbinden mit "Gott",
mit der Vorstellung, dass da MEHR ist... Sie verbinden das Unsagbare und Unfassbare der Transzendenz mit den Erfahrungen des Alltäglichen.
Das Bild des Hirten, der die Herde führt, für sie sorgt, sie schützt .... wird durchsichtig... hin auf das unsagbare und unfassbare MEHR ....
und sie erkennen, dass "Gott ist wie..."
.... "wie ein guter Hirte".

Zentralste Texte der Bibel enthalten das Sprachbild des Hirten;
über allen der Psalm 23, ein Text allerhöchster Sprachkraft und zugleich unglaublicher Zartheit.
Johannes 10 war heute Predigttext.

Ich aber will nun meine Bilder und Gedanken zu Hirten und Herden unterlegen mit einem Text aus
Hesekiel/Ezechiel 34, die Verse 11-16.
"Denn so spricht Gott, der Herr:
Siehe, ich, ich selbst will nach meinen Schafen fragen, will nach ihnen sehen.

Wie ein Hirte nach seiner Herde sieht am Tage des Unwetters,
wenn seine Schafe versprengt sind, 
so werde ich nach meinen Schafen sehen und sie erretten von allen Orten,
wohin sie zerstreut worden sind am Tage des Gewölks und des Dunkels.
Und ich werde sie aus den Völkern herausführen und sie aus den Ländern sammeln;
ich werde sie in ihre Heimat führen und werde sie weiden auf den Bergen Israels,
in den Talschluchten und an allen Wohnstätten des Landes.
Auf guter Weide werde ich sie weiden,
und auf den hohen Bergen Israels wird ihre Trift sein,
dort sollen sie lagern auf schöner Trift und fette Weide haben auf den Bergen Israels.
Ich selber werde meine Schafe weiden, 
werde selber sie lagern lassen, spricht Gott, der Herr.
Das Verirrte werde ich suchen,
das Versprengte zurückholen und das Gebrochene verbinden,
das Schwache werde ich stärken
und das Fette und Kräftige behüten;
ich werde sie weiden, wie es recht ist."

All meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich eine gute Woche!


(PS: Alle Bilder sind aus dem fahrenden Auto aufgenommen, bei entsprechend verminderter Qualität).

Kommentare:

Conny hat gesagt…

Vielen Dank für die tollen Bilder und Eindrücke von einem Flecken unserer Erde, den ich selbst wohl nie bereisen werde.
LG Conny

amselgesang hat gesagt…

Starke, bedenkenswerte Worte und eindrucksvolle Bilder! Auch ich liebe die existentiellen (Sprach)bilder der biblischen Texte (und ärgere mich manchmal, wenn ahnungslose oder spöttische Zeitungsschreiber aus den Hirten und Schafen der Bibel "Schäfchen" machen und damit Kirchenmitglieder bezeichnen...).

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