Freitag, 31. Dezember 2010

Das letzte Strickwerk in diesem Jahr....

... sind Stulpen; resteverwertend aus Drachenwolle (80% SW, 20 % Ramie; Nadeln Nr. 3,5);
basierend auf den "Emerald Green Mitts"; aber vieles verändert....
Damit beschließe ich dieses Jahr, ohne großen Rückblick, ohne Pläne fürs Neue; mir genügt es, wenn ich auch im Neuen Jahr jeden Tag die Kraft habe für all das, was mir das Leben an Aufgaben stellt.

Über jeden einzelnen der vielen, vielen Besuche auf dieser Seite habe ich mich jedesmal sehr gefreut; über Kommentare, Mails, persönliche Verbindungen, die dadurch entstanden sind noch viel mehr. Immer wieder spannend für mich als Geografie-Fan war es zu sehen, woher Leserinnen und Leser(?) kommen; meine Nachbarstädte tauchten immer wieder auf, selbst die Heimatstadt; ansonsten spannt sich der Bogen; Grönland, Island, Färoer ganz vereinzelt, immer wieder Haifa in Israel, Saudi-Arabien, die Kanaren, Marokko, Schweden, Polen, Kanada und USA, auch Australien und Neuseeland, Iran und vieles mehr; Africa südlich der Sahara fehlt ganz. Manchmal weiß ich, wer sich hinter der Ortsnennung verbirgt; manchmal stelle ich es mir vor, wer da am anderen Ende der Leitung, an der anderen Knüpfstelle des weltweiten Netzes sitzt. Manchmal sind es Frauen im Alter meiner Mutter, manchmal ganz junge, oft die, die dazwischen sind, so wie ich. Spannend wäre es zu erfahren, ob auch Männer hier lesen....???

Euch Allen gilt mein ganz persönlicher Gruß fürs Neue Jahr:
Bleibt behütet und bewahrt! Alles Liebe und Gute!
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Mittwoch, 29. Dezember 2010

Kalender, Kalender

.... gibt es viele; die schönsten sind die Adventskalender.
Und die schönsten für Strickerinnen sind natürlich die Strickadventskalender.
Mein Gejammer vom Herbst wurde erhört, es gab diesesmal sogar 3 Adventskalender, komfortabel in
deutscher Sprache und mit Strickschriften...
Da fiel frau die Wahl wirklich schwer. Mitgestrickt habe ich bei einem - und das Ergebnis präsentiere ich nun hier:
24 Teile, entworfen von verschiedenen deutschsprachigen Strickdesignerinnen...
... zusammengefügt zu einer Gesamtkomposition von Utlinde, die auch allen beteiligten Strickerinnen in ihrer Ravelry-Gruppe mit viel Rat und Tat zur Seite stand. Viele schöne Werke waren schon in der Entstehungszeit zu bewundern.
Nicht alles habe ich mitgestrickt; im Mittelteil habe ich einige Tage bewusst ausgelassen, weil ich schon recht schnell die Länge abschätzen konnte und den Schal nicht ganz so lang wollte.
Warum im Mittelteil?
Das hat seinen Grund in der ausgeklügelten Komposition - denn der Schal enthält nicht einfach graphische Elemente, sondern ist voller Weihnachtsmotive.... und die gehören, wenn der Schal umgelegt wird, natürlich gespiegelt - sonst stehen sie auf dem Kopf.
Utlindes Arbeit und die ihrer fleißigen Designerkolleginnen ist gar nicht hoch genug zu schätzen, zumal sie das alles kostenlos getan hat. Darum ein ganz großes: DANKE!
 Tannenbäume... bei denen ich seit langem wieder mal Noppen gestrickt habe, die sogar Spaß gemacht haben... Zweige und Sterne...
 ... Engel und Kirchenfenster...
 ... eine wunderschöne Adventsblume... eines der ganz besonders auffallenden Muster...
 ... wunderschön grafisch... dazwischen ...

 ... Engel ...
 ... und hier das ganze Werk...
Und zum guten Schluss die Daten:
73 g Malabrigo Lace (LL: 470 yard/50g;100% Baby Merino) in dunklem Blau
(für die Langzeitleserinnen: also ganz ähnlich in der Farbe wie der letztjährige Adventskalender, aber vom Griff her ganz anders, leichter, feiner, gleichmäßiger)
Nadeln: 3,5 mm

Herzlichen Dank an Utlinde und all die anderen, die zu diesem gelungenen Werk beigetragen haben.

Und herzlichen Dank an all eure lieben Zuschriften der letzten Tage, die mich davor bewahrt haben, einfach nur anzustricken, anzustricken..... denn UFOs mag ich doch so gar nicht....

Montag, 27. Dezember 2010

Nach Weihnachten ....

... ist vor dem nächsten Familiengeburtstag und der ist noch in diesem Jahr!
Stulpen waren gewünscht, und die habe ich an Weihnachten dann schnell genadelt; krank auf dem Sofa ging das ja gut.



Und hier die Daten:
- Muster: "Humanity" (bei ravelry)
- Garn: Rowan Kid Classic, 47g
- Nadeln Nr. 4
Das Ganze schön lang, so dass es bei diesen kalten Temperaturen auch getragen werden kann!

Und ich? Wieder genesen (drei Tage völlig verschnupft und das exakt an Weihnachten!!!!) bin ich nun in der etwas wirren Phase, in der frau gar nicht so recht weis, welche ihrer vielen Ideen und Pläne sie anfangen und weitertreiben soll: Socken, Stulpen, langer Schal, Tuch oder ein großes Project? ... Oder einfach jede Menge
anstricken?

Samstag, 25. Dezember 2010

Fröhlich....


.... soll meine Herze springen,
dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen.
Hört, hört, wie mit vollen Chören
alle Luft laute ruft: Christus ist geboren!

Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held,
der die Welt
reißt aus allem Jammer.
Gott wird Mensch - dir, Mensch zugute,
Gottes Kind, das verbind sich mit unserem Blute.

Ei, so kommt, nun lasst uns laufen,
stellt euch ein, groß und klein, eilt mit großen Haufen.
Liebt den, der vor Liebe brennet;
schaut den Stern, der euch gern Licht und Labsal gönnet.

Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei
eures Glaubens Hände.
Hier sind alle guten Gaben
und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben.

(Paul Gerhardt, 1653; zu finden im: Evang. Gesangbuch, Nr. 36)

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Donnerstag, 23. Dezember 2010

Josef....





... der Träumer....
... der Nachdenkliche...
... der, der im Nachdenken und Träumen zu sich selber findet,
der, der seine Angst und Unsicherheit überwindet,
der, der nicht unbedingt eine Antwort auf all seine Fragen braucht,
der, der Fragen auch stehen und offen lassen kann...
... und trotzdem die Antwort hört, den Auftrag annimmt,
sein Leben lebt und gestaltet....

Josef...
der Vater Jesu - da steht er und hält das Kind auf dem Arm;
es ist sicher und geborgen bei ihm; auf seinem Arm kann es die Welt entdecken;
gestützt von ihm lernt Jesus ins Weite zu sehen und wahrzunehmen, was nahe ist...
der Vater... sicher, in sich ruhend, auf Gott vertrauend und auf die Stärke, die in ihm ist....
Josef, der Vater Jesu....
begleitet ihn, lässt ihn aufwachsen, hält und lässt los zugleich;
Josef, der Vater Jesu...
gibt ihm Raum, Offenheit; Jesu Füße können gehen, auf seine eigenen Wege;
nur zart hält er ihn; oder ist es ein Anstupsen, ein Auffordern, die eigenen Wege zu suchen und zu finden....
Josef, der Vater, der hinter Jesus steht, stark wie ein Fels, sicher wie eine Mauer...

und noch einmal zum ersten Bild:
Ist es nicht Josef, seine Haltung, sein Ausdruck, die sich später finden werden in den Bilder, den Vorstellungen von Jesus; in denen, die wir haben; in denen, die wir uns machen.... Ähnlichkeiten.... Vater und Sohn....

Josef, der Ungewöhnliche, der am Rande; die Nebenfigur wird zur Hauptfigur...
... in der Geburtsgeschichte des Matthäusevangeliums ( Matthäus 1 und 2)
... in den Bildern auf der Comburg bei Schwäbisch Hall.


Mit diesen Bildern und Gedanken zur Weihnachtsgeschichte grüße ich alle Leserinnen und Leser
und wünsche Euch Allen ein
Frohes und Gesegnetes Christfest

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Montag, 20. Dezember 2010

Grau ist nicht gleich grau...


... sondern kann sich in verschiedenen Tönen zeigen.
Aus 99 g Cinque von Lana Grossa (50 % SW, 50 % Polyacryl),
32 Maschen Anschlag und viele, viele Reihen in 2 re, 2li Muster,
das nach jeder Hin-und Rückreihe eine Masche nach rechts versetzt wurde...

... entstand ein langer, schmaler Schal in vielen Grautönen.... passend zum einfarbig klassischen Herrenmantel in schwarz!
Damit ist mein letztes Weihnachtsgeschenk vollendet.
Die Adventszeit diesesmal gefüllt bis an den Rand... Arbeit ... immer Neues .... irgendwie immer Zeit herausgeschafft...
noch zwei intensive Tage Fortbildung....
Gut, dass Weihnachten kommt! Auch ohne unser Dazutun; trotz all unseres Tuns; trotz unseres Lassens... oder gerade um dessentwillen.

Danke für alle euere Besuche und Kommentare; ich selber hatte nur wenig Zeit und Muße zum Lesen.
Zwischen den Jahren wird es anders; und einen weihnachtlichen Beitrag gibt es hoffentlich noch.... bis dahin eine gute Zeit.
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Donnerstag, 16. Dezember 2010

Mitgebracht....


... vom Augsburger Christkindlmarkt habe ich dieses nette Vögele... mit seinem lustigen Schwänzle....
Da sitzt es nun und streckt sich ganz erwartungsvoll!
Worauf es wohl wartet?
Dass ihm der Samen aus den Zapfen direkt in den Schnabel fällt?
Oder wartet es auf Weihnachten und aufs Christkind?
Auf den großen Schnee? Oder ganz einfach darauf, dass heute Abend wieder drei Kerzen über ihm leuchten?
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Dienstag, 14. Dezember 2010

Eine ordentliche Länge....

... hat der künftige Besitzer dieses Pullovers vor 19 Jahren schon mit auf diese Welt gebracht...
Und hat noch kräftig zugelegt. Dürr allerdings ist er geblieben, die Arme dafür um so länger.
Pullover sind also so eine Sache für sich; entweder viiieeel zu weit oder die Ärmel zu kurz.
Deshalb wollte ich selber stricken, aber es war ein Graus. Den Pullover habe ich alles in allem bestimmt zweimal gestrickt; zu kurz - zu lang; die Ärmel dann zu kurz, zu weit, zu lang ..... aufgezogen, neu gemacht....
und für mich eigentlich die Wolle und die Nadeln zu dick; der untere Teil in Runden, alles rechts, das ging ja noch; dann ab dem Armausschnitt geteilt und ich meinte, Nadeln und Finger brechen mir bei den linken Maschen ab. Ein Nadelpaar bei der Kollegin geliehen, dann ging es - etwas - besser; die blaue Wolle (Silencio von Schachenmayer) wunderbar glatt; die beige Wolle (ebenfalls Silencio von Schachenmayer) absolut rauh, wie frisch vom Schaf.... Unmengen Handcreme verbraucht.
Nach dem Waschen ist auch sie allerdings wunderschön glatt und weich.

Nun endlich ist der Pullover fertig, gestrickt, vernäht, gewaschen, getrocknet und zurechtgezupft.
Ob er elastisch bleibt oder schlabbert? Wir werden sehen....
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Montag, 13. Dezember 2010

Mit dem Bummelzug....

bin ich gestern gereist; durch Orte wie "Dinkelscherben" und "Freihalden" (wo der Bahnhof wirklich sehr frei in der Landschaft stand....); hin-und zurück kam einiges an "Strickzeit" zusammen. Eine ganze Socke, Gr. 43, (ohne Bündchen-das war schon gestrickt) wurde fertig. An der vorletzten Station der Rückfahrt konnte ich die Nadeln aus dem fertigen Gestrick ziehen... perfekt!
Gestrickt aus: Regia, Serie "Canyon", Farbe 2804, husky
Größe: 43
Muster: Glatt rechts mit Dehnungsfuge.
Die Musterung gefällt mir sehr, das Garn ließ sich wunderbar stricken; der Socken ist schön elastisch und schlabbert nicht.
Und weil es draußen so schön und fein und ganz, ganz wenig nur geschneit hat, habe ich die Socken ein wenig "angezuckert".

Und zum guten Schluss bedanke ich mich bei allen, die hier so fleißig mitlesen und auch kommentieren. Von Dienstag bis Sonntag war die vergangene Woche mit vielem gefüllt... so dass ich selber hier nur wenig gelesen und kaum geschrieben habe.
Deshalb hier: Herzlichen Dank und eine gute, hoffentlich einigermaßen ruhige zweite Adventshälfte.
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Samstag, 11. Dezember 2010

Kinderkram - Teil 3 - oder: 1 Große Schwester....

.... wartet sehnsüchtig auf zwei kleine Geschwister. Und damit diese hinter vielen Bergen... hoch oben...
nicht frieren, gibt es kleine Jacken;
gestrickt aus jeweils gut 100 g Schachenmayer Alpaca in verschiedenen Brauntönen nach gleichem Schnitt;
mein erster Raglan von oben, und es ging ganz gut.
Farben und Mustern wechseln, denn Zwillinge haben zwar viel gemeinsam, sind aber doch nie gleich....
4er Nadeln empfinde ich als angenehm in der Stärke; ebenso der Schnitt, der mir deutlich leichter von der Hand ging als der vom vorigen Jäckle/Post. Ein Mützle allerdings ist hier keines angestrickt. Aber da wird die Mama schon nachhelfen; denn Mützenstricken kann sie sehr gut!
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Mittwoch, 8. Dezember 2010

Kinderkram - Teil 2 - oder: 4 Große Brüder....

... warten auf das kleine Dezemberkind....
Damit es nicht friert, auf der kalten Alb, soll es warm ausgestattet sein.
Ein feines Jäckle aus dickem Tweed kann hoffentlich Wärme schenken von außen und die Kapuze schützt gegen den kalten Wind auf der Ostalb; da, wo es dreiviertel Jahr Winter ist und einviertel Jahr kalt!

Muster: Snug (via ravelry)
Wolle: Lana Grossa Tweed, beige, 124 g
Nadeln: Nr. 5
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Montag, 6. Dezember 2010

Kinderkram - Teil 1

Nachdem sich der Schnee nun in grauen Matsch verwandelt, tun solche Farben gut.
Die Bilder sind wie das Strickwerk bereits Mitte November entstanden.
Der Poncho ist in der Zwischenzeit (übrigens wahnsinnig schnell - Donnerstags zur Post gebracht - Montags angekommen) in die österreichischen Berge gereist und begleitet nun ein feines, kleines, blondes Mädle zum Hühnerfüttern... und so....
Feine Frühlingsfarben - Baumwollgarn von Rowan - aus der Restekiste im Fabrikverkauf -
zusätzlich blumengeschmückt: hier mit der letzten Rose....
.... und hier mit einem dauerhaften Häkelblümle....
Die Grundanleitung für den Poncho findet sich in Verena Winter 2008; bei den Farben habe ich einfach drauflosgestrickt und immer wieder neu in den Korb gegriffen. Verbraucht sind exakt 253 g; die Fransen einberechnet; angefügt habe ich um das Ganze einen Häkelrand mit 1 Reihe feste Maschen.
Gestrickt wurde mit Nadeln Nr.5; es ging also schnell und könnte, wenn frau schnell mit so was beginnt, auch noch zu Weihnachten verschenkt werden.
Außerdem: ein gutes Projekt zur Resteverwertung; evtl. auch mit doppelt verstrickten Sockenwollresten.

Mit diesen fröhlich-farbigen Bilder bedanke ich mich für die vielen lieben Kommentare zur Christrosen-Geschichte. Ich habe mich sehr gefreut, dass euch diese Geschichte gefallen hat. Noch ist meine Christrose vom Schnee bedeckt, aber wohl nicht mehr lange, dann ist sie frei-ge-regnet und streckt ihre vielen Blütenknospen ins Helle....
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Freitag, 3. Dezember 2010

Von Wundern, Geheimnissen und alten Schätzen....


....
will ich euch heute erzählen.
Es ist zugleich mein Beitrag zu Ellens Wunderbarer Weihnachtszeit. Das 4.Türchen darf ich heute öffnen.
Ich erzähle euch heute von der Christrose. Wenn ich in meiner Wohnung, meinem Weißzeugschrank oder auch in (alten)Handarbeitszeitschriften schaue, finde ich immer wieder das Motiv der Christrose.

Ein alter Schatz, eine kostbare Erinnerung zugleich.
Irgendwann, vor über 20 Jahren, habe ich viel und gerne gestickt. Tischdecken, vor allem zur Advents-und Weihnachtszeit. Eine meiner liebsten und schönsten lege ich schon immer vorher auf, zu meinem Geburtstag, Mitte November. Sie bleibt dann bis zum 1. Advent. So ist es Tradition.
Oft mit einer schönen Kerzenschale in der Mitte, die ich vor vielen Jahren  zum Geburtstag bekommen habe, ohne, dass die Schenkende geahnt hat, wie wunderbar sie über Jahre und Jahrzehnte passen wird....

Einmal überraschte mich mein Vater mit einem kleinen, feinen Christrosensträußchen zum Geburtstag. Wie habe ich mich gefreut, wie wehmütig-kostbar ist mirdie Erinnerung daran, Jahr um Jahr...
Dieses Jahr habe ich mir die Christrose selber gekauft und gepflanzt, als Schmuck im Advent.
Nun, im Dezember, ist sie ganz verborgen unter dem tiefen Schnee.

Aber euch, meinen Leserinnen und Lesern, und all denen, die um der Wunderbaren Weihnachtszeit willen heute hier sind, will ich  die Legende von der Christrose erzählen, das Geheimnis, das Wunderbare an der Weihnachtszeit. Die ganze Geschichte, ein bisschen, ausführlicher findet ihr bei Selma Lagerlöf in ihren Geschichten und Legenden, auch das einer meiner kostbaren Bücherschätze, der bis heute vergessen, weit hinten im Regal stand.  Und nun, wenn ihr wollt, nehmt euch heute die Zeit, diesen langen Text zu lesen,
von der Christrose, vom Wunder, von Weihnachten und Gnade....




"Vor Zeiten, als Unfrieden im Land, auf den Straßen und im Wald herrschte, lebte hoch im Norden, im Gebirge, im dichten Wald eine Räuberfamilie.
Der Räubervater galt als friedlos, das heißt, er war eines Vergehens wegen aus der Gemeinschaft der Menschen ausgeschlossen worden - und seine ganze Familie mit ihm. Nun mussten sie alle in einer Höhle hausen, weit weg vom Licht, von Wärme, von der Gemeinschaft der Menschen.
Der Räubervater überfiel die Reisenden, die trotz aller Angst nicht vermeiden konnten, durch diesen Wald zu reisen, die Räubermutter dagegen unternahm gemeinsam mit ihren 5 Räuberkinder immer wieder Raubzüge auf Höfen, Bauernhäusern und Weilern.
Keiner wagte sich zu wehren, denn jeder fürchtete sie; hatte sie doch schon so manchen Stall, so manche Hütte und manches Wohnhaus angezündet, wenn man ihr die geforderten Gaben verweigert hatte.
So kam sie einiges Tages zu einem Kloster und verlangte etwas zu essen für sich und ihre 5 Kinder. Der Türhüter reichte ihr durch ein kleines Schiebefenster hindurch sechs kleine runde Brote, eines für sie und eines für jedes Kind.
Während die Räubermutter vor der Klosterpforte stand, liefen die Kinder umher. Da kam eines und zupfte die Mutter am Rock und gab ihr ein Zeichen mitzukommen.
Durch eine Hintertür in der dicken Klostermauer, die der Gärtner vergessen hatte zu schließen gelangten sie in den Klostergarten. Der Abt, Johannes, war ein pflanzenkundiger Mann, der sich einen wunderbaren Garten errichtet hatte. Zu seiner und zur Freude seiner Mönche hatte er Blumen aus aller Welt gesammelt.
Und nun war es Hochsommer, die Zeit, in der die Pracht am größten war. Die Räubermutter nun ging hin und her, ließ ihren Blick die Beete hinauf und hinab gehen, schaute dort eine weiße Lilie an, dort den Efeu. Aber da wurde sie entdeckt, und nachdem es dem Gärtner nicht gelungen war, sie mit Worten zu verjagen, holte er einige seiner Mitbrüder zu Hilfe, kräftige, gestandene Männer, die dann auch versuchten die Räuberfamilie mit Drohungen und Gewalt zu vertreiben. Durch das  Geschrei wurde schließlich der Abt angelockt, dem gar nicht gefiel, was er sah, vor allem nicht die Gewalt, die hier verübt wurde. Er war erstaunt, dass die gefürchtete Räubermutter hier nichts anderes tat, als seinen Garten zu bewundern und so kam er mit ihr ins Gespräch. Aber wie erstaunt war er, als sie im sagte: "Als ich deinen Garten erblickt habe, schien es mir, als ob ich nie etwas Schöneres gesehen hätte, aber jetzt merke ich, dass er sich mit einem anderen Garten nicht messen kann, den ich kenne." Das nun konnte sich der Abt kaum vorstellen. Und so redeten sie hin und her, bis die Räubermutter schließlich sagte. "Mein Wald, so einsam und wild er ist, verwandelt sich jedes Jahr in der Christnacht in den schönsten Blumengarten, den ihr euch vorstellen könnt. Dort habe ich so herrliche Blumen geschaut, dass ich es nie gewagt hätte, meine Hand zu erheben um sie abzubrechen."

Da verabredete der Abt mit der Räubermutter, dass er dieses Wunder selber schauen wolle. Er bat die Räubermutter, ihm in der Weihnachtszeit eines ihrer Kinder zu schicken, das ihm den Weg weise, dann wolle er rechtzeitig da sein.

Und so ging der Sommer dem Ende zu. Eines Tages bekam der Abt Besuch von seinem Bischof, der ihm erzählte, der Räubervater habe ihn um einen Freibrief gebeten, damit er wieder in der Gemeinschaft der Menschen leben könne. Er wolle wieder ein ehrlicher Mann sein. Der Bischof nun meint, dass er doch einen solch bösen Menschen nicht auf ehrliche Bürger loslassen könne. Es sei wohl am besten, wenn dieser und seine Familie dort droben blieben. Der Abt aber erzählte ihm nun von dem Blumengarten im Wald und sagte:  "Wenn diese Räuber nicht zu schlimm sind, Gottes Herrlichkeit zu sehen, können sie wohl auch nicht zu schlecht sein, um die Gnade der Menschen zu erfahren."
So verabredeten der Bischof und der Abt, dass der Bischof den Freibrief ausstellen würde - wenn der Abt ihm eine Blume aus diesem Christnachtgarten der Räuber bringen würde.

Dann kam die Weihnachtszeit.
Die Räubermutter hatte die Verabredung nicht vergessen und schickte eines ihrer Kinder. So zog der Abt, nur begleitet von seinem Gärtnergehilfen, hinauf in den Wald. Der Abt war frohgemut und voller Erwartung des Wunderbaren, das da auf ihn wartete, das Herz seines Knechtes aber war von Angst erfüllt, Angst vor den
Räubern, Angst um das Lebens seines Abtes und um sich selbst.
Nach einem langen, beschwerlichen Ritt kamen sie zur Räuberhöhle, wo alles einsam, kalt, karg und schmutzig war. Keine Spur von Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Aber ein Feuer brannte, an dem die Reisenden sich wärmen und ausruhen konnten. Und schließlich sagte die Räubermutter: "Es ist Zeit, in den Wald zu gehen. Ich höre bis hierher, wie die Weihnachtsglocken läuten."
Und so gingen sie ins Waldesdunkel und kaum hatte auch der Abt die Glocke von ferne gehört, zuckte ein Lichtstrahl durch den Wald; dann wurde es wieder dunkel, und wieder ein Licht und immer heller. Der Schnee verschwand vom Boden, ein grüner Teppich breitete sich aus, Farnkraut, Erika, Moos und schließlich Frühlingsblumen, Bachgemurmel, frisches Laub. Auch die Tiere erwachten aus Ruhe und Schlaf, zwitscherten und hüpften, als ob es Frühling wäre. Erdbeeren blühten und trugen gleich darauf Beeren; immer neue Wellen von Wärme und Licht erstreckten sich über den Wald. Und schließlich Blumen, eine herrlicher als die andere, so dass der Abt an seine Verabredung mit dem Bischof dachte und nicht wusste, welche der Herrlichkeiten die Allerschönste sei, die er wählen wollte.Der Abt meinte die Herrlichkeit des Himmels zu sehen und strahlte vor Seligkeit.
Aber das Herz des Knechtes war immer noch voller Angst. Das kann nicht von Gott sein, so dachte er, bei diesen bösen Räubern, das kann nur Zauberei sein, die Macht des bösen Feindes hat alles und uns verhext. Und so schlug er mit der Hand nach einem der Vögel und rief: "Flieg zur Hölle, von wo du gekommen bist." Sogleich floh alles Licht und alle Wärme, die Tiere, die Blumen und alles Grün. Dunkelheit, Kälte und Starre überzog wieder die Erde - und der Abt sank zu Boden.
Sein Knecht und die Räuberfamilie fanden ihn - tot auf der Schneedecke liegend.
Der Knecht, der seinen Irrtum sogleich erkannt hatte, weinte bitterlich und sorgte dafür, dass der Abt abgeholt wurde. Als sie ihn nun im Kloster zum Begräbnis zurechtmachen wollten, sahen sie, dass die Hand des Abtes etwas umklammerte, ein paar weiße Wurzelknollen. Als der Knecht dies sah, nahm er die Knollen - und pflanzte sie in den Klostergarten. Er pflegte sie um seines Abtes willen und wartete, ob sie denn blühen würden. Er wartete lange. Der Frühling  verging, der Sommer und auch der Herbst.
Erst am Weihnachtsabend, als der Knecht zum Gedenken an seine Abt in den Garten ging, sah er es: Aus dem Schnee heraus, üppige grüne Stengel und Blumen mit wunderschönen silberweißen Blüten.


Als nun alle Mönche dieses Wunders gewahr wurden und erkannten, dass es wirklich die Pflanze war, die der Abt aus dem Weihnachtswundergarten mitgebracht hatten, berichteten sie dem Bischof von diesem Wunder. Da wurde der so bleich, als sei er einem Toten begegnet.  Er erinnerte sich an die Abmachung, die er vor über einem Jahr mit dem Bischof getroffen hatte - und erließ den Freibrief für den Räubervater, der nun wieder unter den Menschen leben konnte; er, seine Frau und die  5 Kinder.

Man hat diese Pflanze "Christrose" genannt; und jedes Jahr sprießt und blüht sie um die Weihnachtszeit, als könnte sie nie und nimmer vergessen, dass sie einmal in dem großen Weihnachtswundergarten gestanden hat."

Und so erinnert sie an Gnade und Barmherzigkeit, an Veränderung, Umkehr und Neues Leben.... bis heute.
Das ist das Wunder, das Geheimnis, der große alte und neue Schatz!

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